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Oberlidstraffung

Ein müder Blick, obwohl Sie sich munter fühlen? Häufig sind so genannte Schlupflider, bei denen die Oberlider des Auges überhängen, Schuld. Mit zunehmendem Alter werden die dünne Haut und das feine Gewebe rund um die Augen weniger elastisch und verlieren an Spannkraft. Die Schwerkraft zieht die Oberlider immer mehr über die Lidfalte, im Extremfall sogar über die Wimpern. Überflüssige Fettpolster über dem Auge wölben sich vor.

Häufig gibt es eine familiäre Veranlagung für die Bildung von Schlupflidern. Hat die Mutter Schlupflider bekommen, wird höchstwahrscheinlich auch die Tochter davon betroffen sein. Aber auch eine übermäßige Überanspruchung der Haut durch extreme Sonneneinstrahlung oder entsprechende Lebensumstände können Schuld sein.

Abhilfe kann eine Oberlidstraffung bringen, bei der überflüssige Haut entfernt wird und die Lider dadurch wieder straffer wirken. Hängen gleichzeitig die Augenbrauen über oder sind die Stirnfalten ausgeprägt, kann gleichzeitig ein Brauen- oder Stirnlifting durchgeführt werden.

Vorbereitung auf die Operation

Auch wenn es sich bei der Oberlidstraffung um einen relativ kleinen Eingriff handelt, so sollten trotzdem einige Vorbereitungen für die Operation getroffen werden. Um Wundheilungsstörungen zu vermeiden, sollten Raucher zwei Wochen vor dem Termin ihren Tabakkonsum auf fünf Zigaretten täglich reduzieren, am besten aber komplett auf Nikotin verzichten. Übermäßige Sonnenbäder vor dem Eingriff kann die Haut zu stark beanspruchen und zu Heilungsstörungen führen.

Wenn Sie unter neurologischen Erkrankungen leiden oder in augenärztlicher Behandlung sind, sollten vor dem Eingriff unbedingt die Augen gründlich untersucht werden. Außerdem sollten Sie unmittelbar vor der Operation die Haare waschen, weil dieses in den ersten Tagen danach nicht mehr möglich ist, da kein Wasser über die Wunde laufen darf. Verzichten Sie außerdem am Tag der Augenlidkorrektur auf Make-up oder Mascara.

Oberlidstraffung

Oberlidstraffung @iStockphoto/Erik Reis

Durchführung

Eine Oberlidstraffung wird in der Regel ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Vor dem Eingriff misst der Arzt den überschüssigen Hautanteil exakt aus und bestimmt die spätere Schnittführung. Dieses muss passieren, bevor Betäubungsmittel gespritzt wird, da sich danach die Konturen des Lids verändern.

Als nächstes wird mithilfe einer sehr dünnen Nadel das Betäubungsmittel an der Seite des Oberlids eingespritzt. Der Wirkstoff betäubt nicht nur das Oberlid, sondern vermindert zusätzlich auch die Blutung beim nachfolgenden Einschnitt, bei dem die überschüssige Haut mit einem Skalpell herausgeschnitten wird. Die Schnittführung erfolgt in natürlichen Falten, Narben sind daher später kaum sichtbar. Auftretende Blutungen werden mit einer elektrischen Pinzette gestillt.

Anschließend werden sehr vorsichtig der ringförmige Muskel der Augenlider gespreizt, die Bindegewebsschicht darunter durchtrennt und das Fettgewebe unter dieser freigelegt. Dieses wird mit einem Klemmchen gefasst und abgetragen. Wenn nötig, wird in manchen Fällen zusätzlich ein Muskel- oder Bindegewebsstreifen entfernt. Schließlich werden die Hautränder miteinander vernäht und Kühlkompressen auf die Augen aufgelegt. Auf diese Weise sollen unmittelbare Schwellungen und Verfärbungen reduziert werden.

Alternativ kann eine Oberlidstraffung mit einem Laser erfolgen. Diese Methode hat bei der Augenlidkorrektur aber keine Vorteile für den Patienten, dafür bringt sie ein erhöhtes Risiko mit sich.

Insgesamt dauert eine Oberlidstraffung zwischen einer und zwei Stunden. Nach dem Eingriff sollten Sie noch für ca. zwei Stunden unter Beobachtung in der Praxis bleiben. Bis zu zwei Wochen nach der Operation können die Lider geschwollen und bläulich verfärbt sein. Die Fäden, mit denen die Schnitte genäht wurden, können nach drei bis fünf Tagen gezogen werden. In der Nacht sollte Ihr Kopf leicht erhöht liegen. Außerdem sollten Sie für drei bis vier Wochen körperliche Anstrengung, Sport und Sauna vermeiden und in den nächsten drei Monaten auf Sonnenbäder verzichten.

Eine Oberlidstraffung hält sechs bis zehn Jahre an. Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung, Sonne, Schlafmangel und Stress wirken sich negativ auf die Haltbarkeit der Operation aus. Nach einigen Jahren kann eine Augenlidkorrektur aber ohne Probleme wiederholt werden.

Risiken

Risiken und Komplikationen treten bei einer Oberlidstraffung nur selten auf, trotzdem kann es wie bei allen anderen Eingriffen zu Nachblutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen.

Ein Risiko einer Augenlidkorrektur liegt darin, vorher genau abzuschätzen, wie viel Haut entfernt werden muss. Wird diese Menge überschätzt, lässt sich das Augenlid nach der Oberlidstraffung nicht mehr vollständig schließen, das Auge würde mit der Zeit austrocknen. Dieses kann die Hornhaut schädigen und schließlich die Sehfähigkeit verschlechtern. Abhilfe kann nur eine Hauttransplantation mit Material aus dem Ohrbereich schaffen.

In sehr seltenen Fällen einer Oberlidstraffung kann es zu Verletzungen der Tränendrüse oder der Hornhaut kommen. Asymmetrien sind bei einer Augenlidkorrektur möglich, kommen jedoch nur sehr selten vor.

Kosten

Die Kosten für eine Oberlidstraffung liegen je nach Größe des Eingriffs zwischen 1.250 und 2.200 Euro. Krankenkassen übernehmen in Ausnahmefällen die Kosten, wenn durch zuviel Hautüberschuss das Gesichtsfeld stark eingeschränkt ist.

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