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Transfette

Dass zu viel Fett in der Nahrung ungesund ist, dürfte sich mittlerweile auch bis zu den entlegensten Winkeln herumgesprochen haben. Jüngsten Forschungen zufolge hebt sich die Gruppe der „Transfettsäuren“ jedoch besonders negativ hervor. Transfettsäuren entstehen bei der industriellen Härtung oder Erhitzung von Fetten. Sie erhöhen das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko frappant und stehen im Verdacht, eine zentrale Rolle in der Entwicklung von Allergien, Diabetes, Krebs und chronisch entzündlichen Erkrankungen zu spielen.

Wie erkenne ich Transfette in Produkten?

Derzeit sind die Hersteller von Produkten nicht verpflichtet, den Transfett-Anteil anzugeben. Ein Blick auf die Zutatenliste bietet jedoch möglicherweise Aufschluss über den Gehalt an Transfetten. Achten sie bei Produkten auf die Inhaltsstoffe „Pflanzenfett, gehärtet“, „Pflanzenfett, teilweise gehärtet“ oder „Pflanzenfett, partiell gehärtet“. Hier gilt: Je weiter oben in der Zutatenliste diese Fette stehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt Transfette enthält. Wer sich genauer informieren möchte, der sollte sich an den Hersteller oder an eine der zahlreichen Konsumentenschutzvereinigungen wenden.

Tickende Zeitbombe

Vor allem bei Kindern und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann der Genuss von zu viel Transfetten fatale Folgen haben. Ernährungswissenschaftler empfehlen eine maximale Zufuhr von 1% der Gesamtenergiemenge pro Tag. Dies bedeutet für Frauen max. 2,5g pro Tag, bei Männern max. 3g pro Tag und bei Kindern max. 1,5g pro Tag. Dies ist oft gar nicht so leicht einzuhalten. Isst man z.B. zum Frühstück ein Croissant, zu Mittag ein Fast-Food-Menü (z.B. Chicken Burger mit Pommes) und am Abend eine Packung Mikrowellenpopcorn, hat man schon den 3-6 fachen Wert der empfohlenen Tagesdosis erreicht.

Transfette

Transfette @iStockphoto/RICARDO VICENT GARCIA

Obwohl Dänemark schon Produkte mit einem Transfett-Anteil von über 2% verboten hat, sieht die EU diesbezüglich noch keinen Handlungsbedarf. Wenngleich die Industrie teilweise schon am Umdenken ist, wäre es doch sinnvoll, einen gesetzlichen Grenzwert nach dänischem Beispiel einzuführen.

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