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Dichteres Haar durch Vollmond-Haarschnitte?

Der Mond beschäftigt die Menschen bereits seit Jahrtausenden. Kein Wunder, wacht er doch als Erdtrabant fast jede Nacht deutlich sichtbar über das Geschehen auf der Erde. Sein Einfluss auf die Weltmeere und das Element Wasser macht auch vor den Lebewesen der Erde, den Tieren sowie den Menschen nicht Halt. Sein Licht und seine Anziehungskraft spiegeln sich dabei besonders zu Vollmond in unserem Verhalten und unserem Wohlbefinden wider und kaum ein Lebensbereich des Menschen wurde nicht schon mit dem himmlischen Nachbarn in Verbindung gebracht.

Dieser Umstand brachte dabei in der jüngeren Vergangenheit einen Trend auf den Weg, dem sich nach einigen prominenten Befürwortern auch immer mehr andere Menschen anschließen: Der Vollmond-Haarschnitt. Tatsächlich gibt es in einigen größeren Städten bereits Friseurgeschäfte, die sich auf den Haarschnitt nach dem Mond spezialisiert haben.

Nach Meinung der Mondfrisur-Fans soll der Haarschnitt an den „richtigen“ Tagen, der zumeist in gemütlicher Runde in der Nacht bei Wein, Sekt und Bier vollbracht wird, für fülligeres, gesünderes und glänzenderes Haar sorgen als der gleiche Schnitt zu einem X-beliebigen Zeitpunkt. Steht der Mond in den Sternzeichen „Löwe“ oder „Jungfrau“ sollen die Haarschnitte besonders effektiv sein, Farbe länger halten, Locken kräftiger und lockiger sein.

Vollmond

Vollmond @iStockphoto/KIM DiLORENZO

Die Entfernung von Körperbehaarungen soll entsprechend bei diesen Monden ungünstig sein. Bei abnehmendem Mond soll das Haar langsamer, aber kräftiger nachwachsen, bei zunehmendem Mond schneller, jedoch dünner. Umgekehrt sollen „Fische“- und „Skorpion“-Monde ungünstig für einen Haarschnitt sein. Schuppenbildung soll bei diesen Mondzeiten verstärkt werden. Wissenschaftliche Beweise für den Einfluss des Mondes auf den Haarschnitt bleiben bisher aus. Befürworter sind jedoch auch ohne wissenschaftliche Belege von der Wirkung überzeugt. Schließlich nimmt der Mond deutlichen Einfluss auf das Heulen von Wölfen, die Gezeiten und den Menschen selbst. Warum also sollte der Erdtrabant nicht auch den Haarwuchs beeinflussen? Allerdings machen auch die Mondfriseure Einschränkungen: Ein häufiges Haareschneiden sowie regelmäßiges Rasieren soll auch nach ihrer Meinung unerwünschte Härchen nicht schneller oder dichter sprießen lassen. Dies sehen auch sie als Aberglauben an, wobei wohl generell eine fließende Grenze zwischen Aberglauben und Glauben bezüglich der Mondeinflüsse zu finden ist, solange die Wissenschaft nicht mit entsprechenden Beweisen überzeugen lässt.

In jedem Fall jedoch entfernt ein regelmäßiges Schneiden der Spitzen abgebrochene und spröde Haarteile, was dem Haar Kraft gibt. Das Haar wirkt insgesamt schöner und gesünder. Und wer sich dennoch probehalber einmal mit der Nutzung der Mondeinflüsse beschäftigen möchte, findet im gut sortierten Buchhandel inzwischen eine große Auswahl an fachbezogener Literatur.

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