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Schnelllesen – so steigern Sie Ihre Lesegeschwindigkeit

Jeder muss in unserer heutigen schnelllebigen Zeit in der Lage sein, sich schnell und problemlos neues Wissen zugänglich zu machen. Die wesentlichen Bestandteile der Informationsflut, der wir tagtäglich ausgesetzt sind, müssen selektiert und verarbeitet werden. Aber wie nur? Manch einer droht von der Informationslawine, die uns sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben überrollt, erstickt zu werden. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen versuchen, ihre Auffassungsgabe zu verbessern. Eine Methode, von der man in diesem Zusammenhang immer wieder hört, ist das Schnelllesen. Ziel hierbei ist es, die Geschwindigkeit des Lesens rapide zu steigern, ohne dabei Abstriche in puncto Verständnis machen zu müssen.

Will man diese Methode erlernen, muss man zunächst in einem ersten Schritt verstehen, was bei Lesen überhaupt passiert. Wir lesen Wörter nämlich nicht Buchstabe für Buchstabe – vielmehr erkennen wir sie auf den ersten Blick wieder und müssen uns nicht erst mühsam daran machen, sie tatsächlich zu entziffern. Nicht nur auf einzelne Worte trifft diese Beobachtung zu, beim normalen Lesen überspringen wir sogar ganze Wörter, da sie beim lesen einfach mitkonstruiert werden durch den Sinnzusammenhang eines Satzes. Aus diesem Grund fällt es uns auch einfacher, gut strukturierte Texte, die zugleich noch aus wenig komplexen Sätzen bestehen, zu lesen. Wissenschaftliche Texte, deren Inhalt uns weitestgehend fremd ist sowie verschachtelte Sätze erschweren uns das Lesen ungemein: Wir müssen auf jedes Wort und manchmal auch auf jeden Buchstabe Acht geben, sodass wir länger für das Lesen solcher Texte brauchen. Normalerweise schafft ein Erwachsener ca. 250 Wörter pro Minute zu lesen, wenn es sich nicht um einen besonders komplizierten Text handelt.

Aber wie kann man nun diese Anzahl steigern? Ganz wichtig ist hier – wie bei so vielen Dingen im Leben – üben, üben und nochmals üben. Nur wer generell viel liest, ist in der Lage seinen Wortschatz umfassend auszubauen. Ein großer Wortschatz wiederum hilft uns beim Lesen, Wörter schnell zu erkennen – und das spart Zeit. Nicht die Folge der Buchstaben an sich ist mehr interessant, sondern das im Kopf gespeicherte Bild des Wortes, mit dem eine Bedeutung verknüpft ist.

Schnelllesen

Schnelllesen @iStockphoto/silverjohn

Bei Schnelllese-Übungsstunden sollte an zudem Wert darauf legen, nicht jedes unbedeutende Wort zu berücksichtigen, sondern sich den Sinn des Satzes durch schnelles Überblicken zu Erschließen. Dieses benötigt natürlich wiederum Training. Hilfreich bei einem solchen, ist es auch die richtigen Rahmenbedingungen für die notwendige Konzentration zu schaffen: Sorgen sie für genügend Licht und setzten Sie sich aufrecht an einen Tisch, wenn Sie Ihre Fähigkeit zum Schnelllesen ausbauen möchten. Ihre Fähigkeit zum sequentiellen Lesen, bei dem sich schnell der Sinn eines ganzen Textes erschließen lässt, wird sich mit der Zeit immer mehr erweitern. Natürlich wird eine solche Steigerung der Lesegeschwindigkeit aber auch durch natürliche Gegebenheiten beschränkt: Irgendwann ist ein Geschwindigkeitszuwachs nur noch möglich, wenn dieser sogleich zu Lasten des Verständnisses geht – und das ist kaum der Sinn der Übung.

Ebenfalls einen ganz bedeutenden Einfluss darauf, welche Geschwindigkeit wir beim Lesen erreichen können, hat die Formatierung des Textes. Falls Sie selbst die Wahl haben, wie ein Text daherkommt, zum Beispiel, weil Sie computergeschriebene Ausdrucke durcharbeiten müssen, sollten Sie eine Schriftgröße zwischen 10 und 14 pt, eine Serifenschrift und einen ausreichend großen Zeilenabstand wählen. Diese Rahmenbedingungen haben einen Einfluss darauf, wie einfach Ihnen das Lesen fallen wird.

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