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Tagesgeld

Tagesgeld, ein wichtiges Thema für Menschen, die etwas anzulegen haben. In einer Zeit, in der der Anleger nicht weiß, was längerfristig sein wird, ist er auch bestrebt, Geld kurzfristig und „bestens“ wie es in der Fachsprache der Börsianer heißt, anzulegen.

Die Geldanlage in Tagesgeld ist seit dem Jahre 2000 in Deutschland bekannt, ohne dass es aufgrund anderer langfristiger und lukrativer Anlagen von Privatleuten angenommen wurde. Eine französische Bank, die von ihrer Muttergesellschaft allein nur mit dem Produkt Tagegeld mit hohen Zinsen von 6 % in den Markt geschickt wurde, musste schon nach weniger als 2 Jahren aufgeben. Aus der Insolvenz des Institutes hat die Muttergesellschaft alle Verpflchtungen übernommen, sodaß den Anlegern ,einschließlich der gezahlten Zinsen, kein Schaden entstanden ist. Das war der eigentliche Beginn für das Tagegeld, denn der Anleger konnte zum ersten Male feststellen, dass die Banken zu Ihren Zusagen standen. Eine spätere Baisse an den Börsen ließ die Anleger in Massen in ‚Tagesgeld‘ anlegen. Eine neue lukrative Anlage hatte sich am Markt durchgesetzt.

Tagesgeld

Tagesgeld ©iStockphoto/Harald Richter

Tagesgeld ist eine Anlage, die dem Anlager gegenüber dem Sparbuch einen bedeutend höheren Zins zusagt, und zugesteht, dass der Anleger täglich über das Geld verfügen kann. Über das Tagesgeldkonto kann der Anleger keine weiteren Geschäfte tätigen, wie Überweisungen oder dergleichen, und auch ein tägliches Abholen von Beträgen ist nicht möglich. Vielmehr muss der Anleger ein Referenzkonto angeben, auf dass er vom Tagesgeld abgerufene Beträge überweist. Insofern, so sagen Kritiker, sei das Geld nicht echt täglich verfügbar, da der Bearbeitungs- und Überweisungsvorgang ca. 3 Taqge in Anspruch nehme. Das ist zwar richtig, aber trotzallem ist die Kritik nicht angebracht, da der Kunde über diese Vorgänge unterichtet ist und sein Verhalten danach einrichten kann.

Behaupten die Banken, dass ‚Tagesgeld‘ für sie kein Geschäft sei, und man nur die Kunden zufrieden stellen wolle, so ist nachgewiesen, dass es ein gutes Instrument für die Neukundengewinnung ist, und im Übrigen den Banken große Liquiditäten durch dieses Anlagenangebot zufliessen. Lediglich bei der Vergabe von Krediten aus diesen Geldern sind den Banken Grenzen gesetzt.

Bei dem Vegleich von Tagesgeldkonditionen ist darauf zu achten, dass es sich um ein reines Tagesgeldangebot handelt. Es sind Banken bekannt, die bei gleich hoehen Zinsen Sparbücher anbieten und als Tagegeldkonto deklarieren, wobei kleine Summen zwar täglich fällig gestellt werden können, aber größere Beträge einer Kündigungsfrist unterliegen.

Für die Anleger gibt es keine bessere Anlagemöglichkeit derzeit als Geld als Tagesgeld anzulegen. Viele Anleger sind Börsenanleger, die schon, wie in früheren Börsencrashs, enttäuscht sich von der Börsenanlage abwendeten, aber trotzdem einen guten Zins für ihr Geld suchen. Bei der derzeitigen Finanzkrise kommt für den Anleger noch hinzu, dass sie zusätzliche Gefahren in den Privatbanken sehen und überwiegend bei den Sparkassen und Raiffeisenbaken anlegen, da diese sich selbst nicht weltweit verspekuliert haben.

Das Gebot der Stunde ist für Anleger die Sicherheit. Es ist wichtig zu prüfen, bis zu welcher Garantiesumme das angelegte Geld bei einer Bank als sicher erklärt ist. Dabei ist zu beachten, dass wir nicht vom Einlagensicherungsfonds der Banken sprechen, sondern von der Summe, die in jedem Fall gesichert ist. Der Einlagensicherungsfonds enspricht zwar dem Namen, aber ein Rechtsanspruch besteht für den Anleger nicht.

Wenn der garantierte Betrag € 20.000 beträgt, sollte der Anleger keine höhere Summe dort anlegen. Darüber hinausgehende Beträge sollten bei einem anderen Bankinstitut angelegt werden. Darüberhinaus ist wichtig, nach dem Baugefühl zu entscheiden und nicht nach dem höchsten Zins.

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