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Schwerhörigkeit – Wenn die Welt verstummt

Wie wichtig ein intaktes Gehör ist, wird einem meist erst dann bewusst, wenn diese wichtige Sinneswahrnehmung plötzlich gestört ist. Eine kurzfristige Einschränkung des Hörvermögens, der ganz alltägliche und banale Ursachen zugrunde liegen, hat wohl fast jeder schon einmal erlebt. Diese vorübergehende Schwerhörigkeit kann einen im Flugzeug oder im Fahrstuhl heimsuchen, wenn der Druckausgleich gestört ist. Auch nach einem lauten Musikkonzert oder im Zuge einer Erkältung ist das Gehör beeinträchtigt. Dieses kurzfristige Nachlassen des Hörvermögens bietet jedoch nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was einen erwartet, wenn man tatsächlich unter einer akuten oder chronischen Schwerhörigkeit leidet. In diesem Fall gibt es keine Garantie dafür, dass das Hörvermögen jemals wieder in den ursprünglichen Zustand zurückkehren wird.

Bei der Schwerhörigkeit wird zwischen einer Schallleitungsschwerhörigkeit und einer Schallempfindungsschwerhörigkeit unterschieden. Gleichwohl muss differenziert werden, ob es sich um eine chronische oder akut auftretende Form der Schwerhörigkeit handelt. Mögliche Ursachen für eine Schwerhörigkeit gibt es einige, angefangen von einer mechanisch hervorgerufenen Verletzung des Trommelfells oder der Gehörknöchelchen bis hin zu einer Schädigung, die durch dauerhafte Lärmeinwirkung auf das Gehör ausgelöst wurde. Auch können Infektionen oder, in seltenen Fällen, ein Tumor hinter der plötzlichen Schwerhörigkeit stecken. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch immer wahrscheinlicher, dass es sich um die altersbedingte Schwerhörigkeit handelt. Grund hierfür ist der unaufhaltsame Verschleiß der feinen Haarzellen, die im Innenohr angesiedelt sind.

Schwerhörigkeit

Schwerhörigkeit @iStockphoto/KATARZYNA ZWOLSKA

Das Gehör lässt nach – was nun?

Wer unter einem nachlassenden Hörvermögen leidet, ist nicht selten der Letzte, der das mitbekommt. Es wird plötzlich immer schwerer, den Gesprächen akustisch zu folgen, dafür teilt einem der Gesprächspartner immer öfter mit: „Sag mal, hörst du schwer?“. Auch der Fernseher und das Radio müssen plötzlich immer lauter gestellt werden, um dem Geschehen folgen zu können. Oft dauert es eine Weile, ehe man sich eingesteht, dass das Gehör tatsächlich nicht mehr so gut ist wie einst.

Anders sieht es aus, wenn sich die Schwerhörigkeit nicht langsam anschleicht, sondern akut auftritt – möglicherweise sogar noch mit Schmerzen einhergeht. Um welche Form der Schwerhörigkeit es sich auch immer handelt: Sie bedarf umgehend fachärztlicher Abklärung, um einer weiteren Verschlechterung vorzubeugen.

Es stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Auswahl, mit denen genau festgestellt werden kann, wie es um das noch verbleibende Hörvermögen bestellt ist. Abhängig vom Schweregrad des Hörverlustes und den Heilungsprognosen wird der Arzt eine entsprechende Therapie vorschlagen. Das bedeuten möglicherweise, dass er dem Patienten das Tragen eines Hörgerätes empfiehlt, was vielen erst einmal unvorstellbar erscheint. Die Technik ist in diesem Bereich allerdings sehr weit vorangeschritten und die Hörgeräte erinnern nur noch entfernt an jene klobigen Apparaturen, die früher zum Einsatz kamen. Klein und unscheinbar fallen die Hörgeräte kaum noch auf, tragen allerdings erheblich zu einer Steigerung des Hörvermögens und somit zu einem völlig neuen Lebensgefühl bei.

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