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Was tun bei Vitaminmangel?

Vitaminmangel – ein Begriff, den viele von uns zwar kennen, aber wahrscheinlich eher in die Zeit der Jahrhundertwende einordnen, als nur einem kleinen Teil der Bevölkerung ausreichend Vitamine zur Verfügung standen. Aber auch in der Moderne ist ein Mangel an Vitaminen immer noch aktuell.

Und das trotz der Möglichkeit, sich über Super- und Wochenmärkte mit allem was nötig ist zu versorgen. Dabei hat ein chronischer Mangel an Vitaminen weitreichende Folgen für den Organismus. Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen zählen hier noch zu den harmlosen Auswirkungen. Wesentlich drastischer sind dagegen Entzündungen oder Wachstumsschwierigkeiten bei Kindern. In jedem Fall sollte man auch heute immer noch darauf achten, dass Vitamine fester Bestandteil der Ernährung sind.

Vitamine als wichtiger Bestandteil der Nahrung

Der menschliche Organismus – ein komplexer „Apparat“, der für eine korrekte Funktion nicht nur auf einen Treibstoff setzt, sondern einen ausgewogenen Mix benötigt. Dazu gehören auch Vitamine, von denen dreizehn Stück immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen müssen. Während einige fettlöslich sind, nämlich die Vitamine A, D, E und K, lassen sich die anderen nur in Wasser lösen. Zur letzteren Gruppe zählen auch die bekannten Vitamine B und C. Jeder der eben genannten Vertreter übernimmt im Körper unterschiedliche Aufgaben, die bei einem Mangel nicht mehr ausgeführt werden können. Ein Fehlen im Zellstoffwechsel kann zu massiven Beeinträchtigungen führen.

Wird auf die Aufnahme von Vitamin A verzichtet, können Nachtblindheit, eine Abnahme des Gewichts oder sogar die Schädigung von Schleimhäuten die Folge sein. Wer sich dagegen falsch ernährt und unter Wachstums- oder Nervenschäden leidet, kann an einen Mangel der Vitamine B1, B2 oder B5 leiden. Dagegen verursacht zu wenig Vitamin B3 Entzündungen, was auch bei zu wenig Vitamin B6 der Fall ist. Bei Letzterem kommen aber noch Nervenschäden und Hautstörungen dazu.

Vitamine

Vitamine @iStockphoto/Igor Karon

Eine der bekanntesten Mangelerscheinungen ist durch die Seefahrt bekannt geworden. Ein Auftreten von Skorbut begleitet den Mangel an Vitamin C, welches vor allem im Winter ganz oben auf der Speisekarte stehen sollte. Sorgt es doch für eine Verbesserung der Abwehrkräfte. Leistungsschwächen und eine geringere Fruchtbarkeit können dagegen die Folge eines Vitamin E-Mangels sein, weshalb diese Vitamin in der Familienplanung also immer berücksichtigt werden sollte.

Bis auf das Vitamin D, welches der Körper mithilfe des Sonnenlichts aus eigener Kraft produzieren kann, müssen alle der eben genannten Vitamine dem Körper von außen zugeführt werden, weshalb der Nahrungszusammensetzung eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Schließlich will sich niemand dabei zusehen, wie sich durch einen Vitamin H-Mangel langsam das Wachstum der Haut und Haare verringert. Eine Unterversorgung bemerken wir also nicht nur an Veränderungen unseres Körpers, sondern tragen die Mangelerscheinungen auch nach außen.

Wer braucht besonders viele Vitamine?

Wie kommt es nun aber zu einer entsprechenden Unterversorgung mit Vitaminen bzw. einem Mangel? Diese Frage lässt sich in den Industriestaaten nicht damit erklären, dass die entsprechenden Nahrungsmittel nicht zur Verfügung stehen. Ganz im Gegenteil, über Supermärkte stehen uns das ganz Jahr über Vitaminquellen zur Verfügung. Schuld sind Essgewohnheiten wie Diäten oder der ständige Konsum von Fast-Food, die dazu führen, dass Teile der Bevölkerung eine einseitige Ernährung pflegen. Daneben steigt in einigen Bevölkerungsgruppen der Vitaminbedarf an, etwa bei Rauchern, Schwangeren oder Personen, die einer hohen geistigen und körperlichen Beanspruchung ausgesetzt sind. Aber auch Kinder, deren Körper sich noch im Wachstum befindet, sind auf eine hohe Zufuhr an Vitaminen angewiesen, weshalb gerade hier auf eine möglichst ausgewogene Ernährung geachtet werden sollte. Nur so lässt sich eine Mangelversorgung vermeiden.

Mittel gegen den Vitaminmangel

Welcher Weg führt aus einer Situation, die von einem Vitaminmangel gekennzeichnet wird? Ganz einfach – eine ausgewogene Ernährung. Jedes Jahr predigen Experten, was alles auf den Speisezettel gehört: Neben Gemüse und Obst dürfen aber auch Fisch und Fleisch nicht fehlen. Nur auf eine der vier Komponenten zu setzten, ist genauso falsch wie gesundheitsschädlich. Wer sich genau darüber informieren will, was alles auf den Tisch gehört und worin welche Vitamine stecken, sollte auf entsprechende Ernährungsempfehlungen und Tabellen zurückgreifen. Eine Quelle für diese Informationen ist zum Beispiel das Internet. Sollte es bereits zu spät sein und ein Vitaminmangel feststehen, empfiehlt sich die Einnahme von Ergänzungspräparaten, die aber immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden sollten.