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Vorteile von ETF`s

Die immer größere Nachfrage der institutionellen Investoren nach ETFs im europäischen Raum ist sehr mit den Begriffen „Indextracking“ und Investmentphilosophie des passiven Portfoliomanagements verbunden. Dabei versteht man unter „Indextracking“ die Nachbildung geeigneter Kapitalmarktindizies in Form von Wertpapierportfolios. Im Gegensatz zum passiven Portfoliomanagementansatz verfolgt der aktive Portfoliomanagementansatz das Ziel den Referenzindex nachzubilden bzw. zu tracken um ein vergleichbares Anlageresultat zu erzielen.

Somit bedeutet Indexorientierung auch, dass die Wertentwicklung des Referenzindex (Benchmark) nachvollziehbar ist. Die immer weiter wachsende Bedeutung von Indextracking wird durch viele akademische Studien und Untersuchungen dargestellt. Diese gelangen bisher immer wieder zu dem Standpunkt, dass bei aktiv gemanagten Investmentfonds nur ein kleiner Teil langfristig besser abschneidet, als die Benchmark. Die Ergebnisse liefern eine Übereinstimmung mit der Theorie der Kapitalmarkteffizienz (Efficient Market Theory). Diese Theorie behauptet, dass Marktpreise am Kapitalmarkt ohne Zeitverzögerung sofort sämtliche Informationen und Erwartungen widerspiegeln.

ETF

ETF ©iStockphoto/TimArbaev

Dies jedoch bedeutet, dass Marktentwicklungen der Zukunft somit nicht vorhersehbar sind. Die Untersuchungsergebnisse betonen aber auch die aktuell massiven Nettomittelzuflüsse der ETF-Produkte. Mittlerweile gibt es natürlich auch eine große Zahl von Kritik am passiven Portfoliomanagement bzw. am Indextracking. Hauptkritik ist dabei, dass Anleger sich zwar durch eine Investition eines Finanzproduktes zwar die durchschnittliche Marktrendite aller Marktteilnehmer sichern, sie sich aber diese Sicherheit mit dem Verzicht auf eine Überrendite erkaufen müssen. Eine Outperformance gegenüber der Benchmark ist nicht möglich. Weitere Punkte, die Kritiker ansprechen, ist zum Einen die Tatsache, dass Indizes keine optimal diversifizierten Portfolios im Sinne der Portfoliotheorie darstellen. Zum Anderen die Nichtanerkennung der Effizienz von Kapitalmärkten von sehr vielen Marktteilnehmern.

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