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Paleo-Ernährung

Kein Jahr vergeht, ohne dass Schönheitsideale und die damit verbundenen Anstrengungen, sie zu erreichen durch die Stars und Influencer präsentiert werden. Seit ein paar Jahren fällt immer wieder der Begriff „Paleo“ im Zusammenhang mit einfachem Abnehmen ohne den sogenannten JoJo-Effekt oder fast asketisch anmutenden Hungerkuren.

Vorreiter dieses Trends waren unter anderem die Schauspieler Megan Fox und Matthew McConaughey, für die ein makelloses Aussehen nun mal zu den Anforderungen ihres Berufs gehört. Aber auch der NBA-Superstar Kobe Bryant schwört auf den Ernährungstrend, da er nicht nur bessere Leistungen auf dem Basketballfeld abrufen kann, sondern sich auch schneller von Verletzungen regeneriert.

Was ist Paleo überhaupt?

Paleo (vom fachsprachlichen Wort für Altsteinzeit: Paläozoikum) bedeutet, seine Ernährungsweise an die der Steinzeit anzupassen. Dazu gehören der Verzehr von unbehandelten und natürlichen Lebensmittel, gesundes Fleisch, viel Gemüse und Obst und gesunde Fette.

Salat

Salat ©istock.com/Lilechka75

Im Umkehrschluss bedeutet das: Zucker, Milch, Hülsenfrüchte, Transfette und Getreideerzeugnisse verschwinden von der Speisekarte. Schließlich gibt es in diversen Forschungsergebnissen die Belege, dass moderne Lebensmittel für viele entartete Krankheiten verantwortlich sind. Dazu zählen unter anderem Fettleibigkeit, Diabetes und Herzkrankheiten. Auch Depressionen und Unfruchtbarkeit können von einer mangelhaften Ernährung herrühren.

Paleo ist viel mehr als nur ein Trick, um kurzfristig die Pfunde purzeln zu lassen. Es ist eine Lebenseinstellung, durch die eine langfristig steigende Gesundheit, Fitness und Energie erreicht werden kann.

Die Faustregeln der Paleo-Ernährung

Verzichte auf Zucker!

Die Aufnahme von Zucker, also direkter Energie, verhindert indirekt den Abbau vorhandener Energiereserven in Form von Fetten. Der Zucker ist für einen Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich, was einen erhöhten Insulinspiegel zu Folge hat. Das Hormon ist für die Speicherung von neuer Energie verantwortlich und verhindert so, dass der Körper auf bereits vorhandene Energie, also die Fettreserven des Körpers, zurückgreift.

Durch den Verzicht von Zucker wird sich der Stoffwechsel langsam aber sicher umstellen und die notwendige Energie vorrangig aus den angelegten Reserven des Körpers ziehen.

Lass‘ Getreide und Hülsenfrüchte weg!

Neben Zucker ist der zweite Hauptlieferant von schneller Energie Getreide. Dies besteht bis zu 80% aus Kohlenhydraten, enthält aber zusätzlich noch Gluten und weitere Anti-Nährstoffe wie Lektin oder Phytinsäure. Diese dienen als natürliche Abwehrstoffe des Getreides gegen Schädlinge, aber durch den Verzehr nimmt auch der Mensch diese Anti-Stoffe auf.

Finger weg von Milchprodukten!

Ob Laktose-Intolerant oder nicht, besonders in Kuhmilch sind viele Stoffe enthalten, die für den Verdauungsapparat des Menschen problematisch werden könnten. Die Tierhormone beispielsweise fördern die Speicherung von Körperfett und auch durch die Fütterung mit Getreide können weitere Anti-Nährstoffe durch die Blutbahn der Tiere auch in die Milch gelangen.

Für wen ist die Ernährungsumstellung geeignet?

Grundsätzlich kann jeder, der auf seinen Körper achten möchte, die Paleoernährung ausprobieren. Sie ist nach etwas Eingewöhnungszeit und aufmerksamem durchlesen von Inhaltsstoffen auf Lebensmitteln relativ einfach und unkompliziert umzusetzen. Bei einer durchschnittlichen Lebensweise, wird der Körper und sein Energieverbrauch ausreichend von Paleo mit Nährstoffen versorgt.

Bei Leistungssportlern variiert die notwendige Kohlenhydratmenge anhand von Frequenz, Intensität und Volumen des jeweiligen Trainings. Grade Ausdauersport und Krafttraining fordern vom Körper viel Energie ein.

Doch neben einer allgemeinen Fitness, die schnell mit Paleo erreicht werden kann, gehört auch der Muskelaufbau zu den Zielen eines Sportlers. Proteine sind der wichtigste Bestandteil, um Muskeln aufzubauen. Viele Bodybuilder schwören deswegen auf Proteinshakes mit Molkeeiweiß. Diese gibt es in diversen Geschmacksrichtungen und mit weiteren wichtigen Nährstoffen versetzt. Doch viele vertragen das Molkeerzeugnis nicht besonders gut. Glücklicherweise geht auch ohne – immerhin sind Fleisch, Fisch und Eier hervorragende natürliche Eisweißquellen. Wer trotzdem mit Ergänzungen für etwas Nachhilfe sorgen will, dem sei nach dem Workout ein Kollagen-Shake empfohlen. Immerhin gilt Kollagen als geschmacksneutral und kann so in jede Mahlzeit untergemischt werden, um den Proteinhaushalt des Körpers aufzubessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Umstellung auf eine Paleo-Ernährung eine gute Entscheidung ist. Der Körper wird es Ihnen schnell danken, wenn sie auf Zucker, billige Fette und Fastfood verzichten. Allerdings sollte die Umstellung nicht von jetzt auf gleich erfolgen, viel mehr bringen Sie ihrem Körper schonhaft bei, dass er sich von der womöglich jahrelangen Aufnahme von „Giftstoffen“ umgewöhnen muss.

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