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Mini-Zahnimplantate

Mini-Implantate revolutionieren seit einigen Jahren die zahnmedizinische Implantologie und die Kieferortopädie. Sie bestehen aus Titan oder aus Titanlegierungen. Das macht sie besonders bruchsicher. Der Körper verträgt dieses Material sehr gut, was jahrelange positive Erfahrungen mit aus Titan gefertigten Hüft- oder Kniegelenken zeigen. Nur in sehr wenigen Einzelfällen kommt es zu allergischen Reaktionen. Die neuen, innovativen Implantate haben einen Durchmesser von nur zwei bis drei Millimetern und dienen beispielsweise der Befestigung von provisorischen Zahnprothesen im Kiefer. Die einteiligen Mini-Schrauben werden unter örtlicher Betäubung eingesetzt – der Eingriff ist kurz und unkompliziert, der Patient spürt davon wenig.

In der Kieferorthopädie kommen Mini-Implantate vor allem in der Behandlung von Erwachsenen zum Einsatz. Sie dienen als Verankerungspunkte für Patienten mit fehlenden Zähnen oder mangelnder Zahnsubstanz. So müssen Regulierungsapparate nicht außerhalb des Mundes angebracht werden, was die meisten älteren Personen, die sich in kieferorthopädischer Behandlung befinden, aus ästhetischen Gründen ablehnen.

Die wichtigsten Fakten rund um Mini-Implantate

Mini-Implantate aus Titan bestehen nur aus einem Element. Das Aufbau- und das Verankerungsteil haben eine feste Verbindung zueinander. Am einen Ende des Implantates befindet sich ein schraubenartiges Gewinde, welches in den Kiefer gedreht wird. So gewinnt es an Festigkeit und sitzt sicher. Der andere Bereich des Schraubimplantates endet sichtbar oberhalb der Mundhöhle. Dieser dient zur Verankerung von Zahnprothesen oder zur Befestigung von Zahnspangen bei erwachsenen Patienten mit Hilfe von Halterungselementen. Auch für den Einzelzahnersatz verwenden Ärzte die Implantate, bevorzugt für die Befestigung kleinerer Zahnprothesen.

Die Nutzung von Mini-Implantaten in der Zahnmedizin und in der Kieferorthopädie hat viele Vorteile. Sie werden in unterschiedlichen Formen produziert und sind daher sehr flexibel einsetzbar. Der Eingriff zur Fixierung der Implantat ist kurz und kann mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Durch das verträgliche, jahrelang getestete Material kommt es nicht zu Abstoßungsreaktionen des Körpers. Studien beweisen die Verträglichkeit eindeutig. Daher ist das Implantat sofort einsatzfähig. Es sind keinerlei Wartezeiten erforderlich und dank der geringen Größe kommt es nicht zu einer Wundbildung. Ein weiterer Vorteil der Mini-Schrauben sind die geringen Kosten. Da die Implantate einteilig sind, können sie preiswerter produziert werden als vergleichbare medizinische Produkte. Zudem gibt es nur wenige der größeren Unternehmen in diesem Bereich, die sich auf die Herstellung der Titan-Implantate spezialisiert haben. In der Regel übernehmen das kleinere Anbieter, welche ihre Produkte zu günstigen Konditionen anbieten können.

Die Anwendung von Mini-Implantaten im zahnmedizinischen Bereich

Die Mini-Implantate werden besonders oft von Zahnärzten genutzt. Durch die einfache Handhabung ist für den Einsatz der Implantate keine längere Operation nötig. Daher müssen Patienten auch keinen Kieferchirurgen aufsuchen, der Eingriff findet direkt beim Zahnmediziner statt. Dafür ist keine Vollnarkose notwendig, eine lokale Betäubung des Kiefers reicht aus. Es entstehen nur kleine, wenig schmerzhafte Wunden, da die Schleimhaut nicht verletzt wird. Die Heilung erfolgt schnell und unkompliziert, die meisten Patienten haben keinerlei Beeinträchtigungen im Alltag. Auch Schwellungen bleiben in der Regel aus. Daher spart der Behandelte Zeit und Kosten, seine Gesundheit wird geschont.

