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Permanent Make-up

Für die meisten Frauen beginnt jeder Tag gleich: Nach dem Duschen steht man vor dem Spiegel und entscheidet sich für das Tages-Make-up. Zumeist verwendet man dafür den gleichen Lippenstift, die gleichen Lidschattierungen, die gleichen Handgriffe tagaus, tagein. Dieser Aufwand fordert entsprechend auf das Jahr gerechnet einiges an Zeit und Geld für dekorative Kosmetik und Reinigungsprodukte.

Darüber hinaus sind weitere Hürden über den Tag versteckt – da ein plötzlicher, kräftiger Regenguss, das Mittagessen, dann der Witz des Kollegen, der die Lachtränen in die Augen treibt und wiederum der Fussel im Auge, wegen dem man sich am liebsten das ganze Auge reiben möchte. Frau nimmt es hin und kontrolliert in regelmäßigen Abständen das Aussehen, damit man nicht plötzlich aussieht wie das missglückte Experiment eines untalentierten Künstlers.

Immer gut geschminkt

Hinter dem Begriff Permanent Make-up verbirgt sich ein dauerhaft aufgebrachtes Make-up, welches gleich einer Tätowierung Farbpigmente unter die Haut bringt. Typisches Permanent Make-up wird für die Lippen sowie am Lidrand anstelle eines Kajals oder Eyeliners angeboten. Diese permanente Körperverzierung wird jedoch nur in spezialisierten Kosmetikfachinstituten angeboten. Dies ist notwendig, da die Behandlung nicht nur eine sorgfältige und geschulte Arbeitsweise, sondern auch vorangehend eine entsprechende Fachberatung erfordert. In der Beratung erfährt der Kunde alles über die Möglichkeiten des Permanent Make-ups von den Risiken bis zur Vorgehensweise. Der Vergleich verschiedener Anbieter lohnt dabei in jedem Fall. Nicht der Preis allein sollte über den gewählten Anbieter entscheiden, sondern auch Sorgfalt, Sauberkeit und möglichst Referenzen des Instituts.

Permanent Make-up

Permanent Make-up @iStockphoto/Inga Ivanova

Schritt für Schritt zum Permanent Make-up

Während dem ausführlichen Beratungsgespräch bringt die Kundin ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen zur Sprache. Diese werden mit einem normalen, sprich abschminkbaren Make-up ausgetestet, um der Kundin das spätere Aussehen des Permanent Make-ups nahe zu bringen, Unsicherheiten zu klären und bei Nichtgefallen dieses noch einmal ändern zu können. Abgestimmt auf Typ und Teint wird das fertige Make-up nun zumeist mittels einer Fotografie oder einer vergleichbaren Aufnahme als Vorlage für die permanente Variante festgehalten.

Ähnlich wie bei einer Tätowierung kann anschließend oder später (ein wenig Bedenkzeit kann nie schaden) mit der Behandlung begonnen werden. Über feine Einwegnadeln werden die Farbpigmente in die oberste Hautschicht eingebracht. Zumeist werden für ein erfolgreiches Permanent Make-up zwei bis drei Sitzungen angesetzt, in denen stufenweise vorgegangen wird.

Möglichkeiten des Permanent Make-ups

Aufgrund des Behandlungsvorgangs dürfte verständlich sein, dass ein vollständiges Make-up über das Permanent Make-up nicht möglich ist. Es dient lediglich als Basis für die weitere Make-up-Gestaltung. So können beispielsweise Augenbrauen verdichtet oder verlängert sowie korrigiert werden. Der Wimpernkranz kann ebenfalls betont werden. Wahlweise als Lidstrich- oder Kajal-Ersatz kann das Permanent Make-up hier die schöne Augenform dezent unterstrichen werden. Im Bereich der Lippen können sowohl blasse Lippen in der Farbe gekräftigt als auch ungleichmäßige Lippenformen ausgeglichen werden. Wahlweise kann auch über eine Umrandung der Lippen die Lippenkontur gestärkt werden.

Neben dem Gesicht kann Permanent Make-up auch am Körper zur Verschönerung beitragen. Optische Verdichtungen bei Haarverlust (krankheits- oder hormonellbedingt) können über die Behandlung des Haarbodens das Haar wieder voller und kräftiger wirken lassen. Auch Verbrennungsnarben oder Pigmentstörungen können über das Permanent Make-up an die umliegende Hautfarbe angepasst werden.
Generell handelt es sich bei dem Permanent Make-up jedoch auch um eine Verletzung der Haut, gleichsam einer Tätowierung. Entsprechend sind auf Sorgfalt, Hygiene und Sicherheit sowohl von Seiten der erfahrenen Fachkraft für Permanent Make-up wie auch bei der Kundin bei der Nachbehandlung und Pflege zu achten.