Skip to main content

Nektargarten für Schmetterlinge

Ab dem späten Frühjahr erfreuen sie unser Herz mit ihrem anmutigen Flug durch die Gärten. Als Sommervögelein waren sie in vergangenen Jahrhunderten bekannt, in England nennt man sie Butterflies – zu deutsch Butterfliegen. Die Rede ist von den herrlich bunten Insekten, die für viele Betrachter den Inbegriff des Sommers darstellen: Schmetterlinge.

Durch die zunehmende Verstädterung, die intensivierte Landwirtschaft mit Veränderungen im Lebensraum „Feld und Wiesen“ sowie akkuraten Gärten mit überzüchteten Zierpflanzen finden sie nur noch wenig von ihren benötigten Lebensbedingungen vor. Allem voran sind Nektarspendende Pflanzen für das Überlegen der Schmetterlinge wichtig – Pflanzen, die für viele Menschen nur bedingt in die moderne Gartenwelt passen. Dabei sind es gerade die ursprünglichen und wilden Pflanzenarten, die einen Garten erst zu einem natürlichen kleinen Paradies machen, in dem sich Mensch und Schmetterlinge wohl fühlen.

Elfengleiche Tänzer

Damit die farbenprächtigen, zarten Tagfalter, aber auch die zumeist kräftigeren, in Naturtönen gefärbten Nachtfalter, uns mit ihrem Elfentanz erfreuen können, ist gar nicht viel nötig. Einige nektarbildende Pflanzen reichen den meisten Schmetterlingen aus, um sie von einem Besuch zu überzeugen. Doch nicht nur Schmetterlinge profitieren von solchen, zumeist schön blühenden und duftenden Pflanzen in Garten, auf dem Balkon und der Terrasse. Auch andere Nützlinge finden sich bei einem solchen Nahrungsangebot ein, beispielsweise Bienen und Hummeln, die ebenso wie der Schmetterling für die Bestäubung wichtig sind.

Wenig geeignet als Nahrungsquelle sind dabei lediglich überzüchtete Zierpflanzen, die beispielsweise eine üppige Füllung aufweisen. Durch die vielen Blütenblätter wird sonst den Schmetterlingen sowie anderen Nützlingen die Nahrungsaufnahme erschwert, wenn denn überhaupt durch die Überzüchtung noch Nektar produziert wird. Die Auswahl an Nahrungspflanzen für Schmetterling und Co ist deswegen jedoch längst nicht gering.

Schmetterlinge

Schmetterlinge @iStockphoto/Stephanie Swartz

Futterpflanzen für Raupe und Schmetterling

Möchte man Schmetterlingen einen schönen Lebensraum bieten, muss man unterscheiden in Futterpflanzen für Raupen sowie für die eigentlichen Tänzer. Viele Schmetterlingsarten ernähren sich im Raupenstadium lediglich von einer Pflanzenart – und bleiben häufig in deren Nähe, wenn sie sich zum Schmetterling entwickelt haben. Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen sind beispielsweise auch Brennnesseln. Lässt man einfach in einer verborgenen Ecke des Gartens einige davon stehen, kann dies die Schmetterlingspopulation im Sommer deutlich vergrößern. Andere Futterpflanzen können auch die Sternmiere, das Weidenröschen und das Echte Labkraut sein. Unter den Kräutern finden sich neben Thymian und Sauerampfer auch Gänsekresse und Klee als Raupenfutter.

Für die späteren Schmetterlinge bieten sich ebenfalls zahlreiche Blüten an, aus denen sie ihren Nektar saugen können. Hierbei bieten sich Blaukissen, Nachtkerze, Sommerflieder, Lavendel, diverse Distelarten und Astern an. Die Fette Henne gehört zu einer der letzten nektarspendenden Pflanzen im Jahreslauf und gibt den Schmetterlingen bis in den Herbst hinein die notwendige Nahrung. Danach treiben die sinkenden Temperaturen die Sommerkinder langsam in die Winterruhe.

Top Artikel in Garten