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Warmwasserzubereitung: Solaranlage und Wärmepumpe

Kaum jemand kann sich noch an die Zeiten erinnern, als das Wasser zum Waschen und Baden noch auf dem Ofen bereitet wurde. Heutzutage sind wir es gewohnt, den Hahn aufzudrehen und sofort warmes Wasser zum Duschen, Zähneputzen oder für den Abwasch zu haben. Es ist doch angenehm, jederzeit über warmes Wasser zu verfügen. Ein Luxus, den keiner mehr missen möchte.

Wer macht sich beim Duschen schon Gedanken darüber, wie das Wasser im Haus erwärmt wird. Wird in einem Haushalt jedoch viel warmes Wasser verbraucht, macht sich das dann bei der jährlichen Energieabrechnung bemerkbar. Verschenken Sie nicht ihr hart verdientes Geld!

Wärmepumpe

Wärmepumpe ©iStockphoto/MeggiSt

Es gibt viele verschiedene Methoden, Wasser auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Komfortable und weniger komfortable, sparsame und aufwändige, Lösungen für Single-Haushalte und für Großfamilien.

Welche Lösungen gibt es?

Die beliebteste und praktischste Variante ist die Warmwasserbereitung über das Heizsystem. Im Winter ist das auch meist die günstigste Lösung. Der Heizkessel heizt sowieso, und das Wasser wird, ganz nebenbei, gleich mit erwärmt. Im Sommer lassen sich moderne Heizkessel in die „Nur Warmwasser“ Funktion versetzen. Trotzdem wird hierbei die eingesetzte Energie nicht optimal genutzt.

Strom ist teuer!

Der Strompreis ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Wer sein warmes Wasser mit Stromboilern und Durchlauferhitzern erwärmt, kann mit einer hohen Energierechnung rechnen.

Boiler und Durchlauferhitzer eignen sich nur in speziellen Anwendungsfällen, z.B. bei unregelmäßiger Nutzung eines Gartenhäuschens oder beim gelegentlichen Besuch des Zweitwohnsitzes. Befindet sich die Wasserentnahmestelle sehr weit vom Zentralgerät entfernt, kann ein Kleinspeichergerät die günstigste Lösung sein.

Der Vorteil von Stromboilern und Durchlauferhitzern ist, dass bei Bedarf in kürzester Zeit warmes Wasser zur Verfügung steht.

Lassen Sie die Sonne für sich arbeiten!

Die wahrscheinlich beste Lösung ist eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auf Jahre gerechnet auch den Geldbeutel. Einen Nachteil haben Solaranlagen aber leider doch.

Da in unseren Breitengraden die Sonneneinstrahlung nur in den Sommermonaten für die Warmwasserbereitung ausreicht, benötigt man für den Winter eine andere Alternative. Hier haben sich Kombinationsanlagen, z.B. Solaranlagen mit einer Erdgas Brennwert Heizung oder Solarkollektoren mit Fernwärmeanschluss und Speicher in den letzten Jahren bewährt. So wird im Winter der Restwärmebedarf über das Heizsystem zugeführt.

Informationen zu Solaranlagen erhält man bei den Stromanbietern oder man informiert sich einfach über das Internet. Hier kann man sich gleich die beste Lösung für den eigenen Verbrauch ausrechnen lassen und Adressen von Firmen, die Solaranlagen installieren, im jeweiligen Wohngebiet finden.

In vielen Städten und Gemeinden werden Solaranlagen mit Zuschüssen gefördert. Informationen erhält man in den Gemeinde und Stadtämtern.

Was ist eine Warmwasser Wärmepumpe?

Eine andere Möglichkeit zu warmem Wasser zu kommen, ist eine Warmwasser Wärmepumpe. Wie funktioniert das? Die Wärmepumpe entzieht über einen Wärmetauscher der Umgebungsluft Energie und nutzt diese dann zur Erwärmung des Wassers. Luft-Wasser Wärmepumpen lassen sich in bestehende Systeme einbinden und sind einfach zu installieren. Sie beziehen zwei Drittel der benötigten Energie gratis aus der Umgebungsluft. Das letzte Drittel wird in Form von Strom zugeführt.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten, zu warmem Wasser zu kommen und den Energieverbrauch zu senken. Die örtlichen Stromanbieter beraten gerne bei Fragen rund um die Warmwasserbereitung.

Geld einzusparen ist immer ein lohnendes Ziel, schließlich kann man es dann für andere Dinge ausgeben die sonst nicht in Frage gekommen wären. Warum also nicht bei der Heizung damit beginnen?

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