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Mein Kind hört einfach nicht – Kommunikationstipps

Gibt es sie, die stets folgsamen Kinder? Die nie trödeln? Nie bocken? Immer hören? Vielleicht wäre es schrecklich langweilig mit solchen Kindern, aber manchmal wünscht man sie sich doch…. Erziehen ist schwer genug, aber mit etwas Humor wird vieles leichter.

Hörst Du mich nicht?

Alle Eltern kennen die Situation: Man ruft, bittet, ordnet an, einmal, zweimal, dreimal – der Sprössling straft einen mit Nichtachtung und spielt seelenruhig weiter. Soll man drohen, soll man locken? Oder vielleicht einmal mit der Taschenlampe ins Ohr leuchten, auf der Suche nach einer Blockade? Manchmal hilft auch schon die einfache Frage: „Hallo! Erde an Marskind! Kannst Du mich verstehen?“ Eine spaßige Variante ist, die Aufforderung in einer erfundenen Fremdsprache oder einem komisch Dialekt zu wiederholen – zumindest gewinnt man so die Aufmerksamkeit. Natürlich kann sich nicht durch die gesamte Erziehung hindurchalbern, aber oft erreicht man sein Kind mit Humor eher als mit Schreien oder dem Androhen von Sanktionen.

Zieh Dich endlich an!

Es wiederholt sich Morgen für Morgen – fernab der abends herausgesuchten Sachen flitzt ein merkwürdiges Wesen im Schlafanzug oder gar nackig durch die Wohnung, muss noch aus dem Fenster sehen, Kuscheltiere zudecken, imaginäre Telefonate führen, sich aber keinesfalls demnächst anziehen. Einige Eltern schnappen dann einfach zur Aufbruchszeit ihr Kind, egal in welchem Bekleidungszustand und eilen stur zum Auto oder zum Bus. Manch ein kleiner Trödler ist schon im Nachthemd im Kindergarten angekommen – der Effekt ist enorm. Eine vorherige Absprache mit den Erziehern kann nicht schaden, aber wem dieser Weg zu drakonisch erscheint, findet sicher eine Alternative. Klingelnde Wecker helfen auch schon („Mal schauen, ob du vor dem Läuten alles/beide Socken usw. anhast…“). Oder man ruft zum olympischen Wettkampf im Schnell-Anziehen, mit Kommentar und Siegerehrung. Andernfalls droht vielleicht der Angriff der gestrigen Stinkesocke, den man nur durch vollständige Bekleidung abwehren kann. Selbstverständlich sollten solche kleinen Spielereien nur gelegentlich den Alltag erleichtern und nicht zum allmorgendlichen Pflicht-Entertainment verkommen.

Ungezogenes Kind

Ungezogenes Kind @iStockphoto/Brad Killer

Zähneputzen leicht gemacht

Gerade kleinere Kinder lassen sich nur schwer fürs Zähneputzen begeistern. Beteiligt man sie am Einkauf der Bürste und der Zahncreme, läuft man schon einmal nicht Gefahr, am falschen Werkzeug zu scheitern. Möglicherweise schleichen ja abends Zahnmännlein mit Spitzhacken ums Haus, die den Duft frisch geputzter Zähne nicht ertragen und dann lieber zum Nachbarn flitzen. Oder die Zahnbürste fängt laut an zu jammern, dass sie so gern was zu tun haben möchte. Bei größeren Kindern kommt man mit vernünftigen Erklärungen weiter: Wer weiß, was aus ungepflegten Zähnen wird, fühlt sich oft schon daraus motiviert. Gemeinsames Putzen zeigt den Kindern, dass wirklich jeder ran muss, und mit großer Freude putzen sie bei ihren Eltern nach.

Von Schimpfwörtern und Plaudertaschen

Manchmal steht die kleine Plappermühle gar nicht still – schließen Sie sie doch einmal mit einem imaginären Schlüssel ab. Oder zaubern Sie sie zu und suchen recht lang nach dem Entzauberungsspruch. Böse Wörter, auch solche aus Versehen – sind in einer ausgedienten „Schimpf“-Geldbörse gut aufgehoben. Man klaubt sie von den Lippen, verwahrt sie sicher und kann sie ja notfalls – bei dringendem Bedarf – wieder herausholen.

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