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Was kann man gegen Krampfadern machen?

Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern auch für die Gesundheit gefährlich. Um gesundheitsgefährdende Risiken- von schmerzhaften Venenentzündungen bis hin zur lebensbedrohenden Embolie – zu entkommen, ist eine prompte Behandlung notwendig. In der heutigen Medizin werden bereits einige Methoden angeboten, die durch sanfte und schonende Verfahren ein befriedigendes Resultat liefern.

Warum bekommt man Krampfadern?

Überwiegend steckt eine vererbte Schwäche des Bindegewebes hinter der Bildung von Krampfadern. Vornehmlich sind Frauen davon betroffen, auch gelegentlich infolge einer Schwangerschaft oder aufgrund hormoneller Einflüsse. Eine weitere Rolle können das Alter, Übergewicht, eine stehende Tätigkeit, Bewegungsmangel, schlechte Ernährung, Nikotin oder Alkohol spielen. Krampfadern oder auch Varizen, Varikosis oder Varikose genannt, entstehen aufgrund der Erweiterung des oberflächlichen Venensystems: Eine Erkrankung, die Menschen wahrscheinlich dem „aufrechten“ Gang zu verdanken haben, welcher das Venensystem belastet. Es kommt zu einer Ausdehnung und in weitere Folge können die Venenklappen nicht mehr schließen.

Welche Gefahren gibt es bei Krampfadern?

Trotz oft unangenehmer Symptome wie schweren und geschwollenen Beinen sowie Jucken oder Kribbeln in den Schenkeln, suchen zu wenige Personen den Arzt auf. Unbehandelt können Krampfadern jedoch zu enormen gesundheitlichen Problemen führen. Infolge solcher Venenerkrankungen kann der Blutfluss in den Venen verlangsamt werden und so kommt es zu Wasseranstauungen im umliegenden Gewebe. Dadurch werden die Venen-wände beschädigt und dies kann zu Entzündungen führen. Außerordentlich gefährlich sind Beingeschwüre und Thrombosen. Wenn sich das Blutgerinnsel löst und zu wandern beginnt, kann dies zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen.

Der Weg zu krampfadernfreien Füßen

Krampfadern sind in der Regel eindeutig und meist durch Blickdiagnose zu erkennen. Zum Behandeln der Varizen bieten sich Methoden von der konservativen Therapie bis hin zur Operation an. Bei der konservativen Therapie wird vorwiegend mittels Kompressions-strümpfen oder Beinwickeln, um die Krampfadern einzuengen, gearbeitet. Dabei ist zusätzlich körperliche Aktivität wichtig. Je nach Größe oder Stelle der Krampfader ist ein operativer Eingriff vonnöten. Auch hier gibt es die Auswahlmöglichkeit zwischen der Narkose und der örtlichen Betäubung. Eventuell auftretende Schmerzen verschwinden nach einiger Zeit. Bei der Operation können jedoch auch umliegende Strukturen verletzt werden und es kann zu Komplikationen kommen. Es besteht die Gefahr einer stärkeren Blutung oder weiters das Risiko von Nachblutungen. Auch Hämatome („blaue Flecken“) vermögen eine Folge zu sein. Wie bei jedem Eingriff können Infektionen, Wundheilungs-störungen und Narbenbildungen nicht ausgeschlossen werden.

Krampfadern

Krampfadern @iStockphoto/Bartosz Pu?torak

Tipps gegen Krampfadern

Durch das vermehrte Tragen von hohen Absätzen wird die Muskelpumpe gehemmt und der Blutstau nimmt zu. Am gesündesten ist es, barfuss zu laufen – nur leider ist dies nicht immer und überall möglich. Abhilfe kann auch durch Anlegen von Kompressionsstrümpfen direkt nach dem Aufstehen geschaffen werden, da in der Früh die Beine noch nicht ge-schwollen sind. Weiters dichten pflanzliche Venenmittel die Venenwände und verhindern so einen Austritt von Flüssigkeit in das Gewebe und es werden dadurch die so genannten „dicken Füße“ vermindert.

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