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Starke Zähne – was kann man dafür tun?

Der Mensch hat 32 Zähne und wer einmal so richtige Zahnschmerzen hatte, wird die Gesundheit derselben nicht mehr leichtfertig aufs Spiel setzen. Die richtige Pflege, aber auch medizinische und ästhetische Behandlungsformen verhelfen uns zu einem lang haltenden, gesunden, attraktiven und vor allem starken Lächeln – schließlich werden hier im Laufe von 50 Jahren rund 18 Tonnen Lebensmittel weiterverarbeitet.

Säuren und Zucker – schlimmer geht’s nicht

Die Zahnkronen sind mit dem wiederstandsfähigsten Gewebe des gesamten Organismus überzogen – mit dem Zahnschmelz. Er besteht im Wesentlichen aus Kalzium, Phosphat und Fluor und schützt das Zahninnere gegen äußere Einflüsse. Säuren und Bakterien allerdings werden ihm gefährlich. Zitrusfrüchte, Fruchtsäfte, Cola oder Joghurt enthalten Säuren, die den Zahnschmelz weich und anfällig machen. Auch Zucker wird im Mund zu Säure umgewandelt. Wer über den Tag verteilt häufig nascht, setzt seine Zähnen einem wahren Säurebad aus. Gutes Zähneputzen im Anschluss reduziert die Angriffsgefahr deutlich.

Fluorid – Basis für gesunde Zähne

Fluorid ist ein Spurenelement, das die Zähne in ihrer Widerstandsfähigkeit stärkt. Es wirkt der Säurelöslichkeit des Zahnschmelzens entgegen und kann helfen, beginnende Zahnschäden durch Remineralisation des Zahnschmelzes zu beheben. In vielen Zahnpasten und Mundspülungen ist Fluorid zur Unterstützung der Zahngesundheit vorhanden, empfehlenswert ist zudem die Verwendung fluorhaltigen Jodsalzes.

Zähne

Zähne @iStockphoto/Kurhan

Richtige Ausstattung, perfekte Technik

Was braucht es schon – Wasser, Zahncreme, Bürste! Was so einfach klingt, sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Weder elektrische noch einfache Bürsten erreichen die gesamte Zahnfläche, Interdentalbürstchen oder Zahnseide gehören also zur Grundausstattung dazu. Zwischenraumbürsten sollten alle 14 Tage, die „großen“ Zahnbürsten ungefähr alle 3 Monate gewechselt werden. Mundduschen sorgen zwar für ein angenehm frisches Mundgefühl, können aber keine Beläge entfernen. Sie müssen regelmäßig sehr gründlich gereinigt werden, um Ansammlungen und die Weiterverteilung von Fremdkeimen zu verhindern. Zungenschaber sind im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache, verbessern sie einerseits den Mundgeruch, verfeinern aber auch den Geschmackssinn. Lediglich die Anwendung ist etwas gewöhnungsbedürftig.

2×2 mit KAI

Zähneputzen ist ganz einfach?! Von wegen – mit wahllosem Geschrubbel richtet man mehr Schaden an, als dass man Gutes tut. Mangelnde Reinigung und überreiztes Zahnfleisch können die Folge sein. Das KAI-Prinzip hilft, die richtige Putz-Taktik zu verfolgen. K steht für Kauflächen, A für Außenseiten und I für Innenseiten. Mindestens zweimal täglich, besser noch nach jeder Mahlzeit sind die Zähne für rund 2 Minuten nach diesem Prinzip zu reinigen. Der Bürstenkopf sollte sich dabei mit sanftem Druck von „rot nach weiß“, also vom Zahnfleisch zum Zahn hin bewegen.

Xylitol – Süßstoff gegen Karies

Wer glaubt, sich durch Verwendung von Zahnpflege-Kaugummis das Zähneputzen ersparen zu können, irrt gewaltig. Auf Reisen allerdings, wenn beispielsweise durch Zeitverschiebungen die Mundhygiene einfach einmal auf der Strecke bleibt, können solche Kaugummis mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol durchaus eine hilfreiche Ergänzung darstellen. Angeblich helfen sie sogar, Karies vorzubeugen. Als Alleinpflegemittel sind sie allerdings gänzlich ungeeignet.

Reinigung beim Profi

Viele Zahnärzte bieten mittlerweile professionelle Zahnreinigungen an, die natürlich zur Zahngesundheit beitragen, aber vor allem die Optik deutlich verbessern. Daneben gibt es auch die Möglichkeit einer chemischen Zahnaufhellung, die man aber keinesfalls im Selbstversuch mit Mittelchen aus dem Drogeriemarkt versuchen sollte. Leider sind diese Maßnahmen als rein kosmetische Eingriffe kostenpflichtig.

Auch Milchzähne wollen geputzt werden

Besonders wichtig ist es, auch die ganz Kleinen beim Auftauchen der ersten Zähnchen mit der regelmäßigen Mundhygiene vertraut zu machen. Je früher und konsequenter man mit diesem Thema umgeht, umso selbstverständlicher ist das regelmäßige Putzen später. Milde Zahncreme und besonders kleine, weiche Kinderbürsten helfen hier, zu putzen wie die Großen. Auch wenn die Milchzähne ja irgendwann – egal in welchem Zustand – ausfallen, geben sie Karies und Bakterien gleich an ihre Nachfolger weiter. Eine gute Prophylaxe ist hier unerlässlich.

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