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Rosenpflege – Was alle Rosen lieben

Vergleicht man die Königin der Blumen mit anderen Pflanzen, so fällt schnell ihre anspruchsvolle Pflege auf, die – abgesehen von einigen wilden Varietäten – für alle Rosenarten spezifische Fachkenntnisse erfordert. Grundlegend gibt es jedoch einige Aspekte, die es auch dem Laien ermöglichen, die anspruchsvolle Schönheit in seinem Garten zu beherbergen.

Der Arbeitskreis der Allgemeinen Deutschen Rosensichtung (ADR) ist ein großer Helfer vieler Gärtner: Alljährlich befasst er sich mit den verschiedensten Rosenarten und ihren Ansprüchen. Die Prüfung des Arbeitskreises erfolgt im Hinblick auf den Pflegeaufwand, die Widerstandsfähigkeit und die Blühfreudigkeit der jeweiligen Art und wird mittels eines ADR-Siegel zertifiziert.

Kräftige Triebe und gesunde Wurzeln sollten die Voraussetzung für die Entscheidung beim Rosenkauf darstellen. Ein Siegel wie das des ADR kann darüber hinaus hilfreich sein, um starke, gesunde Pflanzen ausfindig zu machen. Für den Standort sollte der Rosenliebhaber auf luftige, sonnenreiche Bereiche achten, an denen ein nährstoffreicher Boden mit Sandanteilen zu finden ist. Ist die Bodenbeschaffenheit nicht gegeben, so kann Sandboden mit Humus angereichert, Tonboden mit Kompost und Sand zum richtigen Bodengemisch führen.

Pflanzen, Gießen, Pflanzenpflege

Damit die Rosen gut angehen, sollte man sie ohne Ballen und bevorzugt im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr setzen. Container-Rosen sind von einer festen Pflanzzeit unabhängig. Bevor die Rose in die Erde gesetzt wird, sollte sie einige Stunden gewässert werden, Veredelungsstellen nach dem Pflanzen rund 5 cm unter der Erdoberfläche liegen. Natürlich darf dabei auch das Angießen und Anhäufeln nicht vergessen werden. Die Triebe sollten am Ende nur wenige Zentimeter auf der Erde hervorschauen. Ab Mitte April ist ein Glattziehen der Erde erforderlich. In der ersten Zeit nach der Platzierung sollten die Rosen wöchentlich gewässert werden. Später werden die Pflanzen nur in länger andauernden Trockenperioden gegossen, wobei Blätter und Blüten möglichst vom Wasser unberührt bleiben sollten, da sie sonst im Sonnenlicht schnell verbrennen. Dünger benötigen die Rosen im ersten Jahr keine, erst ab dem Folgejahr kann mit organischem Volldünger oder speziellen Rosendüngepräparaten ein wenig zusätzlich versorgt werden. Ab Juli sollte kein Stickstoff mehr zum Einsatz kommen, da sonst die Triebe nicht ausreifen können.

Rosenpflege

Rosenpflege @iStockphoto/Bochkarev Photography

Sobald im Sommer die ersten Blüten aufgehen geht die Pflege weiter: Nicht nur welke Blüten, sondern die ganzen Dolde bis einschließlich des nächsten grünen Blattes sollten abgeschnitten werden, um die Kraft der Pflanze vollständig in neue Blüten zu setzen. Im Herbst werden die Triebe um rund ein Drittel gekürzt, der Boden mit Kompost, abgelagertem Stallmist oder Mulch in Verbindung mit Tannenreisig als Winterschutz abgedeckt werden. Der eigentliche Rückschnitt erfolgt jedoch erst im zeitigen Frühjahr. Dann werden die älteren, dicht stehenden Triebe entfernt sowie Seitentriebe auf drei bis vier Augen gekürzt. Unter „Augen“ versteht man in der Rosenpflege die Knospen über dem Boden.

Pflanzenschutz und Plagegeister

Bei Rosen gilt mehr noch als bei anderen Gartenpflanzen: Lieber vorbeugen denn heilen. Über die sogenannte „gute Nachbarschaft“ (Pflanzen, die einander unterstützen und schützen) bringen Rosen besonders schönen Wuchs hervor, wenn sie mit Lavendel, Ringelblumen oder Tagetes kombiniert werden. Alle drei unterstützen bei der Abwehr von tierischen Schädlingen. Sollte es doch zu einem Befall kommen, helfen Schmierseifenwasser oder Brennnesselbrühen bei der Bekämpfung. Neue Varianten sind so genannte Rosenpflaster, die an den Haupttrieben befestigt insbesondere Blattläuse fernhalten.

Auch Pilzkrankheiten befallen Rosen mit Vorliebe. Trockenes und heißes Wetter begünstigt Pilze wie den Echten Mehltau oder Rosenrost. Nasses Wetter hingegen kann zu einem Befall mit Sternrußtau führen. Ein Befall mit diesen Pilzen sollte immer mit der Entfernung der betroffenen Blätter einhergehen, die in jedem Fall im Hausmüll, keinesfalls auf dem Kompost entsorgt werden sollten. Erst wenn die ganze Pflanze befallen sein sollte ist es ratsam, auf die chemische Keule der Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen.

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