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Schimmelpilz – ein ungebetener Hausgast

Sie entwickeln sich oftmals im Verborgenen: Schimmelpilze! Meist weisen ein modriger, muffiger Geruch und/oder erste dunkle Flecken an Wänden, Decken oder Mobiliar auf dieses Problem hin. In immer mehr Haushalten fühlen sich die gefürchteten Schimmelpilzsporen heimisch und vielerorts wird es dem Schimmel auch noch leicht gemacht, da er ideale Lebensbedingungen vorfindet. Dabei können Sie selbst eine Menge dazu beitragen, dieses Problem zu minimieren bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen.
Schimmel – ein echtes Risiko für die Gesundheit

Schimmelpilzsporen benötigen Feuchtigkeit und geeignetes Material zur Vermehrung. Vor allem auf Mauerwerk, Gips, Holz, Tapeten, Dämm- und Spannplatten wachsen einige Sorten Schimmelpilze recht gut. Dabei befällt der Pilz mit Vorliebe Ecken, Keller, Küchen, Schlaf- und Sanitärräume. Die bekannten Stockflecke sind ein sichtbares Erscheinungsbild. Die Folge: In den Innenräumen entstehen ein ungesundes Raumklima und ein unangenehmer Geruch. Schimmelporen können enorm widerstandsfähig sein und massive Gesundheitsschäden verursachen. Ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung kämpft gegen Allergien und Asthma – aufgrund des Kontaktes mit Schimmelpilz.

Schimmelpilz

Schimmelpilz @iStockphoto/dirkr

Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur

Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur: Durch diese drei Faktoren wird das Wachstum des Schimmelpilzes in Innenräumen bestimmt! Allerdings ist ein Wachsen des Schimmels auf bestimmten Materialien nur dann gegeben, wenn eine bestimmte Mindestfeuchte vorhanden ist. Das bedeutet nicht, dass diese Materialien sichtbar nass sein müssen, es genügt eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 80 Prozent an der Oberfläche des Materials. Besonders Tauwasserbildung auf oder in Materialien zeugt von besonders guten Wachstumsbedingungen. Vorbeugen ist besser als heilen

Was kann also getan werden, um dieses Problem möglichst gar nicht entstehen zu lassen?

– Lüften Sie richtig! Das bedeutet: Öffnen Sie die Fenster in Ihrem Heim kurzzeitig (für ca. 5 Minuten) ganz (Stoßlüften). Eine Kippstellung alleine ist wirkungslos und verschwendet bloß Heizungsenergie.
– Führen Sie morgens in der Wohnung einen kompletten Luftwechsel durch – und zwar am besten mit einem kompletten Durchzug. Je kälter es allerdings draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden!
– Einmal täglich lüften ist zu wenig! Lüften Sie die Zimmer auch vormittags und nachmittags nochmals.
– Verfügen Sie über ein innen liegendes Badezimmer ohne Fenster? Lüften Sie diesen Raum auf dem kürzesten Weg (durch ein anderes Zimmer). Halten Sie die anderen Zimmertüren dabei geschlossen. Vor allem nach dem Baden oder Duschen sollte der Wasserdampf keine Möglichkeit finden, sich gleichmäßig in der Wohnung zu verteilen.
– Rücken Sie große Schränke nicht zu dicht an kritische Wände. Zwei bis vier Zentimeter Abstand sollten eingehalten werden.
– Neue Isolierglasfenster dichten besonders gut ab, daher ist häufigeres Lüften angesagt. Hier sparen Sie aber – im Vergleich zu alten Fenstern – Heizenergie.
– Trocknen Sie Ihre Wäsche in der Wohnung, da ein geeigneter Trockenraum fehlt? Lüften Sie dieses Fenster öfter, halten dabei aber die Zimmertüre geschlossen.
– Lüften Sie nicht von einem Zimmer ins andere sondern immer nach draußen.

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