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Nasenkorrektur

Nichts steht so im Mittelpunkt unseres Aussehens wie die Nase. Sie zeigt unsere ethnologische Herkunft und wird von unseren Vorfahren vererbt. Von allen Gesichtsorganen hat die Nase die größte Bedeutung für unsere Selbstidentifikation. Genau aus diesem Grund leiden aber Menschen, die mit der Form oder Größe ihrer Nase nicht zufrieden sind, ganz besonders darunter und greifen deshalb auf eine Nasenkorrektur zurück.

Besonders ungeliebt sind Hakennasen und Stupsnasen. Zu lange, zu kurze, schiefe oder knollige Nasen können korrigiert werden. Große Nasenlöcher können verkleinert werden, Nasenrücken und Nasenflügel in Form und Größe verändert werden. Die moderne Schönheitschirurgie ist heutzutage in der Lage, fast jede Nase nach den Wünschen der betroffenen Person zu verändern.

Ein Sonderfall der Nasenkorrektur sind Nasen, welche durch einen Unfall deformiert wurden oder eine Funktionsstörung aufweisen.

Vorbereitung auf die Operation

Eine Nasenkorrektur darf nicht durchgeführt werden, wenn eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Nasenatmungsbehinderung vorliegt. Daher sollten vor der Operation diese Erkrankungen ausgeschlossen werden. Bei einem Schnupfen sollte dieser bis zum Eingriff abgeklungen sein.

Raucher sollten vor der Operation ihren Zigarettenkonsum auf höchstens fünf Zigaretten reduzieren, besser noch komplett auf Nikotin verzichten. Direkt vor dem Eingriff sollten keine Gesichtscreme oder andere hautpflegende Produkte aufgetragen werden.

Durchführung

Eine Nasenkorrektur wird unter Vollnarkose durchgeführt. Betreffen die gewünschten Korrektur keine Knochen, sondern nur Weichteilgewebe, reicht meist eine lokale Betäubung. In den meisten Fällen erfolgt der Eingriff über das Naseninnere, in seltenen Fällen über den Mundraum. Äußerlich sind daher später keine Narben zu sehen.

Als erstes wird bei einer Nasenkorrektur die Nasenschleimhaut eingeschnitten und die Haut vom knöchernen und knorpeligen Nasengerüst abgelöst. Je nach Wunsch der Nasenkorrektur werden dann die zu korrigierenden Knorpelanteile mit einer Schere oder Skalpell verkleinert oder verändert. Knöcherne Höcker werden mit einem Meißel abgetragen, die Oberkante der Nasenscheidewand kann mit einer Schere gekürzt werden. Überschüssiger Knochen des seitlichen Nasengerüsts und der Nasenwurzel kann ebenfalls mit einem Meißel durchtrennt und abgetragen werden. Ist die Grundform der neuen Nase hergestellt, wird der Nasenrücken mit einer Raspel geglättet und das Wundgebiet mit Kochsalz gespült.

Schließlich werden die Schleimhäute mit einem selbstauflösenden Faden vernäht und eine Nasenschiene angepasst, welche die Nase stabilisieren soll. Gelegentlich muss auch eine Tamponade der Nasengänge durchgeführt werden. Nach dem Eingriff, der ca. eine bis zwei Stunden dauert, müssen Sie für mindestens 24 Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Eine gelegte Tamponade kann danach entfernt werden. Die stabilisierende Kunststoffschiene wird in der Regel nach acht bis zehn Tagen entfernt.

Nasenkorrektur

Nasenkorrektur @iStockphoto/VILevi

Für den Zeitraum von einem Monat sollten Sie körperliche Anstrengung und Sport vermeiden, Extremsport darf sogar erst nach zwei bis drei Monaten ausgeübt werden. Vermeiden Sie außerdem für mindestens drei Monate Sonneneinstrahlung, auf ausgiebige Sonnenbäder oder Solarium sollten Sie sogar ein ganzes Jahr verzichten.

In der Regel muss eine Nasenkorrektur nur einmal durchgeführt werden und hält dann ein Leben lang. Ist das gewünschte Ziel nicht erreicht, kann sie grundsätzlich ein zweites Mal durchgeführt werden, aufgrund schon vorhandener Narben ist sie dann aber schwieriger für den Arzt.

Risiken

Eine Nasenkorrektur ist zwar der schwierigste Eingriff unter den Schönheitsoperationen, nicht aber der gefährlichste. Nachblutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen nur sehr selten vor. Schwellungen und Blutergüsse unterhalb der Augenlider sind normal und verschwinden innerhalb von einer bis zwei Wochen wieder. In sehr seltenen Fällen kann es durch Verletzungen von Nerven zu Riechstörungen kommen. Auch Verletzungen der Tränenkanäle oder Stirnhöhlen sind theoretisch zwar möglich, treten aber nur extremst selten auf.

Das eigentliche Risiko der Nasenkorrektur besteht darin, das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Daher ist eine ausführliche Besprechung zwischen Arzt und Patient, nach Möglichkeit unterstützt mit einer Computersimulation, sehr wichtig.

Während des Heilungsverlaufs kann es trotz gelungenem Erstergebnisses zu Wucherungen der Narben, Verbiegungen des Knorpels oder Verschiebungen der Knochen kommen. Außerdem sind Asymmetrien und tastbare Kanten möglich.

Kosten

Die Kosten für eine Nasenkorrektur reichen von 2.000 bis 5.000 Euro und hängen von der Größe des Eingriffs ab.

Krankenkassen übernehmen generell nicht die Kosten für eine Nasenkorrektur, da es sich dabei nur um eine ästhetische Operation handelt. Ist eine Nasenkorrektur aber nötig, weil die Nasenatmung gestört ist und Unfallschäden beseitigt werden sollen, können Krankenkassen ganz oder teilweise die Kosten übernehmen. Meist übernehmen sie aber nur die Kosten für den medizinischen Teil der Operation, nicht die für den rein ästhetischen.

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