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Sodbrennen – Ursache und Abhilfe

Mit dem äußerst unangenehmen Sodbrennen hat ein Großteil der Bevölkerung schon einmal Bekanntschaft gemacht. Plötzlich steigt die Magensäure auf und die Speiseröhre beginnt zu brennen. Normalerweise wird die Magensäure durch ein gut aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel der Schließmuskeln daran gehindert, in die Speiseröhre aufzusteigen. Diese Schließmuskeln verschließen die Öffnungen der Speiseröhre und des Zwölffingerdarms und lassen so die Nahrung nur in eine Richtung fließen: Von der Speiseröhre abwärts zu den weiteren Verdauungsorganen.

Die Magensäure dürfte also normalerweise gar keinen Weg nach oben finden. Dennoch schafft sie es manchmal – nämlich dann, wenn die Muskelspannung nachlässt. Das ist vor allem im Ruhezustand und während des Schlafens der Fall und so kann es den Betroffenen passieren, dass sie in der Nacht von einem Brennen in der Speiseröhre aus dem Schlaf gerissen werden. Besonders unangenehm wird es, wenn die Magensäure sich von der Speiseröhre in den Mund- und Rachenraum vorgearbeitet hat. Dies wird als „saures Aufstoßen“ bezeichnet. Während die Magensäure im Magen selber keinen Schaden anrichtet, wirkt sie auf die Speiseröhre wirklich ätzend. Die Speiseröhre hat dieser hochkonzentrierten Säure nichts entgegenzusetzen, da sie – im Gegensatz zum Magen – nicht mit einer schützenden Schleimhaut ausgekleidet ist.

Das unangenehme Sodbrennen tritt bevorzugt dann auf, wenn reichhaltige Mahlzeiten verdaut werden müssen. Da die Magensäure direkt nach dem Verzehr der Nahrung allerdings mit dem Zersetzen der Nahrung beschäftigt ist, macht sich das Sodbrennen erst gut zwei Stunden nach der Mahlzeit bemerkbar. Wer unter gelegentlichem Sodbrennen leidet, muss sich keine Gedanken machen. Es ist zwar unangenehm, richtet sonst jedoch keinen Schaden an. Bedenklich wird es dann, wenn aus dem gelegentlichen Sodbrennen ein chronisches Sodbrennen geworden ist und der Betroffene ungestraft keine Mahlzeit mehr verzehren kann, oder in jeder Nacht aus dem Schlaf gerissen wird. Hier ist Handlungsbedarf geboten, denn die ständige Verätzung der Speiseröhre kann zu einer ernsthaften Entzündung der Speiseröhre führen, im schlimmsten Fall sogar zum Speiseröhrenkrebs.

Sodbrennen

Sodbrennen @iStockphoto/Sharon Dominick

Was hilft gegen Sodbrennen?

Da das Sodbrennen unmittelbar mit der Nahrungsaufnahme zusammenhängt, muss die Ernährung möglicherweise umgestellt werden. Alles, was schwer im Magen liegt, sollte vom Speiseplan gestrichen werden. Das ist von Fall zu Fall sehr individuell, denn das, was einem wie ein Stein im Magen liegt, ist für einen anderen gut bekömmlich. Dennoch gibt es Genussmittel, die das Sodbrennen forcieren können. Hierzu gehören Kaffee, Alkohol und Nikotin, ebenso sehr fette oder sehr scharfe Nahrungsmittel. Wer bevorzugt im Schlaf vom Sodbrennen heimgesucht wird, kann seine Schlafposition verändern. Hilfreich ist es, den Kopf ein wenig höher zu betten, denn so wird der Rückfluss der Magensäure erschwert. Kommt es dennoch zum Sodbrennen, helfen vorerst in der Apotheke erhältliche Medikamente – die so genannten Antazida. Sie binden die Magensäure oder hemmen deren Produktion. Beliebte Hausmittel sind verschiedene Kräutertees oder Bullrich-Salz. Lässt das Sodbrennen trotz allem nicht nach, muss ein Arzt konsultiert werden, um weitergehende Erkrankungen zu vermeiden.

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