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Meditation

Heutzutage wird eine Vielzahl unterschiedlicher Meditationsmethoden und -techniken auf dem kaum überschaubaren Fitness- und Gesundheitsmarkt angeboten. In einer groben Einteilung kann man grundsätzlich zwei Meditationsarten unterscheiden: die spirituelle Meditation und die konzentrative Meditation. Diese beiden Formen unterscheiden sich dabei weniger in den Meditationstechniken, als vielmehr in den verschiedenen Zielsetzungen. Zur spirituellen Meditation zählen alle Methoden, die in einem religiösen Rahmen stattfinden oder zumindest ein Erkenntnisziel vor Augen haben, während bei der konzentrativen Meditation die gesundheitsfördernden Aspekte sowie das allgemeine Wohlbefinden stärker im Vordergrund stehen.

Wann hilft die Meditation?

Die konzentrativen Meditationstechniken eignen sich vor allem zur unterstützenden Behandlung bei vielen psychosomatischen Beschwerdeformen (nervöse Magen- und Herzbeschwerden), depressiven Verstimmungen, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit und bei Bluthochdruck. Außerdem dient Meditation vorbeugend zum Abbau von Stress- und Spannungszuständen.

Gut für den Blutdruck

Gerade Personen mit einem hohen Blutdruck profitieren von der Meditation. Oft kann durch konsequentes Meditieren der Blutdruck dauerhaft gesenkt werden. Medikamente gegen Bluthochdruck können dadurch niedriger dosiert werden. Verstärkt werden kann die Wirkung der Meditation noch durch zusätzliche Entspannungs- und Atemübungen.

Linderung bei Schmerzzuständen

Menschen mit chronischen Schmerzen oder Spannungskopfschmerzen können durch Meditation eine weitgehende Entspannung erreichen. Elektronische Messgeräte, die elektrische Muskelimpulse aufzeichnen, haben bestätigt, dass während der Meditation die Muskelspannung nahezu gegen Null geht. Die Folge ist, dass sich chronische Schmerzzustände, die durch Verspannungen bedingt sind, bessern bzw. ganz verschwinden. Auch bei Asthmatikern kann diese generelle Muskelentspannung eine deutliche Linderung der chronischen Beschwerden bewirken.

Kreislauf und Biorhythmus stärken

Meditation wirkt sich positiv auf den Kreislauf aus. Dadurch bessern sich auch oft viele nervöse Beschwerdeformen, bei denen eine Störung des vegetativen Nervensystems zugrunde liegt. Die entspannende Wirkung der Meditation beeinflusst langfristig den Biorhythmus. So können auch scheinbar unlösbare Schlaf- und Konzentrationsstörungen gebessert bzw. überwunden werden.

Meditation

Meditation @iStockphoto/webphotographeer

Erste Schritte zur Meditation

Menschen, die erfolgreich meditieren, halten die Meditation für eine unübertroffene Methode zur Selbsthilfe in den verschiedensten Lebenssituationen. Es muss hierbei jedoch gelingen, die ganze Konzentration darauf zu richten, die Gedanken unter Kontrolle zu bringen, um den Körper völlig zu entspannen. Dies klingt einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Vielen Personen fällt es außerordentlich schwer, die ständigen Gedankenströme zu stoppen und sich von ihren Sorgen frei zu machen. Es ist deshalb auf jeden Fall empfehlenswert, einen einführenden Übungskurs bei einem erfahrenen Meditationslehrer zu absolvieren.

Ein kleinen Gedankenexperiment – Versuchen Sie es selbst

Der Übende ist aufgefordert, seine Aufmerksamkeit auf eine bestimme Körperfunktion zu richten. Meist ist das der Herzschlag oder die Atmung. Dies kann jeder leicht bei sich selbst in einem kleinen Experiment ausprobieren. Man schließt dabei die Augen oder richtet den Blick ins Leere, ohne etwas Bestimmtes anzusehen. Die Muskulatur wird bewusst vom Kopf aus entspannt. Man beginnt damit bei der Stirn. Während des Einatmens wird versucht, die Spannung zu erspüren; beim Ausatmen wird die Spannung wieder aus dem Körper herausgelassen. Diese einstimmende Körperentspannungsreise kann bis zu fünf Minuten dauern.

Im Anschluss an diese Einstimmung versucht man, die ganze Konzentration während des Meditierens auf die Atmung zu richten. Sie sollte jedoch zu Beginn nicht direkt kontrolliert werden, sondern man verhält sich dabei wie ein passiver Beobachter und lässt das Atmen einfach geschehen. Bereits nach kurzer Zeit wird man normalerweise langsam und tief atmen. Dies ist ein Ausdruck der zunehmenden Entspannung des Körpers und aller Körperfunktionen. Es empfiehlt sich, die Aufmerksamkeit zuerst auf das Einatmen und dann erst auf das Ausatmen zu richten. Während dieses Vorgangs sollte man sich das Atmen, das sich durch das Heben und anschließende Senken der Bauchdecke auch körperlich ausdrückt, intensiv vorstellen.

Meditation – innere Ruhe für ein hektisches Zeitalter

Die innere Ruhe zu finden und zu bewahren ist für die Bewältigung des oft hektischen Alltags in unserer schnelllebigen Informations- und Dienstleistungsgesellschaft von großer Wichtigkeit. Meditation kann hierbei ein ausgezeichnetes Hilfsmittel sein. Es erfordert jedoch eine gewisse Disziplin, bis man die erforderlichen konzentrativen Fähigkeiten für das eigene Wohlbefinden richtig anwenden und erfolgreich umsetzen kann.

Jeder Mensch besitzt Erfahrung im Meditieren. Jeder hat schon mindestens einmal Erfahrungen mit meditativen Zuständen gesammelt, allerdings in der Regel nur unbewusst: beispielsweise dann, wenn man sich bei einem entspannenden Musikstück vollständig einer aufkommenden Stimmung hingibt und in sich selbst versinkt oder wenn man einen wunderschönen Sonnenuntergang gedankenverloren beobachtet.

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