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Wraps – Gerollte Köstlichkeiten

Betrachtet man die internationale Küche, stößt man immer wieder auf Köstlichkeiten, die in ein und der selben Form daherkommen, nämlich gerollt. Wer zuerst anfing, leckere Zutaten in eine Teig-, Gemüse- oder Fleischrolle zu verpacken, kann wohl nicht mehr herausgefunden werden. Fest steht allerdings, dass diese Zubereitungsart eine lange Tradition hat und in vielen Regionen der Welt verbreitet ist.

Beispiele hierfür gibt es zahlreiche: Fangen wir doch einmal mit dem modernen Wrap an, wie wir ihn aus Amerika und inzwischen auch aus heimischen Fast Food Restaurants kennen. Die Hülle bildet hier ein Fladen aus Weizenmehl, der je nach Gusto mit den unterschiedlichsten Zutaten gefüllt werden kann. Da uns der Wrap oftmals als leichte Alternative zum fettigen Burger verkauft werden soll, handelt es sich dabei zumeist um Salat mit Hähnchenfleisch oder auch Fisch. Kalorienzähler seien aber gewarnt: Wenn zugleich eine fettige Soße als Dressing Verwendung findet, ist der Traum vom leichten Snack schnell passé. Dem Geschmack ist es aber dennoch zuträglich.

Wandern wir von den USA weiter in den Süden, kommen wir nicht an den sogenannten Tortillas vorbei, wie sie in Mexiko zubereitet werden. Sie sind Basis für die unterschiedlichsten mexikanischen Spezialitäten, wie Burritos und Tacos. Die Basis – die Tortilla – besteht ähnlich wie ein Wrap aus Weizenmehl oder aber – und das ist eine mexikanische Besonderheit – aus Maismehl. Wird die Tortilla gefüllt – zum Beispiel mit Bohnen, scharfer Soße und Hackfleisch – bleibt sie eine Tortilla, wird sie hingegen gerollt, spricht man von einem Taco. Burritos werden wiederum anders zubereitet: Sie werden gefüllt und dann noch einmal heiß angebraten.

Auch die Asiaten haben ein Faible für gerolltes Essen, man denke nur an Sushi und Frühlingsrollen. Bei ersterem werden roher Fisch, Klebreis und mitunter auch Gemüse in zarte Algenblätter gerollt – eine durchaus gesunde und kalorienarme, leckere Mahlzeit kann auf diese Weise entstehen. Frühlingsrollen hingegen sind die fettreicheren asiatischen Röllchen: Ihre Füllung aus Sojasprossen, Möhren, Zwiebel, Chinakohl sowie entweder Hähnchen- oder Schweinefleisch ist zwar durchaus leicht, allerdings wird sie in der Hülle, die alles zusammenhält und aus Reispapier besteht, in Fett ausgebacken.

Wraps

Wraps @iStockphoto/Jill Chen

In Griechenland, aber auch in der Türkei werden häufig Weinblätter benutzt, um leckere, kleine, gerollte Snacks herzustellen. Die türkische Variante wird dabei wie folgt zubereitet: Man nehme Knoblauch, brate diesen in reichlich Olivenöl an und gebe erst Tomatenmark und dann Reis hinzu. Dem Reis gibt man einige Zeit, bis er den würzigen Sud gut eingesogen hat und fülle ihn danach in die Weinblätter, die zuvor in Salzlake eingelegt wurden. Die kleinen Röllchen werden daraufhin in einen Kochtopf gestapelt und mit Wasser, Zitronensaft und ein paar Tropfen Öl aufgegossen, worin sie dann eine gute dreiviertel Stunde lang kochen müssen, bevor man sie zusammen mit Joghurt und Butter genießen kann.

Es geht aber auch süß, das zumindest beweisen die Franzosen und bieten uns eine leckere Crepes an. Dabei handelt es sich im Grunde um einen Pfannkuchen. Das Besondere daran: Dieser ist hauchdünn gebacken und wird mit unterschiedlichen Leckereien wie Orangenlikör oder Schokocreme gefüllt. Wie man an dieser zwar nicht vollständigen, aber dennoch schon beeindruckenden Liste erkennt, haben viele Nationen ihre eigenen leckeren Röllchen – eine ideale Gelegenheit sich inspirieren zu lassen und eine Leckerei nach der anderen zu probieren. Guten Appetit!