Skip to main content

Was tun bei Potenzstörungen?

Jedem Mann fällt es schwer darüber zu reden: Potenzstörungen. Dabei sind viel mehr Männer von diesem Problem betroffen als allgemein angenommen wird. Nicht nur im Alter kann es zu Problemen im Bett kommen, auch in jungen Jahren kann es durchaus vorkommen, dass nichts mehr geht. Verantwortlich ist hierfür in erster Linie der Stress, dem viele Männer in ihrem Beruf ausgesetzt sind.

Daraus resultierende Potenzstörungen werden oftmals gleich mit einem vermeintlichen Versagen gleichgesetzt, was den Stress und die Frustration nur noch erhöht. Dieses führt nicht nur dazu, dass der Spaß im Bett ausbleibt, es können sich auch ernstzunehmende psychische Probleme entwickeln, die nicht selten in schweren Depressionen münden.

Es hilft also alles nichts: Mann muss – auch in Hinblick auf seine Partnerin – zu seinem Problem stehen und nach einer Lösung suchen. Schließlich ist Sexualität ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens: Sie sorgt für Ausgeglichenheit und Zufriedenheit und fördert und stärkt die Beziehung zwischen den Partnern. Niemand sollte aus falscher Scheu auf dieses Stück Lebensqualität verzichten müssen.

Der Arzt, Dein Freund und Helfer

Wenn man (und frau) bemerkt, dass es im Bett nicht mehr wie gewöhnt läuft, sollte der erste Weg zu einem Urologen führen. Scham und Scheu sind hier völlig unangebracht – schließlich wird ein solcher Arzt tagtäglich mit diesem Problem konfrontiert und hat Verständnis für die Probleme seiner Patienten. Ursachen für Potenzstörungen müssen nicht zwangsweise auf eine schwere Erkrankung hinweisen. In vielen Fällen ist das Problem auf eine Durchblutungsstörung zurückzuführen. Zwar trainiert der männliche Körper die Durchblutung des wichtigsten Stückes des Mannes jede Nacht, dennoch kann dieses unter Umständen nicht genug sein. Sex selbst ist ein perfektes Training – zumal er nicht nur die Durchblutung fördert, sondern auch noch andere angenehme Nebeneffekte aufweist. Stress – der ursächlich für viele körperliche Beschwerden ist – wird hierbei perfekt abgebaut. Tiefes Atmen versorgt alle Organe mit ausreichend Sauerstoff, sodass wir Energie tanken können.

Potenzmittel

Potenzmittel @iStockphoto/Rick Rhay

Hilfe bei Durchblutungsstörungen

Eine verbesserte Durchblutung lässt sich allgemein auch gut herstellen, wenn genügend Sport betrieben wird. Hier sollte man allerdings bei der Wahl der Sportart überlegt vorgehen: Alles was beengt oder einschneidet – wie zum Beispiel ein Fahrradsattel – sollte vermieden werden. Generell empfehlenswert sind Sportarten, die dem Muskelaufbau im Bereich der Oberschenkel und des Gesäßes dienen – besonders die Beckenbodenmuskulatur sollte aber auch nicht beim Sporteln außer Acht gelassen werden. Sie ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass ein Mann Standhaftigkeit unter Beweis stellen kann. Spezielle Übungen, welche die beim Geschlechtsverkehr benötigten Muskelpartien trainieren, können zum Beispiel folgende sein: das Beckenschaukeln und das Skipping.

Für die erste Übung – das Beckenschaukeln – müssen Sie die Beine dicht aneinander stellen und in die Hocke gehen. Spannen Sie in dieser Position die Gesäßmuskeln fest an und verschränken Sie die Hände hinter dem Kopf. Die Spannung sollte nun gehalten werden, während Sie gleichzeitig Ihr Becken vor und zurück bewegen. Diese Übung erfordert zwar einen guten Gleichgewichtssinn und ist anstrengender als sie sich anhört, sie stärken aber hiermit ihre Muskulatur an allen für den Geschlechtsakt wichtigen Stellen.

Das Skipping ist eine einfacherere Übung: Hierbei laufen Sie auf der Stelle, wobei Sie die Beine in einem angewickelten Zustand möglichst hoch heben. Stellen Sie sich am besten vor, Sie würden mit Ihren Knien einen Punkt treffen wollen, der vor Ihrer Nase gelagert ist. Der Rücken sollte bei dieser Übung allerdings eine gerade Position einnehmen. Das Skipping können Sie in verschiedenen Schnelligkeiten durchführen. Je nach Kondition können Sie die Dauer der Trainingseinheiten bestimmen und sich zwischendurch eine kleine Verschnaufpause gönnen. Die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur wird auf diese Weise perfekt trainiert.

Neben der sportlichen Betätigung sollten Sie natürlich auch auf Ihre Ernährung achten. Hier spielt Ausgewogenheit eine große Rolle, damit Ihr Körper mit allen notwendigen Stoffen versorgt wird, die er braucht, um gesund und fit zu bleiben. Nur so kann er Leistung – auch im Bett – erbringen.

Hilfsmittel Potenzpillen

Aber auch, wenn mit genügend sportlicher Betätigung und einer etwaigen Ernährungsumstellung das Problem nicht vollends behoben werden kann, muss man nicht verzweifeln: Sind potenzielle Kontraindikationen von einem Arzt ausgeschlossen worden, können auch Potenzpillen helfen, wieder zu einer erfüllten Sexualität zu finden. Seitdem Viagra auch den deutschen Markt erobert hat, ist es keine Seltenheit mehr, dass Männer auf die Hilfe von Medikamenten zurückgreifen – seien es die bekannten blauen Viagra-Pillen oder aber neuere Präparate wie Levitra und Cialis.
Viagra wirkt dabei auf folgende Art und Weise: Es unterstützt die Botenstoffe, die der männliche Körper im Zustand sexueller Erregung ausschüttet, so dass die Enzyme, die solche Botenstoffe abbauen, kein leichtes Spiel mehr haben. Der große Vorteil ist, dass man seine Sexualität dann wieder in vollen Zügen genießen kann, insbesondere deshalb, weil die Wirkung relativ schnell einsetzt und für einige Zeit andauert.

Die Zeiten, in denen sich mann also seinem Schicksal ergeben musste, sind längst vorbei. Sie müssen lediglich den Mut aufbringen und sich Ihren Problemen stellen, die dann sicherlich schnell der Vergangenheit angehören werden.

Top Artikel in Gesundheit