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So gesund kann Wein sein

Aber nicht nur Frankreich und Italien sind Weinländer, auch Deutschland weist eine lange Tradition des Weinanbaus auf. Zwar läuft Bier hierzulande dem Wein den ersten Rang ab, dennoch sind gerade unter Weinkennern klassische deutsche Weine sehr beliebt. Regionen, die für ihre Weine bekannt sind, sind unter anderem Franken, Baden, das Mittelrheingebiet, die Pfalz, das Moselgebiet, der Rheingau und das Ahrgebiet. Die Deutschen trinken sogar mehr Wein als im eigenen Land produziert werden kann, weshalb Deutschland immer wieder die Liste der Spitzenimporteure von Wein anführt.

Auf die Dosis kommt es an

Wein schmeckt nicht nur gut und rundet einen geselligen Abend perfekt ab, er ist überdies auch ein Getränk, das durchaus gesund ist – wenn man einige Grundregeln kennt, die es dabei zu beachten gilt. Wichtig ist hierbei, dass man Wein nur in Maßen, dafür aber regelmäßig zu sich nimmt. Nicht nur die Inhaltstoffe des Weins entscheiden also über die gesundheitsfördernde Wirkung, sondern auch unser Umgang mit dem traditionsreichen Getränk. Wer regelmäßig zuviel Wein trinkt, macht die gesundheitsfördernde Wirkung zunichte, das gilt sowohl für eine dauerhafte Überdosierung als auch für einzelne Alkoholexzesse.

Aber was sind das überhaupt für Inhaltsstoffe, die dem Wein ein so positives Image verleihen? Ganz besonders wichtig ist hierbei, dass Wein Antioxidantien wie Vitamin C enthält. Diese betätigen sich im menschlichen Körper als kleine Schutzpatrouille, die der Gesundheit abträgliche Freie Radikale aufhält. Diese sind primär für Alterungserscheinungen der Zellen aber auch für das Auftreten von Krankheiten verantwortlich. Mit mäßigem Weingenuss kann man also länger jung und gesund bleiben.

Wein kann auch helfen, das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko zu mindern. Dieses ist möglich, da der Genuss von Wein unterschiedliche Gefahrenpotenziale positiv beeinflusst: Er kann den Cholesterinwert senken, die Durchblutung der Gefäße verbessern und die Blutgerinnung hemmen – dies sind bedeutende Faktoren dafür, dass Herzinfarkte und Schlaganfälle weniger Chancen haben. Wer etwas für seine Verdauung tun will, ist ebenfalls mit einem mäßigen Konsum von Wein gut beraten. Er regt die Funktion der Nieren an und hilft auf diese Weise, dass der Körper schädliche Stoffe besser und schneller ausscheiden kann. Die Nieren selbst werden auf diese Weise auch positiv beeinflusst, das Risiko an Nierensteinen zu erkranken, kann sich so verringern und auch Gicht hat weniger Chancen. Gleichzeitig gibt der Wein dem Körper das zurück, was er braucht, Mineralstoffe beispielsweise.

Rotwein

Rotwein @iStockphoto/Jason Dalrymple

Selbst die Knochen profitieren von den Inhaltsstoffen des Weines. Dadurch, dass der Östrogenspiegel durch den Konsum angehoben wird, laufen vor allem ältere Frauen weniger Gefahr, an Osteoporose zu erkranken.

Mit dieser Auswahl an positiven Effekten, die ein regelmäßiger, aber mäßiger Genuss von Wein haben kann, ist die gesamte gesundheitsfördernde Wirkung des Rebensaftes noch längst nicht vollständig. Wissenschaftler forschen weiter, um dem Wein auch seine letzten Geheimnisse zu locken. Eines steht aber bereits jetzt fest: Sie können sich mit ruhigem Gewissen und mit dem Wissen, sich etwas Gutes zu tun, ab und an ein gutes Glas Wein schmecken lassen.