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Neuer Trend: Kinder-Fitness

Sport tut gut – und das in jedem Alter. Gerade für Kinder kann sportliche Betätigung zwei wesentliche Aspekte erfüllen: Zum einen ist für sie Sport immer verbunden mit Spaß und Spiel und ist somit ein gutes Mittel gegen Langeweile, zum anderen legt Bewegung von Kindesbeinen an den Grundstein für ein gesundes Leben.

Betrachtet man die aktuelle Situation, muss man leider feststellen, dass unsere Wohlstandsgesellschaft dazu beigetragen hat, dass immer mehr Kinder unter einem Mangel an Bewegung leiden. Übergewicht, Konzentrationsstörungen und Haltungsschäden als Folgen dieses Umstands sind bereits in der jungen Generation in einem erschreckenden Ausmaß vorhanden. Dies erschwert nicht nur das – für diese Lebensphase so wichtige – Lernen sondern stellt eine nicht zu unterschätzende gesundheitliche Gefährdung unserer Jüngsten dar.

Ebenso fehl am Platze ist aber das gegenteilige Extrem, welches sich durch das Stichwort Körperkult charakterisieren lässt. Viele Teenager aber auch bereits Kinder verfallen heutzutage diesem Kult, betreiben intensiv Sport und ernähren sich zu reduziert. Die andauernde körperliche Belastung ist für die noch nicht vollständig ausgewachsenen Körper schlichtweg zu viel. Darüber hinaus ist auch in diesen Fällen oftmals mit schulischen Problemen zu rechnen – schließlich bleibt wenig Zeit zum Lernen, wenn sich alles um Sport, Körperformung und Diät dreht.

Gesünder ist allerdings ein neuer Trend, der sich langsam zu entwickeln scheint: Kinder begleiten immer häufiger ihre Eltern in Fitness-Clubs, um dort an den Trainingseinheiten der Eltern teilzuhaben. Hier bietet sich für viele Familien die Möglichkeit, Qualitätszeit mit ihren Kindern zu verbringen: Man erzielt gemeinsam Erfolge und hat Spaß. Zudem lieben es viele Kinder, wenn sie ihre Eltern beeindrucken können. Dennoch: Vorsicht ist auch hier geboten. Die ausgewählten Sportarten sollten nicht nur die Erwachsenen ansprechen, sondern auch kindgerecht sein. Gewichtheben mit Papa ist dabei wohl nicht für junge Kinder geeignet. Nicht nur dass sie bei solchen Sportarten körperlich überfordert werden, Kraftsport bietet auch nicht das ausreichende Maß an Spiel und Spaß, welches sich viele junge Kinder wünschen, sodass schnell Langeweile entsteht.

Kinder-Fitness

Kinder-Fitness @iStockphoto/Catherine Yeulet

Immer mehr Fitness-Vereine bietet daher zweierlei in puncto Familiensport an: Zum einen Fitness-Kurse, in denen sich die ganze Familie wohl und gefördert fühlen kann und zum anderen spezielle Kurse nur für die Kids, was sich insbesondere im fortgeschrittenen Alter anbietet, wenn die Eltern langsam aber sicher aus Sicht der Kinder „uncool“ werden. Letztere Alternative bietet zwar nicht die Möglichkeit, etwas gemeinsam zu unternehmen (abgesehen von einer eventuellen gemeinsamen Fahrradfahrt zum Fitness-Center), allerdings gewinnen die Kinder hierbei neue soziale Kontakte sowie Eigenständigkeit und haben sicherlich bei familiären Abendessen immer etwas Spannendes zu berichten.

Ob das Kind nun alleine einen Kurs besucht oder ob man die Gelegenheit am Schopfe packt und die ganze Familie gemeinsam sporteln geht, hängt auch ganz wesentlich von dem Alter der Kids am. Gerade die Wahl der Sportart ist hierbei – wie schon angedeutet – ausschlaggebend: Während die ganz Jungen – etwa bis zum siebten Lebensjahr – sich gerne mit Ballspielen, Klettern und Turnen beschäftigen, dürfen es für Ältere eher Mannschaftssportarten oder aber moderne Tanzkurse sein. Stöbern Sie doch einfach mal in den Programmen Ihrer lokalen Anbieter – hier ist sicherlich etwas für jede Altersstufe dabei!

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