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Peelings selber machen

Unsere Haut braucht regelmäßige Pflege. Ein Bestandteil davon sollte das regelmäßige Peeling sein. Als lebendes Organ erneuert sich die Haut schuppenweise von alleine, indem sie zunächst neue Haut bildet und dann die alte Haut abstößt. Bei jedem Menschen bilden sich auf der Haut unterschiedlich viele Schuppen, die auch nicht unbedingt sichtbar sein müssen. Dennoch geschieht dieser Prozess bei jedem Menschen fortwährend und kann dafür sorgen, dass die Haut optisch nicht so schön erscheint, wie sie es könnte. Das Peeling entfernt die abgestorbenen Hautschüppchen, hilft der Haut bei der Regeneration und sorgt nebenbei dafür, dass sie gesund und rosig wirkt. Deshalb sollte es ein so regelmäßiger Bestandteil der Körperpflege werden wie die Überwachung des BMI.

Was muss ein Peeling enthalten?

Ein Peeling besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: Feuchtigkeit und den peelenden Bestandteilen. Haut kann Feuchtigkeit immer gut gebrauchen und sollte diese besonders nach einem Peeling bekommen, denn die neue nachwachsende Haut hat sich noch nicht an die Außenwelt gewöhnt. Körnige Bestandteile wiederum werden sanft in die Haut einmassiert und sorgen dafür, dass sich tote Hautschüppchen lösen. Im Anschluss an das Peeling wird die Haut gründlich geduscht und abgetrocknet und wirkt gleich viel gesünder. Je nach Hauttyp kann ein Peeling auch beruhigende Bestandteile enthalten, wenn die Haut schon einmal empfindlich auf ein Peeling reagiert hat. Das empfiehlt sich vor allem bei sensibler Haut, da die Reibung sie reizen könnte.

Zucker, Salz, Heilerde – natürliche Schleifpartikel

In einem Peeling aus der Drogerie fallen sofort die kleinen, rauen Mikroperlen auf. Diese reiben die Haut und sorgen dafür, dass sich Schüppchen lösen. Allerdings weiß niemand so genau, woraus diese Mikroperlen bestehen – oder aber es handelt sich um Plastik, das nicht nur für die menschliche Haut Risiken birgt, sondern vor allem für die Umwelt. Mindestens genauso effizient und dabei natürlicher sind Zucker, feines oder besser noch grobkörniges Salz oder Heilerde. Letztere peelt die Haut nicht nur, sondern beruhigt sie gleichzeitig und beugt Unreinheiten und anderen empfindlichen Reaktionen vor. Diese drei Bestandteile dürfen in jedem selbst gemachtem Peeling vorhanden sein.

Peeling

Peeling ©iStockphoto/kazmulka

Feuchte Komponenten – Olivenöl, Joghurt, Kräutertee

Ein Peeling sollte flüssig oder zumindest pastenförmig sein, damit es auf die Haut aufgetragen werden kann. Dazu müssen alle trockenen Zutaten mit einer feuchten Komponente angerührt werden. Gut geeignet sind hautfreundliche Öle wie Oliven- oder Arganöl, aber auch ungesüßter Naturjoghurt, Honig oder beruhigende Kräutertees wie Kamille. Insbesondere Peelings mit Öl ersetzen die anschließende Bodylotion nach der Dusche, denn sie pflegen die Haut reichhaltig genug. Wer zu Unreinheiten oder Mitessern neigt, sollte lieber erst mit weniger Öl anfangen, denn es versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit und diese kann in zu großen Mengen auch dazu führen, dass die Haut noch mehr Mitesser bildet. Sehr sensible Haut wird am besten mit beruhigenden Kräutertees gepeelt, denn in den Kräutern stecken genug beruhigende Stoffe, um der Haut das Peeling schmackhaft zu machen.

