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Lomi Lomi Nui – Ein Fest für alle Sinne

Bei „Lomi Lomi Nui“ handelt es sich um eine hawaiianische Tanz-Tempelmassage, die ihren Ursprung auf den hawaiianischen Inseln in Polynesien hat und in den Tempeln von weisen Kahunas (schamanischen Priestern) ausgeführt wurde. Sie ist eine ganzheitliche Massageform aus einer Mischung von Körperarbeit, Tanz und Ritual.

Der Ursprung von „Lomi Lomi Nui“

„Lomi“ bedeutet: drücken, kneten, reiben. Die Doppelverwendung des Wortes „Lomi“ unterstreicht dessen Bedeutung. „Nui“ besagt soviel wie: einzigartig, groß, wunderbar, besonders.
„Lomi Lomi Nui“, oder als Kurzform auch „Lomi Lomi“ genannt, ist ein jahrtausendaltes hawaiianische Heil-Massage-Ritual, welches für Phasen der Übergangszeit wie Pubertät, Hochzeit, Krönungen aber auch für Zeiten des Neubeginns oder großer Herausforderungen, Prüfungen und bei Entscheidungsschwierigkeiten verwendet wurde.
Nicht nur verspannte Muskeln wurden gelockert. Es handelt sich dabei vielmehr um eine wirkungsvolle Methode körperliche und seelische Heilungsprozesse durch gezielte Berührungen und Bewegungen mit viel warmen Öl anzuregen. Ein Prozess tiefer Reinigung.

Was genau ist „Lomi Lomi Nui“ und wie wirkt es?

Für ein einzigartiges Wohlbefinden und dem Wiederherstellen der körperlichen, seelischen und geistigen Harmonie sollte man sich auf alle Fälle Zeit nehmen. Dauert doch die Königin aller Ölmassagen für gewöhnlich 2 Stunden – von 2 Masseuren ausgeführt ist es das Non Plus Ultra schlechthin. Ziel dieser Massage ist, sich wieder auf eigene Bedürfnisse einzulassen, loszulassen und Verspannungen und Blockaden zu lösen. Durch Drücken, Kneten, Dehnen, Drehen, Umarmen, einfach Heilen durch liebevolles Berühren, gemeinsam mit der angewandten Wiegetechnik ist es speziell für Menschen ideal, die an Berührungsarmut leiden. Gerade bei diesen Menschen werden Seele und Psyche krank, sie leiden, entwickeln Eigenheiten und werden immer unnahbarer für andere. Nach so einer Massage ist man selbst wieder fähig, Liebe annehmen zu lernen und auch zu geben, Berührungsängste verschwinden, Selbstliebe und -akzeptanz rückt in den Vordergrund.

Lomi Lomi Nui

Lomi Lomi Nui @iStockphoto/t.light

Die Behandlung

Man entledigt sich all seiner Kleidungsstücke – diese würden nur den Energiefluss stören – und legt sich bäuchlings auf einen Massagetisch. Ein gepolsterter Ring für das Gesicht im Massagetisch sorgt dafür, dass man stundenlang so liegen könnte. Nur mit einem dünnen Laken bedeckt wartet man bis das Ritual am Rücken, dem Ort der Vergangenheit, beginnt. Eine angenehme Raumtemperatur sorgt hier bereits für Behaglichkeit.

Bei sanften hawaiianischen Klängen beginnt der Heilkünstler tanzend mit seinen Händen und Unterarmen die Arbeit. Die Schulter, der Rücken und die Arme werden mit reichlich warmem Öl massiert und geknetet. Später werden auch die Beine miteinbezogen – bis alle Teile des Körpers vor lauter Öl triefen und der ganze Körper gedehnt wurde. Das Laken wird währenddessen kunstvoll gefaltet, sodass der Intimbereich abgedeckt bleibt. Intuitiv findet der Heilkünstler die Blockaden, welche durch Rhythmus und beständiges Kneten – oft mit vollem Körpereinsatz – gelöst werden. Spannungsgelöst kommt man so der seelischen und körperlichen Ausgeglichenheit immer näher. Erst später wird man umgedreht und die etwas schutzlosere Vorderseite behandelt. Werden da doch Brust, Bauch – der Bauch mit Sitz der Erinnerung und der Gefühle – und das Gesicht berührt.

Dieser Genuss für Körper, Geist und Seele gibt uns Vertrauen, heilt Wunden aus der Vergangenheit, löst Blockaden, lässt Energien wieder fließen und die Hektik des Alltages vergessen. Einfach ein reinigendes Ritual, welches von belastenden Energien befreit, unser Herz öffnet und so für einen Neuanfang im Leben vorbereitet. Es wirkt wie ein Segen. Wahrlich ein Fest für alle Sinne.

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