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Weihnachtsgeschenke mit Herz

Alle Jahre wieder am Heiligen Abend, kurz bevor in den Städten auch die letzten Läden schließen, kann man es aufs Neue beobachten: Verzweifelte Gestalten, zumeist Männer, die es bislang nicht geschafft haben, die passenden Geschenke für ihre Liebsten zu finden. Sie laufen verwirrt bis ärgerlich und aber immer leicht hektisch durch die Gänge der Kaufhäuser – halten abwechselnd überdimensionierte Kuschelmäuse, hässliche Glasvasen und 5er-Packs Socken in ihren Händen und können sich schlichtweg nicht entscheiden, ob dies nun wirklich das Richtige für das Fest der Feste ist.

Nicht nur dass das auf diese Weise erwählte Geschenk unter Garantie nicht gerade für die funkelnden Augen unterm Weihnachtsbaum sorgen wird, die man sich wünscht – man bringt sich auf diese Weise auch selbst um die festliche Stimmung. Das besinnliche Weihnachtsfest wird damit zur Konsumschlacht, in der es nur noch zählt, dass man überhaupt etwas in den Händen hält, was man verschenken kann. Dabei sind solche Szenarien mit ein paar Tipps einfach zu vermeiden.

Schenken mit Herz und Verstand

Wünsche gibt es nicht nur in der Adventszeit, sondern über das ganze Jahr. Hören Sie Ihren Liebsten zu – auch wenn sie bereits im Sommer von einem Buch schwärmen, das sie irgendwann mal lesen wollen oder von einem Ausflug, den sie gerne einmal unternehmen möchten. Notieren Sie sich die Wünsche, die ohne Hintergedanken geäußert werden und sie werden auch in der Weihnachtszeit einen Fundus von Ideen haben, aus dem sich schöpfen lässt. Nicht nur konkrete Wünsche lassen sich auf diese Weise erfüllen – wenn Sie wissen, was der Beschenkte gerne liest, welche Filme mit welchem Schauspieler er liebt oder welche Düfte er als angenehm empfindet, geraten Sie nicht kurz vor Weihnachten ins Schleudern.

Auch wenn Sie einmal nicht allzu kreativ sind und sich doch schließlich und endlich für einen Gutschein entschließen, muss dieses Geschenk nicht herzlos wirken. Schließlich kommt es auch auf die Verpackung an. Also lassen Sie sich etwas einfallen: Umschläge lassen sich mit weihnachtlichem Glitzer, Sternchen und vielem mehr bekleben; handgeschriebene Kärtchen lassen sich mit schönen Bändern am Geschenk befestigen und sogar kleine, schön verpackte Pralinchen eignen sich als Verzierung auf dem Päckchen. Auf diese Weise erreichen Sie, dass der Beschenkte merkt, dass Sie sich dennoch Mühe und Gedanken gemacht haben und dass er Ihnen wichtig ist.

Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsgeschenke @iStockphoto/Miroslaw Modzelewski

Vermeiden Sie Fettnäpfchen

Auch wenn Ihnen partout im ersten Augenblick nichts anderes einfallen will, vermeiden Sie Klischee-Geschenke. Viel zu oft haben Umfragen bereits bestätigt, dass Frauen sich wirklich nicht über Töpfe, Essbesteck oder Dekovasen freuen. Selbst das allseits beliebte Standardgeschenk – Parfum – erfreut sich nur mäßiger Beliebtheit, da man sich am liebsten das eigene Parfum selbst aussucht. Bei Männern sollten es keine Socken, Unterhosen, Krawatten und sonstige Bekleidungsstücke sein. Davon hat „mann“ nichts, sondern vielmehr „frau“, die sich dann an dem hübschen Aussehen ihres Partners erfreuen kann.

Achten Sie also darauf, dass Ihre Geschenkideen nicht zu angestaubt sind, überholte Klischees bedienen oder im Grunde nur Ihren eigenen Vorlieben entsprechen. Übrigens: Auch ein Buch mit Diättipps kann durchaus nett gemeint sein, ob es aber auch so ankommt und nicht doch für Unfrieden unterm Weihnachtsbaum sorgt, ist damit nicht gesagt… Denken Sie an den Beschenkten und seine Vorlieben und daran, dass Geschenke die Gelegenheit sind, auszudrücken wie sehr sie jemanden mögen. Sicherlich wird auch Ihnen dann die eine oder andere Idee wie von selbst kommen.