Skip to main content

Musik – Balsam für Ohr und Seele

Musik begleitet uns von Anfang an – und das im doppelten Sinne: Zum einen gibt es Musik, seit dem es Menschen gibt. Um ein wärmendes Lagerfeuer versammelt muss irgendwann in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte ein Clan zu der Erkenntnis gekommen sein, dass das Trommel, die dadurch erzeugten rhythmischen Geräusche zur Unterhaltung und zum Wohlbefinden beitragen. Zum anderen vernehmen bereits Babys im Mutterleib Geräusche und können gezielt durch das Lauschen klassischer Musik beruhigt werden. Lieder, die Mama und Papa singen, bauen Kontakt auf und gewöhnen das Ungeborene sowohl an Stimmen als auch an Rhythmus. Dabei sind Babys von Natur aus musikalisch – sie können Tonabfolgen unterscheiden und erkennen Melodien wieder.

Ganz wesentlich ist, dass Musik unserem Gemüt gut tut. Stimmungen können ausgedrückt werden, was befreiend wirkt und einen ähnlichen Effekt hat wie ein gutes Gespräch mit Freunden. Für jede Stimmung gibt es dabei die richtige Musik und auch melancholische Stücke helfen uns, Ausgeglichenheit zurückzugewinnen. Musik wird aus diesem Grunde häufig auch zu Therapiezwecken eingesetzt. Gerade bei psychisch erkrankten Menschen kann Musik wie ein Brückenschlag wirken – der Erkrankte vermag sich in vielen Fällen besser durch Musik auszudrücken und somit seine Sorgen und Ängste zu offenbaren, als es in normalen Gesprächen möglich wäre. Musik kann dabei ein echtes Kommunikationsmittel sein.

Musik fördert nicht nur das Wohlbefinden und hilft uns unsere Gefühle auszudrücken, sondern trägt auch dazu bei, dass Kinder ihre volle Intelligenz entfalten können. Wer schon früh ein Musikinstrument erlernt, schult seine Fähigkeiten ganzheitlich, sodass auch in anderen Lerngebieten nachhaltigere Ergebnisse zu erwarten sind. Ausdauer und Konzentration werden beim Erlernen eines Instrumentes am besten vermittelt – nur sie führen zu einem Erfolg, der wiederum mit Anerkennung und Wertschätzung verbunden ist. Zudem reizt das Musizieren unsere Phantasie, Kinder werden kreativ und trauen sich auch, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Musik

Musik @iStockphoto/Jaimie Duplass

Wer nun immer noch an der starken Wirkung von Musik zweifelt, denke nur daran, wie wichtig die musikalische Untermalung in einem Film sein kann: Erst durch sie werden unterschiedliche Gefühle, Stimmungen und Gefühlslagen ausgedrückt, etwa Spannung, Erleichterung, Wut, Zuneigung und Liebe. Auch zu Werbezwecken wird Musik eingesetzt. Hier machen sich Marketing-Strategen das Wissen zunutze, dass Musik für Entspannung sorgt und diese wiederum zum Kauf anregt. Produkte, die mit besonders angenehmen und eingänglichen Stücke beworben werden, setzten sich zudem besser in unserem Gedächtnis fest – und landen aufgrund ihrer positiven Besetzung garantiert früher oder später einmal im Einkaufskorb.

Auch dieses Entspannungspotenzial, welches Musik uns bietet, ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass Musik Auswirkungen auf den Menschen hat. Ein ganzer Markt von ruhiger Musik hat sich entwickelt, die zum Beispiel bei den Entspannungsübungen im Rahmen eines Yoga-Trainings Anwendung finden kann. Selbst wenn wir uns draußen in der Natur befinden, sind wir stets von Melodien umgeben, die zwitschernden Vögel, das rhythmische Geräusch von Wellen, die an das Ufer klatschen und das Rauschen in den Bäumen sind ganz natürliche Musikstücke, die uns beleben und uns neue Energie schenken. Die ganze Welt ist eben voll Musik!

Top Artikel in Lifestyle