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Sushi – selbst gemacht, leicht gemacht

Seit einigen Jahren erfreut sich Sushi auch bei uns wachsender Beliebtheit. Restaurants berechnen häufig vergleichsweise hohe Preise für die Zubereitung und noch immer scheuen sich viele Sushi-Liebhaber und Hobbyköche davor, Sushi einfach einmal selbst zu machen. Dabei handelt es sich je nach Art häufig gar nicht so sehr um schwierige Kunststücke. Tatsächlich ist das ursprüngliche Sushi lediglich ein wenig mit Soße vermischter, klebriger Reis, der auf der Hand mit Fisch ergänzt und dann gegessen wird.

Körnig, klebrig, Sushi-Reis

In unseren Breiten wird Reis eher körnig zubereitet. Ganz anders in der Heimat des Sushis: Hier wird eine möglichst klebrige Reissorte gekocht und mit einer Mischung aus Zucker, Salz, Reiswein und Reisessig versetzt und anschließend abgekühlt. Der Reis stellt für jedes Sushi die Basis dar, auf der alle weiteren Zubereitungen gründen.

Roher Fisch

Der Fisch für das Sushi muss in jedem Fall frisch sein, um dem späteren Genuss nicht entgegen zu wirken. Der Fisch sollte nicht älter als einen Tag sein und auf keinen Fall aus der Tiefkühltruhe kommen. In Fischfachgeschäften und gut sortierten Fischabteilungen von Supermärkten findet man inzwischen häufig eine grundlegende Beratung in Sachen Fischwahl für das selbst gemachte Sushi.
Richtige Würze – Wasabi und Soja

Bei einem echten Sushi sollten insbesondere zwei Würzen nicht fehlen: Soja-Soße und Wasabi. Wasabi ist ein Japanischer Senf, der aus der Wurzel des Wasabi hergestellt wird, einer mit dem Meerrettich vergleichbaren Wurzelknolle, die sehr scharf ist. Die Soja-Soße sollte nicht zu salzig sein, damit sie für das Sushi geeignet ist. Andernfalls würde der Salzgeschmack den Fischgenuss deutlich überlagern.

Zubereitung von Sushi

In der einfachen Variante reicht ein wenig Reismischung, die mit der Hand leicht oval gedrückt wird. Ein Streifen Fisch mit wenig Wasabi gewürzt wird anschließend auf den Reis gelegt und nach dem Eintunken in die Sojasoße gegessen. Zum neutralisieren dient ein wenig eingelegter Ingwer, da Wasser hierbei eher die Schärfe des Wasabi reizen würde. Wer geübt ist, kann diesen Vorgang auch mit Essstäbchen probieren und das so genannte „Nigri-Sushi“ so genießen.

Sushi

Sushi @iStockphoto/trekandshoot

Etwas aufwendiger ist die Herstellung von „Maki“. Hierbei wird ein Algenblatt („Nori“) mit der Essiglösung (wie im Reis) angefeuchtet und aufgeweicht. Auf eine Bambusmatte gelegt wird dieses Algenblatt anschließend mit Reis und einem Streifen Fisch, Gemüse oder etwas vergleichbarem belegt und nachfolgend das Algenblatt mit der Bambusmatte gerollt. Dabei muss man darauf achten, dass die entstehende Rolle nicht zu locker sitzt, damit man sie später in mundgerechte Stücke schneiden kann, was mit einem scharfen, angefeuchteten Messer am einfachsten funktioniert. Mit ein wenig Übung funktioniert dies recht schnell und einfach.

Geselliger Sushi-Abend

Besonders amüsant ist der Sushi-Genuss in geselliger Runde. Hierbei kann man wahlweise das Sushi fertig zubereiten oder auch einfach die Zutaten sowie die Hilfsmittel in ausreichender Zahl zur Verfügung stellen, so dass sich jeder Gast sein Sushi selbst kreieren kann. Da dies selten beim ersten Anlauf funktioniert, werden sicherlich alle Beteiligten viel Spaß haben.
Und wenn alles nichts nützt und das Rollen, Drehen und Falten am Ende keinen Spaß mehr macht, kann man einfach wieder zur ursprünglichen Form des Sushis zurück kehren: Alles auf einen Teller gepackt, kann jeder das „verstreute Sushi“ essen, wie er möchte… und was übrig bleibt, kann auch für eine leckere Fischsuppe herhalten.

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