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Trennkost nach Dr. Hay

Dr. Hays Konzept kommt wie so viele Diätstrategien aus den USA und geht davon aus, dass der menschliche Organismus nur dann optimal funktioniert, wenn er über einen ausgeglichenen Säurehaushalt verfügt, der laut Hay durch Lebensmittel beeinflusst wird. Daher unterscheidet er basenbildende, neutrale und säurebildende Lebensmittel, die getrennt zugeführt werden müssen, da sie ansonsten die Verdauung des jeweils anderen Bestandteils hemmen und somit den Verdauungsvorgang hemmen und dazu führen, dass z.B. unabgebaute Kohlenhydrate in Fette umgelagert werden. Dass der Säurehaushalt von der Art der zugeführten Lebensmittel unabhängig ist, wurde bereits wissenschaftlich nachgewiesen und macht somit Dr. Hays Vermutung nachweislich unwirksam. Dennoch soll, der Vollständigkeit halber, sein Diätkonzept im Folgenden genau vorgestellt werden. Dabei beschäftigen wir uns mit dem Speiseplan, der Wirkung und möglichen Nachteilen dieser Form des Abnehmens in einer Abschlussbewertung.

1. Speiseplan:

Dr. Hays Trennkost basiert auf einem Prinzip, das der heutigen Trennkost sehr ähnelt und auch als deren Ursprung vermutet wird. Demnach basiert die tägliche Kalorienzufuhr auf 3 wichtigen Lebensmittelkategorien, die getrennt voneinander zu sich genommen werden müssen damit sich ein Abnehmerfolg einstellt. Das wäre zum einen kohlenhydratreiche Kost – Kohlenhydrate sind z.B. in Brot, Nudeln und Müsli enthalten, zum anderen eiweißreiche Lebensmittel, wie z.B. Fisch und Fleisch. Zusätzlich zu dieser Trennkost soll ein Diätwilliger seinen Tagesbedarf mit bis zu 80 % Obst decken. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten soll man nach Hay knapp 4 Stunden pausieren, bevor man die nächste Mahlzeit zu sich nimmt und der Kalorienumsatz an soll höchstens 1000 kcal betragen.

Trennkost

Trennkost ©iStockphoto/totalpics

2. Wirkung:

Der Haysche Ernährungsplan diente ursprünglich der Vorbeugung diverser Zivilisationskrankheiten, die man auf die Übersäuerung des Körpers zurückführte wie z.B. Übergewicht, Herzprobleme oder auch Verdaungprobleme. Durch die niedrige Kalorienzufuhr soll der Körper dazu gezwungen werden eigene Körperreserven abzubauen und somit zum gewünschten Erfolg einer Gewichtsreduzierung führen. Durch das Obst soll sich ein schnelles Sättigungsgefühl einstellen und die Hungerbildung hinauszögern. Zudem zieht man hier die verdauungsfördernde Wirkung von Äpfeln, Birnen und Co. zu Rate.

3. Abschlussbewertung:

Im Großen und Ganzen sind die Thesen Hays wissenschaftlich widerlegt, daher ist eine Wirkung der Diät unwahrscheinlich. Bedenklich sind des Weiteren die niedrige Kalorienzufuhr und ein möglicherweise entstehender Vitaminmangel, ein Eisenmangel und auch der Mangel an Ballaststoffen.

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