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Wildblumen auf dem Balkon

Wildblumen stellen wohl eine der schönsten und natürlichsten Dekorationen der Natur dar. Dies kann dabei nicht nur im Garten für eine Augenweide sorgen, sondern vielfach auch auf Balkon und Terrasse einen auffälligen Blickfang darstellen. Da diesen Pflanzen in der Natur jedoch keine menschliche Pflege zuteil wird, sind sie es gewöhnt, auch ohne große Zuwendung schön und kräftig zu blühen. Sie sind anspruchsloser als ihre gezüchteten Verwandten und können Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen besser vertragen. Zeitgleich bieten sie zahlreichen Nutzinsekten wie Bienen, Schmetterlingen und Hummeln eine Nahrungsquelle, die in künstlich angelegten Gärten mit Zuchtpflanzen häufig fehlen.

Leider sind einige Wildblumenarten inzwischen geschützt, da ihre Art vom Aussterben bedroht ist. Ein Grund mehr, sich genauer mit diesen wilden Schönheiten zu befassen und ihnen ein weiteres, neues Zuhause anzubieten. Dabei sollte man jedoch von der Ausgrabung in der Natur absehen und stattdessen in spezialisierten Gärtnereien nachfragen beziehungsweise einige Samen der Wildblumen an ihrem natürlichen Standort ernten.

Wildblumen in Kübeln und Töpfen

Viele Wildblumenarten lassen sich gut in Töpfen und Kübeln anpflanzen. Dabei sollte man jedoch einige Aspekte beachten, um eine größtmögliche Freude an den wohlgeratenen Blüten und Pflanzen zu erhalten. Bei mehreren Wildpflanzen in einem Gefäß sollten vergleichbare Ansprüche in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit und den Wasserbedarf vorliegen. Fachliteratur oder Gärtnereien helfen zumeist bei der Bestimmung der Ansprüche weiter.

Ein durchschnittlich großer Topf oder Kübel sollte nur eine beschränkte Artenvielfalt beherbergen. Weniger ist oft mehr, wobei farbige Kontraste gut zur Geltung kommen. Zusammen gepflanzte Arten sollten optimalerweise unterschiedliche Hauptblütezeiten besitzen. Dies ermöglicht eine schöne Optik über einen längeren Zeitraum. Verwelkte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden. Wer Samen gewinnen möchte, kann jedoch einzelne verwelkte Blüten aufreifen lassen.

Wildblumen

Wildblumen @iStockphoto/ingmar wesemann

Wilder Blütenzauber in Balkonkästen

Zahlreiche Wildblumen eignen sich für die Anpflanzung in Töpfen. Dazu gehören beispielsweise die Zwergglockenblume, die mit ihren himmelblauen Blüten zwischen Juni und August jedes Gärtnerherz erfreut. Die Heidenelke bildet ein immergrünes Hängepolster, welches von Juni bis Oktober mit rosafarbenen Blüten geschmückt ist. Der Steinquendel bietet ein vergleichbares Bild, blüht jedoch von Juni bis September in hellen Violetttönen. Der Frühlingsthymian eignet sich auch als Bodendecker. Die rosaroten Blüten, die von Mai bis Juli sprießen, finden ihren Kontrast in den dunkelgrünen kleinen Blättern, die auch als Gewürz dienen können. Diesen Wildblüten sind kleinere Töpfe ebenso genehm wie die Kombination mit anderen Wildblumen in größeren Kübeln.

Mehr Platz für sich beanspruchen Arten wie die Färberkamille mit sonnengelben Blütenköpfen von Juni bis September, die Ackerglockenblume mit violetten Glockenblüten von Juni bis August sowie der aufrechte Ehrenpreis, dessen blaue Blüten von Mai bis August begeistern.

Schleckermäulchens Schatteneckchen

Wenngleich viele Blumenarten sonnige Standorte bevorzugen, muss man auch mit einer vornehmlich schattigen Balkonvariante nicht verzagen. Im Gegenteil: Für Schleckermäulchen bietet sich der schattige Balkon als optimale Umgebung für die Walderdbeere an, die von Mai bis Oktober kleine weiße Blüten zieren. Aus den Blüten entwickeln sich ab Juni aromatische Früchte. Die jungen Blätter eignen sich auch für Kräutertees, die zusammen mit Himbeerblättern und Minze einen leckeren Sommertee ergeben. Die Vielfalt unter den Wildblumen und -kräutern ist groß, so dass für jeden Balkon und jeden Geschmack das passende Pflänzchen zu finden ist.

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