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Risiken und Komplikationen bei Zahnimplantaten

Ob eine Zahnimplantation erfolgreich verläuft und dem Patienten die erwartete Lebensqualität zurückgibt oder zu einem Misserfolg wird, hängt mit sehr vielen Faktoren zusammen. Fakt ist aber: Zahnimplantate werden operativ eingesetzt. Risiken von vornherein ausschließen kann daher niemand. Auf der einen Seite spielt immer der individuelle Gesundheitszustand der Betroffenen eine Rolle. Gerade schwere Schäden im Kieferbereich, die mit einer Degeneration des Knochenmaterials einhergehen, können eine Ursache für Komplikationen sein.

Grundsätzlich wird im Zusammenhang mit Komplikationen bei einem Zahnersatz-Eingriff zwischen intra- und postoperativen Komplikationen unterschieden. Letztere treten nach dem eigentlichen Eingriff auf. Neben Störungen der Wundheilung und postoperativen Blutungen sind Infektionen in diesem Zusammenhang besonders gefürchtet.

Da für die Implantatsetzung im Gewebe der Mundhöhle gearbeitet werden muss, die von Haus aus Mikroorganismen enthält, ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen. Entzündungen, die auf eine Wundinfektion zurückgehen, können zum Verlust des Implantats führen. Gleiches gilt übrigens auch für Wundheilungsstörungen. Ebenfalls zum Misserfolg der Implantierung beitragen kann eine zu frühe Belastung des Implantats. Dessen mechanische Beanspruchung ist daher weitgehend zu vermeiden.
Bei den intraoperativen Komplikationen sind besonders unbeabsichtigte Nerv-, Zahn- und Gewebeverletzungen als schwerwiegende Komplikation hervorzuheben. Alle drei können unter ungünstigen Umständen dazu führen, dass der Eingriff abgebrochen werden muss – ja sogar die Implantatsetzung zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr möglich ist.

Risiken und Komplikationen bei Zahnimplantaten

Risiken und Komplikationen bei Zahnimplantaten @iStockphoto/Larysa Dodz

Eine Zahnimplantation ist also alles andere als ein Eingriff, der „mal eben nebenbei“ erfolgen kann. Um die Risiken möglichst gering zu halten und den Erfolg wahrscheinlich zu machen, ist eine ausführliche Beratungs- und Untersuchungsarbeit unerlässlich. So lassen sich Prädispositionen für bestimmte Einflussfaktoren auf die OP bereits im Vorfeld abklären und ggfs. ausschließen.

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