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Ohrenschmerzen und ihre Ursachen

Schmerzen im Ohr sind oft unerträglich. Ob ziehen, reißen oder einfach ein stechender Schmerz – konzentrieren kann man sich mit Ohrenschmerzen meist nicht mehr. Wenn dann auch noch Fieber oder andere Symptome hinzukommen, ist eine Behandlung unumgänglich. Die meisten Ohrenschmerzen sind auf Entzündungen zurückzuführen. Die Symptome und die daraus folgende Behandlung unterscheiden sich jedoch danach, wo die Entzündungen im Ohr sitzen.

Ohrentzündungen

Zu den Ohrentzündungen gehören die folgenden Erkrankungen:

  • Gehörgangsentzündung (Otitis externa)
  • Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • Innenohrentzündung (Otitis interna)

Die Gehörgangsentzündung

Bei einer Gehörgangsentzündung ist der äußere Gehörgang entzündet. Die Ursache ist normalerweise eine Infektion mit Bakterien, häufig begünstigt durch Verletzungen oder andere Erkrankungen wie zum Beispiel Grippe oder Diabetes. Eine Gehörgangsentzündung ist äußerst schmerzhaft. Obwohl sie sich mit Medikamenten oft gut behandeln lässt, kann sie im Ernstfall lebensbedrohlich werden. Hier erhalten Sie wichtige Informationen zur Gehörgangsentzündung.

Die Mittelohrentzündung

Bei einer Mittelohrentzündung erstreckt sich die Entzündung über die Schleimhaut der Paukenhöhle. Die Paukenhöhle ist ein Hohlraum, der sich im Mittelohr befindet. Auch die Mittelohrentzündung ist mitunter äußerst schmerzhaft und für viele Patienten kaum zu ertragen. Zur Behandlung verordnet der Arzt oft Schmerzmittel, bei besonders starker Mittelohrentzündung, die mit einer Erkältung oder Grippe einhergeht, werden Antibiotika verabreicht. Was man tun kann, um die Beschwerden bei einer Mittelohrentzündung zu lindern bzw. ihnen vorzubeugen, erfahren Sie im Videobeitrag.

Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen ©istock.com/Vonschonertagen

Die Innenohrentzündung

Ist das Innenohr infiziert, spricht man von einer Innenohrentzündung bzw. Labyrinthitis. Betroffene Organe sind meist das Gleichgewichtsorgan und die Hörschnecke.

Als Auslöser der Erkrankung kommen verschiedene Ursachen in Betracht. Die Infektion kann von außen stattfinden, aber auch vom Innenohr selbst ausgehen. Die Erreger gelangen über drei Wege ins Innenohr: über das Mittelohr, übers Blut oder über die Hirnhäute entlang des Hörnervs. Man unterscheidet, je nach Erreger, zwischen bakterieller und viraler Form.

Symptome bei einer Labyrinthitis

Die typische Labyrinthitis wird von Gleichgewichtsstörungen, Schwindelgefühlen, Hörverlust und Tinnitus begleitet. In Folge des Schwindels kann es zu Erbrechen kommen. Wenn ausschließlich das Innenohr (Labyrinth) betroffen ist, treten unfreiwillige und unkontrollierbare Augenbewegungen in Richtung der erkrankten Seite auf (Spontannystagmus).

Das Ohr

Das Ohr ©istock.com/leonello

Fällt das Labyrinth vollständig aus, richtet sich die Bewegung der Augen zur Gegenseite Darüber hinaus ist das Hörvermögen stark beeinträchtigt. Im Ernstfall ist die Hörfunktion bis zur Schwerhörigkeit eingeschränkt. Möglich sind außerdem Ohrenschmerzen oder Ohrgeräusche wie zum Beispiel beim Tinnitus.

Wer an einer Mittelohrentzündung und plötzlich auftretendem Schwindel leidet, sollte umgehend einen Hals-Nase-Ohren Arzt aufsuchen. Treten Symptome einer Labyrinthitis auf, ist es sehr wichtig einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt zu konsultieren und sich schnellstmöglich über mögliche Behandlungen zu informieren.