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Radfahren – Mit jedem Tritt zu mehr Fitness

Egal ob sportlich oder ganz gemütlich – wer sein Auto einmal stehen lässt und aufs Rad steigt, bringt seine Fitness schnell auf Touren. Während die Nachkriegsgeneration oft glücklich über einen einfachen Drahtesel war, bietet der Fachhandel heutzutage eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Rädern an: Rennrad, Mountainbike, Crossbike, Trekkingbike, Citybike, Cruiser, Tandem oder Liegerad. Biken boomt – und ist ein Sport für jedermann. Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands sind in Deutschland derzeit 66 Millionen Räder im Umlauf.

Positive Auswirkungen des Strampelns

Radfahren macht nicht nur Spaß – es fördert auch ganzheitlich Ihre Gesundheit:

1.) Kopf: Biken führt zu einem Abbau der Stresshormone Adrenalin und Cortisol. Einerseits wird die Sauerstoffversorgung im Gehirn verbessert, andererseits erlangt man mehr Selbstbewusstsein. Es fällt leichter abzuschalten und der Schlaf wird tiefer bzw. erholsamer.
2.) Herz: Der Ruhepuls sinkt bei Freizeitfahrern von ca. 60 bis 70 Schlägen pro Minute auf ca. 50 bis 60 Schläge. Das Herzminutenvolumen steigt von 16 Liter auf bis zu 40 Liter! Im Alter sinkt die maximale Herzfrequenz langsamer, und das Herzvolumen steigt von 800 auf bis zu 1200 Milliliter.
3.) Lunge: Die Lungenvitalkapazität steigt von 5,8 auf 6,2 Liter. Die Lungenvenen und
Arterien weiten sich – der Sauerstoff gelangt so leichter ins Blut. Die Atmung wird effektiver, das heißt man kann aus einer bestimmten Menge Luft mehr Sauerstoff aufnehmen. Die maximale Aufnahme steigt dabei von 3 auf bis zu 6 Liter pro Minute.
4.) Muskeln: Nicht nur die Durchblutung wird verbessert, es bilden sich auch neue Blutgefäße, wodurch sich die Sauerstoffversorgung der Muskulatur erhöht. Das Blut fließt genau dahin, wo es benötigt wird. Die Zahl der für die Energiegewinnung verantwortlichen Mitochondrien steigt, und die Muskelkoordination wird verfeinert.
5.) Knochen und Gelenke: Da das Körpergewicht auf dem Sattel ruht, ist die Gelenksbelastung sehr gering. So ist Radfahren selbst bei fortgeschrittener Arthrose meistens noch möglich. Die Gelenke werden besser mit Flüssigkeit versorgt und so geschmiert. Sehnen und Bänder werden durch die zyklische Bewegung auf schonende Weise gestärkt und elastischer.
6.) Immunsystem: Biken stärkt als Ausdauersportart die Immunabwehr, besonders wenn Sie mit niedriger Intensität unterwegs sind.
7.) Gewicht: In nur einer Stunde bleiben bei ca. 20 km/h etwa 500 Kalorien auf der Strecke. Bei einer Grundlagenausdauerbelastung steigt der Anteil der Fettverbrennung von 40 auf 60 Prozent. Es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung des Wachstumshormons HGH, welches den Fettstoffwechsel fördert. Da die Muskeln wachsen und zusätzlich Energie verbrauchen, steigt der Grundumsatz.

Radfahren

Radfahren @iStockphoto/P_Wei

Das richtige Bike für Sie

Schnell, leicht, filigran oder doch lieber robust und alltagstauglich? Für passionierte Fahrer ist das Rad mehr als nur ein Sportgerät – es wird mit den Jahren zu einer Art Lebensgefährte. Immer beliebter werden so genannte Crossbikes (ab 400 Euro), die Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit verbinden. Obwohl sie große, schmale Reifen, ein kürzerer Radstand und eine gemäßigte Übersetzung schnell bzw. spurtreu machen, bleiben sie trotzdem wendig und robust. Wenn Sie zu den Radprofis gehören, die Jahr ein Jahr aus tausende Asphaltkilometer abspulen, sind Sie mit dem klassischen Rennrad (ab 800 Euro) bestens gewappnet. Geländegänger, Gipfelstürmer und Downhill-Fans schwören weiterhin auf ihr Mountainbike (ab 500 Euro), da es sehr robust, wendig, und dadurch überall einsetzbar ist. Alle Reisefreaks, Tagestourenfahrer oder Einkäufer sind Sie mit dem Trekking- bzw. Citybike (ab 500 Euro) gut beraten. Dieses Rad zeichnet sich nicht nur durch hohen Komfort und Gepäcktauglichkeit aus, sondern besitzt auch eine Vollausstattung (Licht, Gepäcksträger und Schutzbleche).
Lassen Sie sich übrigens nicht mit Billigangeboten locken – eine seriöse Beratung und ein qualifiziertes Service bescheren Ihnen längerfristiges Vergnügen.

Na, schon überzeugt? Dann Rad aus dem Keller und nichts wie los! Sie rollen mit jedem Kilometer einer gesünderen Zukunft entgegen – und das Beste daran: Der CO2-Ausstoß beträgt null und ist dadurch ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz.

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