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Übersicht über Effizienzlabels

Energie ist ein teurer Spaß geworden: Strompreise steigen und zudem ist der Haushalt mit immer mehr Strom verbrauchenden Geräten ausgestattet, sodass die Stromkosten immer höher werden. Stromnachzahlungen sind die Folge. Wer sich heute ein neues Strom verbrauchendes Haushaltsgerät kauft, sollte deshalb auf die Effizienzlabel achten.

Das EU-Label als Effizienzlabel

Das EU-Label bietet die Möglichkeit, den Stromverbrauch der im Haushalt genutzten Strom verbrauchenden Geräte objektiv miteinander zu vergleichen. Ob es die Waschmaschine, der Kühl- oder Gefrierschrank, die Spülmaschine oder auch Lampen sind, das Effizienzlabel namens EU-Label gibt Überblick über den Strombedarf. Dabei ist der Stromverbrauch der Geräte von A bis G unterteilt, A – oftmals auch A++ – steht bei den Geräten für einen günstigen und niedrigen Stromverbrauch, während G einen hohen Strombedarf des Gerätes ausweist.

Windkraft

Windkraft @iStockphoto/Rafa Irusta

Wichtig zu wissen ist, dass mit dem EU-Label immer nur die Geräte miteinander verglichen werden können, welche aus einer Kategorie stammen. So können beispielsweise Kühlschränke oder Spülmaschinen im Stromverbrauch verglichen werden, nicht aber die Spülmaschine mit dem Kühlschrank. Wenn ein Gerät mit dem EU-Label A ausgezeichnet wurde, muss gewährleistet sein, dass dieses Gerät nur 55 Prozent der Energie verbraucht, die durchschnittlich für den Betrieb eines solchen Gerätes aufgewendet werden muss.

Das Effizienzlabel Blauer Engel

Das Effizienzlabel Blauer Engel wird für zahlreiche Produkte vergeben. Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt legt das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung die Kriterien fest, die ein Produkt zur Erlangung dieses Siegels erreichen muss. Das Produkt muss dabei grundsätzlich umweltschonende Eigenschaften aufweisen und so muss Papier, das mit dem Label ausgezeichnet ist, aus 100 Prozent Altpapier hergestellt sein oder ein Lack muss beispielsweise besonders geringe Mengen Lösungsmittel aufweisen. Badezimmerarmaturen werden mit dem Blauen Engel ausgezeichnet, wenn sie Wasser sparend arbeiten.

Für die Festlegung der Kriterien zur Vergabe des Blauen Engel werden jeweils Vergleichsprodukte herangezogen, um die umweltfreundlichen Kriterien festlegen zu können. Der Kunde soll durch das Label „Blauer Engel“ darüber informiert werden, ein umweltschonendes Produkt zu kaufen, wobei das Label auch noch zusätzlich mit dem Zusatz „Schützt das Klima!“ im Logo ausgezeichnet sein kann.

Energy Star – das Effizienzlabel speziell für Bürogeräte

Das Effizienzlabel Energy Star zeichnet alle Bürogeräte aus, die sich in der Praxis als energiesparend auszeichnen. Für die Vergabe des Energy Star wird der Energieverbrauch eines Gerätes zugrunde gelegt, der sich im Betrieb oder auch im Stand-by ergibt. Festgelegte Werte dürfen nicht überschritten werden. Hersteller für Bürogeräte können sich für die Vergabe des Energy Star freiwillig anmelden. Für die Vergabe des Labels müssen die festgelegten Grenzwerte dann auch korrekt eingehalten werden.

In den USA ist der Energy Star schon seit 1992 ein Begriff und auch im Einsatz. Um die Produktionskette von Geräten über Ländergrenzen hinweg überwinden zu können, wurde von der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit der EPA die gemeinsame Nutzung des Labels definiert. In Europa wurde der Energy Star im Jahr 2002 offiziell eingeführt.

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as Effizienzlabel für Europa: Energy-Star-Programm

Mit dem speziellen Effizienzlabel Energy-Star-Programm der EU wird auch auf die Energieeffizienz von Bürogeräten gesetzt, allerdings beziehen sich die Werte für dieses Label auf Maßstäbe der EU. Ebenso wie die USA, in der dieser Energy Star beheimatet ist, vergeben auch Australien, Japan, Neuseeland und Taiwan dieses individuelle Label. Für Hersteller ist die Teilnahme am Energy Star nicht bindend und Geräte dürfen freiwillig mit dem Label ausgestattet werden, wenn die Werte des Gerätes die Vergabekriterien erfüllen.

