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Sprit sparen in Zeiten hoher Benzinpreise

Den Fahrstil anpassen zum Sprit sparen

Wird ein Auto betrieben, dann wird mit jedem Liter verbrauchtem Sprit rund 2,35 kg CO ausgestoßen. Wer sich einen energieeffizienten Fahrstil aneignet, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel, denn durch Fahren mit Überlegung lässt sich richtig Sprit sparen.

Benzin sparen

Benzin sparen @iStockphoto/Talaj

Sinnvoll schalten

Der Kraftstoffverbrauch lässt sich um etwa zehn bis zwanzig Prozent reduzieren, wenn die althergebrachten Schaltgewohnheiten überdacht werden. Grundsätzlich sollte zügig beschleunigt und frühzeitig geschaltet werden. Bei etwa 1.500 bis 2.000 U/min. ist Schalten in den nächsten Gang erforderlich, um Benzin einsparen zu können. Dabei sollte zwar niedertourig gefahren werden, untertouriges Fahren sollte allerdings vermieden werden – sowohl bei der Fahrt auf ebener Strecke als auch bei der Bergauffahrt.

Eigene Tempolimits auf der Autobahn setzen

Der Luftwiderstand steigt mit steigender Geschwindigkeit an und so kann ein Fahrzeug, dass auf 100 km mit 150 statt mit 120 Stundenkilometern fährt, zwar zehn Minuten eher zum Ziel führen, den Kraftstoffverbrauch allerdings auch um rund 40 Prozent in die Höhe treiben. Wer sich selbst ein Tempolimit setzt, fährt nicht nur sicherer, sondern kann sogar Sprit sparen.

Vorausschauendes Fahren spart Benzin

Immer dann, wenn ein Auto gebremst oder beschleunigt wird, erhöht sich der Kraftstoffbedarf. Wer wirklich Sprit sparen möchte, sollte also vorausschauend fahren und unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge vermeiden. So werden das Klima und der Geldbeutel geschont. Vorausschauend fahren heißt, gleichmäßig und konstant das Tempo beibehalten.

Dazu ist ein guter Überblick über den Verkehr erforderlich und auch eine genaue Beobachtung des Fahrverhaltens der anderen Verkehrsteilnehmer. Außerdem ist größerer Abstand zum vorfahrenden Fahrzeug als bisher gewohnt notwendig, um Brems- und Beschleunigungsmanöver anderer Verkehrsteilnehmer ausgleichen zu können.

Motor bei Bedarf abschalten

Verhindert ein Bahnübergang oder eine rote Ampel das Weiterfahren, ist es dann sinnvoll, den Motor abzuschalten, wenn das Fahrzeug länger als zehn Sekunden zum Stillstand kommt. Dies gilt aber nur, wenn der Wagen seine Betriebstemperatur bereits erreicht hat. Es ist übrigens nicht erforderlich, bei laufendem Motor Gas zu geben.

Zusatzgeräte sinnvoll nutzen

Eine Klimaanlage ist in vielen Fahrzeugen schon Standard. Allerdings sorgt gerade diese für höheren Spritverbrauch. Rund 0,3 bis 0,7 Liter Mehrverbrauch auf 100 km sind die Folge, wenn die Klimaanlage konstant genutzt wird. Auch Sitzheizungen und Heckscheibenheizungen treiben den Spritverbrauch in die Höhe und sollten nur bei Bedarf eingesetzt werden.

Technische Maßnahmen zum Sprit sparen

Wer vor dem Fahrtantritt oder schon bei der Wartung einiges beachtet, kann auch Sprit sparen und damit den Geldbeutel und die Umwelt schonen.

Kein unnötiger Ballast

Der Dachgepäckträger sorgt für Luftwiderstand, der sich in einem höheren Spritverbrauch niederschlägt. Schon bei einem Tempo von 80 km/h bringt der ungenutzte Dachgepäckträger einen Mehrverbrauch von 0,7 Litern auf 100 Kilometern mit sich. Der entrümpelte Kofferraum erleichtert das Auto und das geringere Gewicht des Fahrzeugs hilft beim Sprit sparen.

Luftdruck beachten

Tests ergaben, dass rund ein Drittel der Fahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen mit einem zu geringen Reifendruck fährt. So wird der Rollwiderstand der Reifen erhöht, der zu einem Mehrverbrauch an Sprit von rund drei bis etwa fünf Prozent führt. Zudem trägt der zu geringe Luftdruck zu einem schnelleren Verschleiß der Reifen bei. Der Luftdruck sollte also regelmäßig kontrolliert und auch bei einer höheren Beladung korrigiert werden.

Leichtlaufreifen können Sprit sparen

Die Reifen, die sich heute im Angebot der Zubehörhändler befinden, weisen unterschiedliche Reifengrößen und verschiedene Rollwiderstände auf, welche allerdings alle die gleiche Sicherheit bieten. Wer sich für Leichtlaufreifen entscheidet, vermindert nicht nur die Laufgeräusche des Wagens, sondern kann auch gleich Sprit sparen – bis zu fünf Prozent des bisherigen Verbrauchs können eingespart. Wer neue Reifen benötigt, sollte auf den Blauen Engel als Auszeichnung der Reifen achten, denn diese Modelle gelten gemäß den Vorgaben des Umweltbundesamtes als lärm- und rollwiderstandsarm. Das Umweltbundesamt publiziert regelmäßig empfohlene Reifenmodelle.

