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SMS-Dating – Flirten übers Handy

Singles, eine Spezies, deren Population heutzutage sprunghaft anzuwachsen scheint, sind in vielen Fällen mit ihrer Situation eher unzufrieden. Oft wünschen sie sich eine Partnerschaft und hoffen auf das Liebesglück mit ihrer Traumfrau oder ihrem Traummann. Und die bzw. der ist häufig nur einen Klick entfernt. Zumindest vermitteln das Portale für Singles und Seiten für Flirtwillige, die durch eine Datenbank mit mehreren tausend Nutzern ein garantiertes Kennenlernen versprechen.

Und damit nicht genug können Singles mit ihren Wunschpartnern auch gleich via SMS-Dating in Verbindung treten. Schöne moderne Welt, wenn da nicht die Schattenseiten wären. Denn bei der Nutzung solcher Dienste kann der blinde Glaube an die Versprechen schnell zum Reinfall werden, weshalb man bei der Nutzung solcher Angebote die gesunde Skepsis trotz rosaroter Brille behalten sollte.

Lohnt sich das SMS-Dating?

Das Internet erreicht die Nutzer einer Flirt- oder Singlebörse direkt und ohne Umwege. Einzige Voraussetzung ist das regelmäßige Aufrufen der Singlebörse, um sich über neue Nachrichten zu informieren. Und ist der oder die angebetete Person über einen längeren Zeitraum nicht online, können auch keine Nachrichten mehr ausgetauscht werden. Schade, aber da muss die Liebe leider noch warten. Wer sich mit dieser frustrierenden Situation aber nicht abfinden will, kann das SMS-Dating nutzen. Hierbei wird mit einer klassischen SMS der Kontakt zum Gegenüber hergestellt. Allerdings kommunizieren flirtende Singles hier nicht direkt miteinander, sondern schicken sich ihre Nachrichten über die Singlebörse. Dazu wird während der Anmeldung die Handynummer hinterlegt. Sobald eine Anzeige den Geschmack eines Singles getroffen hat, kann dieser eine Nachricht an seinen Schwarm schicken und auf diese Weise einfach und problemlos flirten. Dass die SMS zuerst beim Betreiber der Seite landet und erst von hier aus an den entsprechenden Nutzer weitergeleitet wird, bleibt den Beteiligten beim SMS-Dating verborgen. Und dieser Service ist natürlich nicht kostenlos. Trotz einer gewissen Anzahl freier SMS kommen aktive Singles nicht um den Einkauf von Guthabenpakete herum. Wer viele flirtet, muss am Ende also auch über ein entsprechendes Guthaben verfügen. Damit ist aber noch lange keine Garantie dafür gegeben, dass die Kontaktaufnahme von Erfolg gekrönt ist.

SMS-Dating

SMS-Dating @iStockphoto/vofpalabra

SMS-Dating als Abzocke

Natürlich zieht die Konzentration flirtwilliger Singles auch schwarze Schafe an, denen nicht an einer echten Partnervermittlung gelegen ist. Deren Bemühen zielt eher auf das Portemonnaie vieler Singles. Deshalb ist ein Kontakt auf diesen Flirtseiten nur über SMS-Dating möglich. An sich ja kein Problem, schließlich greifen ja alle anderen Partnerbörsen zu ähnlichen Modellen. Der große Schock kommt aber am Monatsende mit der Telefonrechnung. Denn Abzocker stellen für ihre Dienstleistung nicht nur einige Cent, sondern mehrere Euro pro SMS in Rechnung. Wenn Jugendliche in diese SMS-Falle tappen, kann dass richtig teuer werden. Um sich vor unseriösen Anbietern zu schützen, lohnt oft bereits ein Blick auf die Anzeigen der vermeintlichen Singles selbst. Häufig lächeln von den Fotos Frauen, die eher an einen Modellkatalog erinnern, als an Schnappschüsse aus dem Alltag. Und wo kommen dann die Antworten auf gesendete SMS her? Dafür bezahlen die Betreiber solcher Seiten Studenten oder Hausfrauen, die sich ein kleines Zubrot mit jeder Kurznachricht verdienen. Ein weiterer Hinweis versteckt sich im Kleingedruckten dieser sogenannten Singlebörsen. Hier tauchen zwischen Klauseln zur Nutzung und den Obliegenheiten auch die Preise für eine kostenpflichtige Nutzung des SMS-Datings auf, bei denen man oft nur den Kopf schütteln kann. Von den Offerten dieser Seiten sollte man in jedem Fall die Finger lassen, da SMS-Dating hier ein Fass ohne Boden ist.

Wann ist Schluss mit SMS-Dating?

Der erste Kontakt via SMS-Dating – schnell, unkompliziert und einfach. Genau auf die Weise könnte man diese Variante des Flirtens bezeichnen. Das war es dann aber auch schon, denn wer wirklich mehr will, muss auf die guten alten Mittel der zwischenmenschlichen Kommunikation setzen. Und da bleiben nur E-Mail, der gute alte Brief oder ein persönliches Treffen. Und um das zu verabreden, kann man später immer noch zum Mobiltelefon greifen.

Fazit: Das SMS-Dating hat zwar gerade in der Zielgruppe zwischen 15 und 25 die Kontaktaufnahme wesentlich erleichtert, wer aber nur auf diese Form der Kommunikation setzt, wird noch lange von seiner Traumfrau träumen müssen. Schließlich ist der Kontakt über 160 Zeichen nur sehr oberflächlich und wer kuschelt schon gern mit seinem Handy. Viel lieber sind uns doch da Partner aus Fleisch und Blut, an die kann man sich schließlich zu einem romantischen Sonnenuntergang anlehnen.

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