Skip to main content

Personal Training – Individuelle Betreuung im Fitness-Studio

Der Fortschritt macht auch vor Fitness-Studios keinen Halt. Einst waren sie die Räume zum Stählen muskelbepackter Körper. Der Zutritt war zwar nicht durch geschriebene Regeln beschränkt, jedoch durch das Publikum. Meist waren es Männer, die sich Muskeln antrainierten, um Mitbewerber um die weibliche Gunst auszustechen, die Partnerin zu beeindrucken oder dem Schwarzenegger-Ideal körperlich nahe zu kommen. Studios, die in den 1980er Jahren anfingen Aerobic- oder Gymnastikkurse anzubieten waren schon eine Weiterentwicklung.

Die Entwicklung zum gesunden Krafttraining

Im Laufe der 1990er Jahre ersetzten immer mehr Computerarbeitsplätze solche Arbeitsplätze, bei denen körperlicher Einsatz verlangt wurde. Diese Büroarbeit, die fast ausschließlich im Sitzen erledigt wird, ist der Hauptgrund dafür, dass es immer mehr Patienten gibt, die unter Rückenschmerzen leiden. Beinahe jeder zweite Deutsche klagt in regelmäßigen Abständen über diese Beschwerden.

Im Gesundheitssektor mussten Maßnahmen ergriffen werden, um dieser Volkskrankheit entgegenzutreten. Vorreiter waren der deutsche Orthopäde Dr. Wolff und das aus der Schweiz stammende Kieser Training. Dr. Wolff und seine Kollegen gründeten die Dr. Wolff Rückenschule, die sich bis heute bewährt hat und in vielen Fitness-Studios zu Trainingsbeginn immer noch eingesetzt wird.

Das Kieser Training tritt zwar langsam immer mehr in den Hintergrund, da es als zu elitär gilt – dennoch hat Kieser, Erfinder des Programms, erreicht, dass sich der Bereich der Fitness verstärkt mit den medizinischen Sachverhalten auseinandersetzt. Ihm ist es zu verdanken, dass es heute die Regel ist, dass Patienten mit orthopädischen Erkrankungen – oder aber nach Unfällen – ein Rehabilitationstraining erhalten. Die medizinische Ausrichtung verschaffte den Patienten – und später den Fitness-Kunden – die Möglichkeit einer sicheren Trainingsausführung und individuellen Anpassungen.

Erweitertes Angebot im Fitness-Studio

Wieder waren es die Kunden, die den nächsten Entwicklungsschritt gegen Ende der 1990er Jahre einforderten. Sie wollten ihren Stress abbauen, entspannen sowie etwas Gutes für die Seele tun. Bäder und Hotels integrierten zunehmend den Wellness-Faktor in ihr Programm und stießen auf unglaubliche Resonanz. Sauna- und Entspannungstempel mit Massage- und Wohlfühlangeboten entstanden überall im Land. Die Fitness-Zentren zogen nach, um auch in ihrem Bereich mehr als Krafttraining anzubieten.

Fitness-Studio

Fitness-Studio @iStockphoto/kzenon

Moderne Entwicklungen durch Computer

Vor jedem Trainingsbeginn im Fitness-Studio musste früher jeder Kunde die Geräte für seine individuellen Bedürfnisse einstellen. Dies war zeitraubend und eher umständlich. Die Computertechnik hat mittlerweile allerdings nicht nur an der Theke des Studios Einzug gehalten, sondern ist bis zu den Trainingsgeräten vorgedrungen. Zunehmend werden diese durch Chips gesteuert, welche die notwendigen, personenbezogenen Daten der Kunden speichern. Der Trainierende aktiviert seine Daten auf dem Computer und das Gerät stellt die Sitzposition, Gewichtsanzahl oder Bewegungsausmaße automatisch ein. Die Sicherheit, die Übungen richtig auszuführen, ist hier enorm gestiegen, denn Bewegungsfehler können weitestgehend nicht mehr begangen werden. Besondere Vorzüge hat diese Kontrolle bei Neueinsteigern, die noch unerfahren mit den Geräten und ihren eigenen Trainings- und Bewegungsabläufen sind. Der Trainer stellt am Anfang die Gewichte und Bewegungsmaße zusammen mit dem Kunden ein, unterstützt daraufhin den Sportler durch Motivation und dient als Ansprechpartner.

MIHA Kraft-Ausdauer-Circle

In Deutschland und Österreich bekommen immer mehr Trainierende in INJOY-Studios Gelegenheit, die neue Geräteserie der deutschen Firma MIHA zu testen und zu benutzen. Auf dem MIHA Kraft-Ausdauer-Circle durchläuft der Kunde sechs Kraft- und zwei Ausdauerstationen, jeweils mit nur sehr kurzen Pausen zwischen den Wechseln. Eine Trainingsrunde ist nach bereits 17 Minuten beendet und zeigt dennoch die gleiche Wirkung wie andere, längere Trainingseinheiten. Rechnet man zwei Runden auf den Geräten plus die Zeit fürs Warming Up, hat man sein Fitnessprogramm in einer Dreiviertel Stunde absolviert und hat dazu noch den Vorteil, dass der Stoffwechsel viel stärker angeregt wird als mit dem herkömmlichen Ausdauertraining.

Das Geheimnis liegt in den Geräten mit eingebauter Retourbewegung, einer exzentrischen Bewegung jeder Kraftübung, die einen qualitativ höheren Muskelzuwachs erzeugt. Nachgewiesen wurde dieses Ergebnis in mehreren Studien an der Sportfakultät der Universität Bayreuth. Die eingesparte Zeit bei gleichem Ergebnis ist ein Grund für viele gestresste Berufstätige oder junge Mütter, die unter chronischem Zeitmangel leiden, diese Variante zu bevorzugen.

Visionäre und Sportwissenschaftler arbeiten gewiss schon an weiteren Verbesserungen und Veränderungen in der Fitness-Welt. Die Kunden dürfen gespannt sein, was sich die Fitness-Industrie in den kommenden Jahren einfallen lässt, um die Bedürfnisse ihrer Kunden zu befriedigen.

Top Artikel in Fitness