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Smoking, Cut und Stresemann: Was man(n) trägt

Wenngleich auf den ersten Blick die Wahl der Kleidung für den Bräutigam einfacher erscheint, so täuscht dieser Eindruck schnell. Ein Anzug soll es zumeist sein – sicherlich, doch welcher Anzug ist der richtige für eine Hochzeit? Ein Stresemann, ein Cut, ein Frack oder doch lieber ein Smoking? Und warum sollte man nicht auch ein Dinnerjacket wählen? Gerade wenn man(n) nicht täglich Anzug trägt, sind die Regeln des richtigen Anzugs oft gar nicht so leicht.

Die klassischste Variante bei der Wahl des richtigen Anzugs ist und bleibt der Smoking. Eigentlich ein typischer Abendanzug für den Herrn ist er besonderen Gelegenheiten vorbehalten, zu denen die eigene Hochzeit ganz sicher gehört. Zum Smoking wird generell eine Fliege getragen, die Smokinghose hingegen besticht durch den fehlenden Aufschlag sowie die so genannten Gallons, elegante Seidenborten, welche die Außennähte verdecken.

Eine individuellere Alternative bietet der elegante Stresemann, der klassisch gesehen eher ein Anzug für den Vormittag ist und der Etikette gemäß normalerweise ab dem Mittag gegen einen anderen Anzug getauscht werden würde, beispielsweise gegen ein Dinnerjacket. Aber wohl kaum ein Gast würde es dem Bräutigam verübeln, diese edle Variante über den ganzen Hochzeitstag zu tragen. Ebenfalls sehr elegant ist der Cut, der durch seine besondere Form besticht und ebenfalls eigentlich ab dem Mittag gegen eine andere Anzugvariante ausgetauscht wird. Vor allem der Cut ist bei Hochzeiten sehr beliebt, steht jedoch nur eher schlanken Herren.

Die nobelste aller Bräutigamskleidungen dürfte jedoch der Frack darstellen. Seine auffallende Form mit den bis in die Kniekehlen reichenden „Schwalbenschwänzen“ macht ihn besonders in der gehobenen Gesellschaft zu einem geeigneten Anzug für den Bräutigam. Er wird in der Regel am Vormittag zur Trauung getragen, über Tag gegen einen Smoking (wahlweise auch einen Cut) ausgetauscht und kommt am Abend wieder zum Einsatz.

Smoking

Smoking ©iStockphoto/Nancy Louie

Sorgsam gewählt hat der Bräutigam im Gegensatz zur Braut durchaus die Möglichkeit, den Anzug der Hochzeit noch einmal zu tragen, wenn ein entsprechender Anlass dies erlaubt.