Skip to main content

Wärmeschutzverordnung

Zwar wurde die Wärmeschutzverordnung durch die EnEV im Februar 2002 abgelöst, aber trotz allem soll sie, aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades in der Bevölkerung, an dieser Stelle noch erwähnt werden. Schließlich geht ein Teil der deutschen Bevölkerung davon aus, das sie noch immer existiert und somit wirksam ist. Als Grundlage für die sogenannte Verordnung über einen energiesparenden Wärmeschutz gilt das Energieeinsparungsgesetz. Dieses wurde 1976 vom deutschen Bundestag in Bonn beschlossen. Hintergrund waren die ständig steigenden Preise für die damals fossilen Energieträger und eine damit einhergehende Verschärfung der wirtschaftlichen Lage. Besonders die Energiekrise zu Beginn der Siebziger hatte die bundesdeutsche Bevölkerung wachgerüttelt und nur zu deutlich gezeigt, dass es so nicht weitergehen konnte.

Auf der Grundlage dieses Gesetzesentwurfes wurde schließlich im Jahre 1978 die Wärmeschutzverordnung verabschiedet. Mit ihr wurde das Ziel verfolgt, im Zuge von baulichen Maßnahmen den Energieverbrauch von Gebäuden und Immobilien zu verringern. Die Einsparung sollte zur nachhaltigen Schonung der Energiereserven beitragen. In den Jahren 1984 und 1995 erfuhr die WSchV jeweils eine Neuauflage, bzw. Novellierung und hatte in dieser Form bis zum 01. Februar 2002 Bestand.

Wärmeschutz

Wärmeschutz ©iStockphoto/ronstik

In Verbindung mit der Heizungsanlagenverordnung sollte sie letzten Endes die Basis der neuen Energieeinsparungsverordnung bilden. Durch die Zusammenlegung der beiden Regelwerke wurde der Rahmen dieser neuen Verordnung wesentlich erweitert. Es werden nun die gesamten Energieverluste, die auf dem Weg bis zum Verbraucher entstehen mit bewertet. Auf diese Weise kann der Energiebedarf weitaus umfassender bewertet werden.

Top Artikel in Energieausweis