Das Leichtlauföl zum Sprit sparen

Wer sich beim nächsten Ölwechsel für ein so genanntes Leichtlauföl entscheidet, kann bis zu fünf Prozent des bisherigen Benzinverbrauchs einsparen. Zwar sind die vollsynthetischen Leichtlauföle in Kaufpreis etwas höher angesiedelt, dafür mindern sie aber die Reibung, den Verschleiß des Motors und auch den Ölverbrauch. Besonders beim Kaltstart wird durch eine bessere Schmierung des Motors ein geringerer Kraftstoffverbrauch erzielt. Zu erkennen sind die Leichtlauföle, die Sprit sparen helfen, an der „0“, die vor dem „W“ der Klassifizierung des Öls angegeben ist.

Diesel anstelle von Benzinmotor?

Dem Dieselfahrzeug eilt der Ruf voraus, dass es deutlich kraftstoffsparender unterwegs ist. Tatsache ist, dass ein Dieselfahrzeug der Mittelklasse auf 100 km rund zwei Liter weniger Kraftstoff benötigt als ein benzinbetriebenes Fahrzeug. Die Ersparnis geht allerdings zulasten der CO2-Emmission, die beim Dieselfahrzeug höher ausfällt als beim Benzinmotor. Die Einsparung von Kraftstoffverbrauch beim Dieselmotor bewirkt aber trotz des höheren Ausstoßes eine Reduzierung um ca. 17 Prozent an CO2. Wer einen Neuwagen mit Dieselmotor anschafft, sollte auf einen Partikelfilter achten, der den Rußausstoß des Fahrzeugs reduziert. Richtig ausgestattet, kann man mit dem Dieselmotor Sprit sparen und trotzdem die Umwelt schonen.

Sprit sparen mit dem Neuwagenkauf

Wer einen Neuwagen anschaffen möchte, sollte wohlüberlegt handeln, um eigene Ansprüche an das Fahrzeug genau zu eruieren und den Bedarf so gezielt mit dem richtigen Fahrzeug zu decken.

Wichtige Kriterien für die Kaufentscheidung beim Fahrzeug werden – auch im Hinblick darauf, Sprit sparen zu können – in drei wichtige Bereiche unterteilt.

Die Fahrzeugklasse passend auswählen

Zunächst ist es die Fahrzeugklasse, die sich an den persönlichen Bedarf der Fahrzeugbesitzer und das Fahrprofil der Fahrzeugführer anpassen muss. Wer sich für ein passendes Fahrzeug entscheidet, kann Sprit sparen, denn Gewicht und Größe des Fahrzeugs nehmen hier Einfluss und wer ein zu großes Fahrzeug wählt, verbraucht auch mehr Sprit als nötig. Für einen großen Platzbedarf, zum Beispiel bei einer großen Familie, kann sich der Kombi als preiswerter im Benzinverbrauch erweisen als das Komfort-Geländefahrzeug. Hintergrund ist, dass der Kombi zwar das gleiche Platzangebot bietet, dafür aber rund eine Tonne weniger Gewicht auf die Waage bringt, das bewegt sein will. Fünf Liter weniger Spritverbrauch beim Kombi gegenüber dem Geländewagen helfen zu sparen. Reicht für den eigenen Bedarf der Klein- oder Kompaktwagen, kann beim Spritverbrauch noch einmal richtig gespart Spritverbrauch.

Hersteller und Modell bedacht aussuchen

Steht der Bedarf hinsichtlich der Fahrzeugklasse fest, muss nun die Wahl auf Hersteller und Modell fallen. Zwischen den einzelnen Fahrzeugmodellen kann hier trotz gleicher Klasse noch immer ein Unterschied von ein bis zwei Litern auf 100 km im Spritverbrauch möglich sein. Somit lohnt sich der Modellvergleich unterschiedlicher Hersteller in derselben Fahrzeugklasse. Die genormten Kraftstoffverbrauchszahlen bei den einzelnen Fahrzeugmodellen müssen vom Händler deutlich angegeben.

Antrieb und Ausstattung des Neuwagens

Wer sich für die Motorleistung entscheiden muss, sollte die Faustregel „je kleiner, desto besser“ beherzigen, denn eine geringere Leistung des Motors hilft beim Sprit sparen. Wer mehr Leistung benötigt, kann den Spritverbrauch durch einen Turbomotor geringer halten.

Wichtig ist auch die richtige Getriebeauswahl. Das manuelle Getriebe weist einen um etwa 0,7 Liter geringeren Spritverbrauch auf 100 km auf als das Automatikgetriebe. Für Vielfahrer kann das Sechsganggetriebe eine sinnvolle und Sprit sparende Entscheidung sein.

Auch die Ausstattung des Fahrzeugs kann Einfluss nehmen, wenn es um das Sprit sparen geht. Der Allradantrieb beispielsweise bringt einen Mehrverbrauch von 0,5 Litern auf 100 km mit sich. Auch Navigationsgerät mit Bildschirm, Breitreifen oder Dachreling sorgen für einen Mehrverbrauch.

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