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Babys Entwicklung im ersten Jahr

Die meisten Eltern empfinden das erste Lebensjahr ihres Kindes als besonders spannend. Erlebt man den neugeborenen Säugling anfangs noch als recht hilflos, ist bis zum ersten Geburtstag plötzlich eine ziemlich muntere Persönlichkeit daraus geworden, die mittendrin steckt – im Abenteuer Leben.

Zwölf Monate voller Veränderung

Anfangs bevorzugen die Kleinen die ihnen aus dem Mutterleib vertraute Körperhaltung: Ärmchen und Beinchen angewinkelt und nah am Körper, Fäustchen geballt. Das hält sie allerdings nicht davon ab, kräftig zu treten und zu boxen. Bald kann der kleine Kopf aufrecht gehalten werden; in Bauchlage wird sich abgestützt, um die Umgebung besser wahrnehmen zu können. Von dieser Haltung ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis der Drang nach Fortbewegung durch Herumrobben und Kullern befriedigt wird.

Das zunehmende Körperbewusstsein sorgt für immer mehr Sicherheit, oft reicht in der Bauchlage ein Arm als Stütze. Zudem entdecken viele Babys jetzt, dass sie sich mit etwas Kraftaufwand aus der Bauchlage seitlich bereits in eine halbsitzende Position stemmen können. Der Gleichgewichtssinn stabilisiert sich von Tag zu Tag, und ungefähr im 10. Monat macht ein flotter kleiner Krabbler die Wohnung unsicher.

Bis zum Ende des ersten Lebensjahres kann das Kind sich hochziehen, kurze Zeit aufrecht sitzen, mehr oder weniger fest stehen und beängstigend schnell auf allen Vieren durch die Umgebung wuseln. Die Basis für die ersten eigenen Schritte ins nächste Jahr ist geschaffen. Auch die geistige Entwicklung vollzieht sich rasant. Innerhalb der ersten drei Monate lernt das Kind, seine Augen zu koordinieren und zu lächeln. Die Hände sind das wichtigste Erfahrungswerkzeug, ab dem 4. Monat wird alles befühlt, ergriffen und gezupft. Die Feinmotorik wird unaufhörlich trainiert, ebenso wie das Sprachverhalten. Nach einem halben Jahr werden aus Brabbeln und Glucksen präzise Lautbildungen, viele Babys produzieren um den ersten Geburtstag herum bereits erste einfache Worte.

Vom Säugling zum Kleinkind

Vom Säugling zum Kleinkind @iStockphoto/Marina Dyakonova

Vom Fremdeln, ersten Zähnen und Schreiattacken

Fester Bestandteil des ersten Jahres sind unbändiges Gebrüll, Zahnschmerzen und Fremdelphasen. Da Babys zunächst keine andere Möglichkeit haben, ihren Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen, schreien sie eben. Junge Eltern tun gut daran, Geschrei ernst zu nehmen. Hunger? Durst? Müdigkeit? Reizüberflutung? Schmerzen? Einsamkeit? Langeweile? Auch Letzteres ist für die Kleinen ein unerträglicher Zustand, der behoben werden soll. Nicht durch Dauerbespielung, aber vielleicht durch ein spannendes Mobile oder leise Musik. Nicht zu unterschätzen und unbedingt zu berücksichtigen ist der Wunsch nach körperlicher Nähe – schließlich war das Kind in den ersten 9 Monaten nie allein. Das Zahnen muss einfach überstanden werden, und zwar von der ganzen Familie. Kühlende Gels, Beißringe, Brotkanten und homöopathische Mittel sind erprobte Helfer. Das Fremdeln ist einer der wichtigsten sozialen Entwicklungsschritte – hier lernt das Kind, ihm sympathische Menschen von unangenehmen zu differenzieren. Eltern sollten dies unbedingt unterstützen und sich nicht über ablehnendes Verhalten hinwegsetzen. Diese Phase geht vorüber, und viel Körperkontakt sowie das Wahren kindlicher Grenzen helfen dem kleinen Menschen sehr dabei.

Ein gesundes erstes Jahr

Körper und Geist eines Babys müssen gerade im ersten Jahr viel aushalten und bewältigen. Nahrungsumstellung, Koliken, Impfungen, plötzliche Fieberschübe, Windelausschläge und sonstige Wehwehchen machen Eltern und Kind schwer zu schaffen. Kinderärzte wissen um die besondere Herausforderung und helfen, damit es mit vereinten Kräften ein gesundes erstes Jahr wird.

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