Skip to main content

Rauchfrei – der Gesundheit zuliebe

Es gibt viele Methoden, mit denen versucht wird, den alltäglichen Stress in den Griff zu bekommen und sich ein wenig Entspannung zu verschaffen. Einige entscheiden sich für den Sport, andere versuchen es mit unterschiedlichen Entspannungsübungen und wieder andere bevorzugen den Konsum von verschiedenen Genussmitteln. Für mehr als 16 Millionen Deutsche ist daher der tägliche Griff zur Zigarette selbstverständlich. Verspricht er doch, den Stress in Sekundenschnelle buchstäblich in Luft aufzulösen. Doch würden all die Genussraucher, die nur ein wenig Entspannung suchen, auch dann noch zur Zigarette greifen, wenn sie sich bewusst machen würden, welche Stoffe sich in dieser Zigarette verbergen? Nicht umsonst werden die Zigarettenpackungen mit Warnhinweisen versehen, die aufrütteln und an das Gesundheitsbewusstsein der Raucher appellieren sollen.

Beim Nikotin handelt es sich letztendlich um einen sehr giftigen Suchtauslöser, der bestimmte Bereiche des Gehirns beeinflusst und aus dem gelegentlichen Genussrauchen für viele Raucher längst ein Suchtrauchen hat werden lassen. Weitere Inhaltsstoffe der Zigarette sind unter anderem Teer, Kohlenmonoxid und verschiedene Reizgase. Diese Substanzen reizen nicht nur die Atemwege und führen zu Entzündungen, sie beeinträchtigen auch die Selbstreinigungsfunktion der Lunge und wirken Krebs auslösend. Mit diesem Wissen dürfte sich die entspannende Wirkung einer Zigarette eigentlich in Luft auflösen.

Ob aus dem gelegentlichen Rauchen bereits eine Sucht geworden ist, kann jeder mit einem einfachen Selbsttest feststellen. Treten Entzugserscheinungen auf, wenn die gewohnte Zigarette nicht griffbereit ist? Drehen sich die Gedanken nur noch um den Glimmstängel? Macht sich der Verzicht auf die Zigarette mit körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Gereiztheit bemerkbar? Dann ist aus dem einstigen Genuss bereits eine Nikotinsucht geworden.

Zigarette ade – Wie klappt’s am besten?

Zu Beginn steht der feste Entschluss, nicht mehr zu rauchen. Das ist jedoch noch der leichteste Schritt, denn die nachfolgenden Schritte sind ungleich schwerer. Nicht zuletzt deshalb, weil durch den Genuss des Nikotins die Bereiche des Gehirns angesprochen werden, die dem Raucher ein kurzzeitiges Glücks- und Entspannungsgefühl verschaffen. Manchem Raucher, der der Zigarette abschwören will, hilft es da nur, schwere Geschütze aufzufahren und sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, welche Nebenwirkungen die exzessive Qualmerei mit sich bringt. Das wären unter anderem: Durchblutungsstörungen, eine chronische Bronchitis, ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko und zu guter letzt der Lungenkrebs.

Wege aus der Sucht

Wege aus der Sucht @iStockphoto/Lasse Kristensen

Diese Schocktherapie reicht aber meist nicht aus, sondern bedarf unterstützender Maßnahmen. Sobald der Wunsch nach der Zigarette übermächtig wird, sollte im Geiste gegengesteuert werden. Alle Vorteile, die ein Verzicht auf die Zigarette mit sich bringt, können dazu in die Waagschale geworfen werden. Der gesundheitliche Aspekt, eine Steigerung der Lebensqualität und nicht zuletzt die finanzielle Entlastung. Hilfreich ist es auch, für Ablenkung zu sorgen. Besonders in den ersten Wochen werden sich die Gedanken ständig um die Zigarette drehen – vor allem in den Situationen, in denen der Griff zum Glimmstängel früher selbstverständlich war. In Stresssituationen, beim gemütlichen Beisammensein im Freundeskreis oder wenn die Kollegen wie üblich ihre Raucherpause zelebrieren wird das Durchhaltevermögen auf eine harte Probe gestellt. Hier hilft es, auf ein Kaugummi oder einen Bonbon auszuweichen oder auf ein paar fettarme Knabbereien zurückzugreifen. Wen der plötzliche Nikotinverzicht sehr quält kann versuchen, mit einem Nikotinersatzpräparat Abhilfe zu schaffen. Hier stehen verschiedene Produkte, vom Kaugummi bis hin zum Nikotinpflaster, zur Auswahl, mit denen die körperlichen Entzugserscheinungen vielleicht ein wenig gemildert werden können. Hilfreich hat sich bei vielen, die sich das Rauchen erfolgreich abgewöhnt haben, ein sportlicher Lebensstil gezeigt. Wer sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt und seinen Körper ein wenig fordert, schafft es viel eher, auf die Zigarette zu verzichten. Durch intensives Sporttraining werden nicht nur Endorphine ausgeschüttet, sondern auch das Durchhaltevermögen gestärkt – und genau das ist es, was ein Raucher, der nun zum Ex-Raucher werden möchte, so dringend benötigt.

Top Artikel in Gesundheit