Mini-Implantate

Mini-Implantate @iStockphoto/Talaj

Zahnprothesen haften in der Regel durch Saugeffekte am Kiefer. Die Fixierung muss haltbar sein, um ein ungehindertes Sprechen und Kauen zu gewährleisten. Im Idealfall sollte eine Vollprothese im Alltag nicht zu spüren sein. Die Realität siehts leider oft anders aus. Häufig werden die künstlichen Zähne nicht ausreichend angepasst und sitzen zu locker im Mund. Manchmal verlieren die Prothesen auch mit der Zeit durch Substanzverlust des Kiefers an Halt. Die Benutzung von Haftcreme ist nur eine unzureichende Lösung, Mini-Implantate hingegen können langfristig Abhilfe schaffen. Zwischen vier und sechs der kleinen Implantate dreht der Zahnarzt in den Kiefer. Die passenden Verbindungselemente bringt er an der Prothese an. Die Befestigung des Zahnersatzes kann sofort nach der Implantation erfolgen, es sind keinerlei Wartezeiten nötig. Durch eine Art „Druckknopfprinzip“ kann die Prothese anschließend fest am Kiefer platziert werden. Praktisch: Für die gründliche Reinigung des Zahnersatzes lässt diese sich zeitweise entfernen und dann erneut einsetzen.

Auch bei Patienten, bei denen der Kiefer bereits an Substanz verloren hat, ist eine Befestigung einer Zahnprothese mithilfe der Mini-Implantate Möglich. Früher waren aufwendige Kieferknochenoperationen nötig, um eine Regeneration des Knochens zu erreichen. Das Einsetzen der Implantate ist eine weniger aufwendige und schonendere Methode. Sind die künstlichen Zähne am Kiefer fixiert, kann der Knochen sich regenerieren. Selbst, wenn Zähne entfernt werden müssen, kann der Zahnarzt noch während der gleichen Behandlungssitzung die Implantate setzen und die Prothese anbringen.

Die Bedeutung von Mini-Implantaten in der Kieferorthopädie

In der Kieferorthopädie geht es darum Möglichkeiten zu finden, wie sich kiefer- und zahnregulierende Maßnahmen im Mund befestigen lassen. Vielen Erwachsenen, die sich in kieferorthopädischer Behandlung befinden, fehlen Zähne, an denen sich Zahnspangen befestigen lassen. Die Mini-Implantate lassen sich leicht einsetzen und sind eine gute Alternative, denn andernfalls müssten die Korrektionsvorrichtungen außerhalb des Mundes befestigt werden. Das sieht nicht ästhetisch aus und ist bei der Mundhygiene sehr hinderlich. Zudem ist die Behandlung mithilfe der Implantate angenehmer für die Patienten. Nachdem die korrigierende Maßnahmen abgeschlossen sind, können die Implantate schnell und problemlos wieder herausgenommen werden.

Der Einsatz von Mini-Implantaten hat viele Vorteile

Für Patienten hat die Verwendung von kleinen, einteiligen Implantaten in der Zahnmedizin viele Vorteile. Zahnprothesen lassen sich mit ihrer Hilfe fest am Kiefer befestigen. Das erhöht den Tragekomfort und letztendlich auch die Lebensqualität der Patienten. Diese können zudem Kosten sparen, da die Produktion preiswerter ist als bei anderen zahntechnischen Produkten. Auch das Einsetzten der Implantate verläuft schnell und unkompliziert, da keine Vollnarkose nötig ist und nur kleine Wunden entstehen, die schnell und nahezu schmerzfrei verheilen. Um die Zahnprothese an den Implantaten zu fixieren, ist in der Regel nur ein Behandlungstermin beim Zahnmediziner nötig. Die positiven Ergebnisse sind also sofort sichtbar und spürbar.

Auch Erwachsene, die sich in kieferorthopädischer Behandlung befinden, profitieren von den Vorteilen der Mini-Implantate. Wenn Zähne fehlen oder die Substanz der Kieferknochen angegriffen ist, musste der Kieferorthopäde zu regulierenden Maßnahmen greifen, die außerhalb des Mundes fixiert waren. Das lehnten viele Patienten aus ästhetischen Gründen ab. Mithilfe der Mini-Implantate lassen sich jetzt Zahnspangen leichter im Mund befestigen.

Insgesamt lässt sich also durchaus sagen, dass die kleinen Titan-Implantate die Zahnmedizin und die Kieferorthopädie in den letzten Jahren revolutioniert haben. Die Patienten können aus einem breiteren Spektrum am Behandlungsmethoden wählen, welche für sie am besten geeignet ist. Zudem lassen sich Kosten einsparen und Wartezeiten verringern.

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