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Rauchmelder können Leben retten

Bei Bränden in Ein- und Mehrfamilienhäusern kommen jährlich unzählige Menschen ums Leben. Dabei geht die eigentliche Gefahr nicht von den Flammen aus, sondern vielmehr vom Rauch. Dieser ist deshalb so tückisch, weil im Schlaf der Geruchssinn nicht richtig funktioniert und man diesen in den meisten Fällen zu spät bemerkt. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach zwei Minuten zum Tode führen. Dies liegt daran, dass Tapeten oder andere Gegenstände der Wohnungseinrichtung giftige Gase abgeben, die binnen Minuten zum Tod führen können.

Gesetzliche Lage

So ist es nicht verwunderlich, dass Rauchmelder mittlerweile bereits in sieben deutschen Bundesländern vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben sind. Verantwortlich für den Einbau von Rauchmeldern ist der Vermieter beziehungsweise Eigentümer eines Hauses. In anderen Ländern Europas und auch in den USA sind diese Rauchmelder schon lange Pflicht und konnten bereits etliche Unfälle verhindern.

Rauchmelder

Rauchmelder ©iStockphoto/gopixa

Worauf aber sollte man beim Kauf eines Brandmelders achten?

Lange Zeit war man der Ansicht, dass ein Rauchmelder in der Wohnung ausreichend ist. Dieser wurde meist im Flur angebracht. Heute ist es oft auch vorgeschrieben, zusätzlich je einen Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmer zu installieren. Die etwa handtellergroßen Rauchmelder gibt es von verschiedenen Firmen und in verschiedenen Preisklassen, wobei eff eff oder Merten Argus bekannte und recht preisintensive Modelle sind. Doch nicht zwangsläufig ist der teuerste Rauchmelder auch gleichzeitig der Beste. Wichtig ist es, dass dieser ein gültiges TÜV-Siegel sowie das VdS Prüfzeichen besitzt. Letztgenanntes gibt genauen Aufschluss über den Hersteller beziehungsweise da Herkunftsland des Rauchmelders. Ebenso sollte man beim Kauf eines Rauchmelders auf die Aufschrift „EN 14604“ achten, denn diese besagt, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Auf neueren Modellen findet man vor den Prüfzeichen ein großes „Q“. Dieses steht für besonders hochwertige Rauchmelder, in denen eine Batterie eingebaut ist, die mindestens zehn Jahre lang hält. Auch das Risiko von Fehlalarmen ist bei diesen Modellen deutlich eingeschränkt. Wer sich also ein besonders hochwertiges Modell mit einer langen Lebensdauer anschaffen möchte, sollte auf dieses große „Q“ achten. Kaufen kann man einen Rauchmelder sowohl im Baumarkt als auch bei Elektrofach- oder Brandschutzfirmen sowie bei diversen Sicherheitsunternehmen.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Die meisten Rauchmelder geben bei Gefahr akustische Signale, bei einigen anderen Modellen kommt zusätzlich ein optisches Signal hinzu. Diese Unterschiede in der Arbeitsweise machen sich natürlich auch im Preis des Rauchmelders bemerkbar. Günstige Modelle bekommt man mittlerweile schon für fünf Euro. Diese arbeiten mit dem sogenannten LED-Licht; der lichtempfindliche Sensor dieser Rauchmelder reagiert sofort auf Verunreinigungen in der Luft. Andere Geräte wiederum arbeiten mit Laser; bereits kleinste Mengen Rauch können mit diesem leicht erkannt werden. Eine dritte Form der Rauchmelder sind die Ionisationsrauchmelder, die allerdings aufgrund der von ihr ausgehenden radioaktiven Strahlung kaum noch eingesetzt werden.

Installation und Batterien

Installieren sollte man einen Rauchmelder stets etwa in der Mitte des Zimmers an der Raumdecke, denn der Rauch steigt ja bekanntlich nach oben. Meist liegen der Packung bereits Schrauben oder Dübel bei, so dass man den Rauchmelder recht einfach anbringen kann. Beachten sollte man, dass dieser nicht mit Farbe überstrichen werden darf, denn dadurch wäre der Rauchmelder in seiner Wirkweise eingeschränkt. Beinahe alle Rauchmelder funktionieren mit Batterien, den sogenannten 9-Volt Blöcken. Diese halten in der Regel ein bis zwei Jahre. Wenn die Batterie fast leer ist, erkennt man dies an einem unablässigen Piepton des Rauchmelders. Bei hochwertigen Geräten hat man auf die Batterie sogar eine Garantie von zehn Jahren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien haben Lithiumbatterien eine deutlich längere Laufzeit.

Auch wenn man sich für einen hochwertigen Rauchmelder entscheidet, sollte man die Wartung des Melders nicht versäumen. Diese kann man von einer fachkundigen Firma ausführen lassen, mit etwas Geschick kann man diese aber auch gut selber durchführen.

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