Seit 2002 wird das Label EU-weit vergeben. Die Maßstäbe für dieses Label sollten grundsätzlich ihre Kriterien so festlegen, dass 25 Prozent der Geräte am Markt diese Kriterien auch erfüllen können. Ansprechpartner für Verbraucher, Hersteller und Händler im Hinblick auf den Energy Star ist die Deutsche Energie-Agentur GmbH.

Das TCO-Label

Die immer häufiger im Einsatz befindlichen Rechner, Monitore, Drucker, Kopierer und Faxgeräte haben ein spezielles Effizienzlabel, das als TCO-Label vergeben wird. Um das Label zu erhalten, muss ein solches Gerät einen besonders niedrigen Energieverbrauch, gute Umweltverträglichkeit und zudem auch eine gute Recyclingfähigkeit aufweisen.

Die Vergabekriterien für das TCO-Label werden in regelmäßigen Abständen überarbeitet. Seine letzte Verschärfung hinsichtlich der Vergabekriterien hatte das Label im Jahr 2006 und nach aktuellen Vorgaben ausgezeichnete Geräte müssen entsprechend mit dem TCO-Label 06 ausgezeichnet sein. Nicht selten befinden sich allerdings noch Geräte im Handel, die nach bereits veralteten Kriterien mit TCO-Labels 05, 03 oder sogar 95 ausgestattet sind. Während bei der TCO95 noch auf die Bedienungsfreundlichkeit abgezielt wurde, musste das TCO99 schon hohe Anforderungen hinsichtlich der Geräuschentwicklung beim Betrieb des Gerätes erfüllen. Regelmäßige Straffungen der Kriterien sind üblich.

Das EU-Umweltzeichen Euroblume

Die Energieeffizienz eines Produktes hinsichtlich seiner Anwendung bzw. seines Verbrauches, seiner Herstellung sowie seiner abschließenden Entsorgung wird durch die Vergabe vom Effizienzlabel namens EU-Umweltzeichen Euroblume dokumentiert. Es ist für Verbraucher das sichtbare Zeichnen der Umweltfreundlichkeit des Gerätes. Typische Produkte, für die das entsprechende Label vergeben wird, sind zum Beispiel Matratzen, Lampen, Wandfarben oder Lacke sowie Haus- und Elektrogeräte.

Die Umweltfreundlichkeit eines Produktes wird mit der Vergabe der Euroblume bestätigt. Bei Lampen muss zum Beispiel eine Sparsamkeit belegt sein, die sich in der Leuchtstärke pro Watt ergibt. Aber auch die Entsorgung und die Brenndauer spielen für dieses Produkt eine Rolle, um eine Euroblume zu erhalten. Die Euroblume wird, wenn das Produkt die Kriterien erfüllt, für drei Jahre vergeben.

Das Effizienzlabel für Umwälzpumpen: Energy+-Pumpen-Projekt

Erhebungen haben festgelegt, dass sich 15 Prozent der Stromkosten im Privathaushalt aus Umwälzpumpen ergeben. Hier kann eine moderne und energieeffizient arbeitende Technik eine große Stormersparnis bewirken. Alle 27 EU-Mitgliedsländer benötigen allein zwei Prozent ihres Gesamtstromverbrauches für den Betrieb von Umwälzpumpen, die für das Beheizen der Wohnräume genutzt werden.

Hier ist eine Nutzung neuer Pumpentechnologien mit sogenannten elektronisch kommutierenden Motoren, die seit 2005 auf dem Markt sind, eine sinnvolle und energiesparende Technologie im Bereich des Heizens. Wird diese Technologie als Serienprodukt – am Effizienzlabel Energy+-Pumpen-Projekt erkennbar – eingesetzt, ist eine Reduzierung des Stromverbrauchs für Pumpen von etwa 60 Prozent realisierbar.

Hocheffiziente Umwälzpumpen sind das Ziel für ganz Europa und das Effizienzlabel wird bereits von zehn Partnern in neun Ländern umgesetzt, wobei das Ziel angestrebt wird, diese Technologien zum Standard werden zu lassen, um die Produktionskosten für energiesparende Pumpen senken zu können.

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