Skip to main content

Vom Energiefresser zum Sparwunder: Der Wäschetrockner

Wäschetrockner gelten für die meisten Menschen als die Energieschleudern schlechthin. Moderne Geräte können jedoch inzwischen in vielfältigen, auch energieeffizienten Varianten erstanden werden. Eine besondere Alternative, die hierzulande noch wenig Beachtung findet, sind erdgasbetriebene Wäschetrockner. Die Vorteile dieser Geräte im Vergleich zu herkömmlichen Trockengeräten liegen auf der Hand: Sie schonen den Geldbeutel ebenso wie die Umwelt.

Fast die Hälfte der deutschen Haushalte sind an das Erdgassystem angeschlossen, wenn es um die Energieversorgung zum Heizen und Kochen geht. Doch auch zum Wäschetrocknen eignet sich Erdgas und spart dabei nicht zur Zeit, sondern auch bis zu 40 Prozent der notwendigen Energie gegenüber herkömmlichen Geräten. Hinzu kommt ein bis zu 43 Prozent niedrigerer Primärenergieverbrauch, was eine CO2-Reduktion um rund die Hälfte nach sich zieht. Einziger Nachteil der Erdgas-Trockner ist der um rund 400 Euro höhere Anschaffungspreis, der sich laut Herstellerangaben jedoch nach fünf Jahren amortisiert – bei einer zugesicherten Lebensdauer von 20 Jahren.

Längst aus den Kinderschuhen

Was für uns auf den ersten Blick als eine Neuerung scheint, deren Entwicklung es zu beobachten gilt, entpuppt sich bei näherer Recherche als erprobte Technik, die längst den Kinderschuhen entwachsen ist. Vor allem in den Niederlanden finden sich die Entwickler dieser Technik, die dort bereits seit 10 Jahren etabliert ist. Durch die hohe Dichte der Gasanschlüsse ist der Wechsel zum Erdgas-Wäschetrockner für viele kein Problem mehr, was Branchenkenner mit einem Zuwachs dieser Trocknungsmethode rechnen lässt.

Äußerlich wirkt der Erdgas-Wäschetrockner wie ein herkömmliches Gerät, in dessen Herzstück jedoch eine kleine Brennkammer den gravierenden Unterschied macht. Hier wird während des Betriebs kontinuierlich ein Gas-Luft-Gemisch verbrannt, wobei die Luft durch die Kammer strömt um anschließend die Wäsche zu trocknen. Über entsprechende Fühler wird die Betriebstemperatur sowie der Feuchtigkeitsgrad der Wäsche ständig überwacht. Dies ermöglicht eine genaue Temperaturregulierung und das rechtzeitige Abschalten des Gerätes, sobald der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist. Während des Betriebes wird die feuchte Abluft zusammen mit den Verbrennungsgasen über einen Ablaufschlauch ins Freie geführt.

Wäschetrockner

Wäschetrockner @iStockphoto/Daniel Loiselle

Schnell trockene und weiche Wäsche

Das Trocknen mit einem Erdgas-Trockner erfolgt schnell und effizient. Dabei wird die Wäsche durch den gleichmäßigen, warmen Luftstrom von der Brennkammer besonders weich, so dass zusätzliche Weichspüler bei der Wäsche reduziert oder ganz weggelassen werden können. Ein Aspekt, der gerade für Allergiker einen wichtigen Aspekt darstellen kann. Die Abluft erfordert lediglich einen Raum, der gut be- und entlüftet werden kann, um die Feuchtigkeit aus dem Trockenvorgang zu entsorgen. Somit stellt ein Erdgas-Trockner eine kosten- und energiesparende Alternative zu herkömmlichen Geräten dar, welche auch der Umwelt einen großen Gefallen tut.

Top Artikel in Haushalt und Wohnen