Pflegende Komponenten für jeden Hauttyp

Eine grobe Zutat, eine feuchte Zutat… fertig könnte das Peeling sein. Allerdings ist jeder Hauttyp anders und kann gerade mit einem selbst gemachten Peeling genau so gepflegt werden, wie sie es braucht. Häufig macht die Haut Probleme, nachdem viel Gewicht verloren wurde und der Body Mass Index endlich einen Wert erreicht hat, mit dem man leben kann. Wenn der BMI so schnell abnimmt, führt das häufig dazu, dass die Haut mit diesem Gewichtsverlust nicht mithalten kann oder durch die ehemalige Ausdehnung Schwangerschaftsstreifen oder Cellulite gebildet hat. Gegen Letztere hilft der Kaffeesatz vom Frühstück. Er enthält ein fettabbauendes Enzym und kann deswegen schon während des Abnehmens ins Peeling gemischt werden. Da Kaffeesatz selbst leicht körnig ist, sorgt er ohne weitere Zutaten schon für ein leichtes Peeling. Damit eignet er sich nicht nur für Anwender, die gerade an ihrem Body Mass Index arbeiten, sondern auch für empfindlichere Haut. Normale Haut verträgt Blütenextrakte gut, denn diese sind sanft und pflegen sie nicht mehr als unbedingt notwendig. Vor allem im Sommer sind beruhigende Bestandteile wie Aloe Vera-Extrakt beliebt, denn jetzt kann sogar die anspruchsloseste Haut Sonnenbrand bekommen und erst recht sensibel auf ein Peeling reagieren.

Zutaten aus dem Haushalt fürs DIY-Peeling

Die meisten Zutaten für ein selbst gemachtes Peeling gibt’s im eigenen Haushalt. Salz und Zucker hat jeder vorrätig. Kräutertee von der letzten Erkältung, Honig, Olivenöl oder den Joghurt oder Quark, der unaufgebraucht im Kühlschrank steht – allein aus diesen Zutaten kann man sich schon ein Peeling für Gesicht und Körper zaubern. Selbst etwas speziellere Zutaten kann man oft im Supermarkt um die Ecke bekommen und muss sich gar nicht nach teuren Kosmetik-Shops umsehen. Zutaten fürs Peeling in Lebensmittelqualität sind genau richtig – und oft auch einfacher anzuwenden. Und was ist mit Blüten als Bestandteil? Selbst diese dürfen vom Balkon kommen!

Wie lang hält sich selbst gemachtes Peeling?

Bei Selbstgemachtem macht man gern gleich etwas mehr als unbedingt notwendig. Das Problem ist jedoch, dass sich vieles nicht lange hält und deswegen schnell aufgebraucht oder alternativ gekühlt aufbewahrt werden muss. Genauso verhält es sich bei den meisten Peelings, weshalb sie tatsächlich am besten portionsweise frisch angerührt werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass sie schlecht werden oder ihre Konsistenz sich durch die Lagerung verändert – dadurch peelen sie nicht mehr so, wie sie sollten, oder sie fühlen sich einfach unangenehm an. Insbesondere Peelings mit Heilerde müssen zwangsläufig frisch angerührt werden, da sich Heilerde andernfalls wieder verfestigt und bei erneutem Anrühren nicht mehr die gleiche Konsistenz annimmt wie vorher. Da die meisten selbst gemachten Peelings sehr einfach sind und nur aus einigen wenigen Zutaten bestehen, macht das Anrühren einer kleinen Portion nach Bedarf glücklicherweise nicht viel Aufwand.

Die richtigen Mengenverhältnisse

Selbst gemachtes Peeling ist so einfach, dass dafür gar keine aufwendigen Rezepte erforderlich sind. Damit die Konsistenz trotzdem stimmt, sollten dennoch zuerst die trockenen Zutaten in eine Schale gegeben werden. Anschließend werden langsam die feuchten Komponenten hinzugefügt, denn dann kann man steuern, wie flüssig oder pastös das Peeling wird. Ist es zu flüssig, wird einfach etwas mehr der trockenen Zutat hinzugefügt. Die richtige Konsistenz hat es, wenn es sich auf die Haut auftragen lässt und nicht sofort wieder herunterfließt, sondern dort bleibt. Menschen mit sensibler Haut sollten sowieso vorher an einer kleinen Stelle testen, wie die Haut auf das Peeling reagiert – und es beim kleinsten Kribbeln sofort abwaschen.