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Wühlmaus oder Gartenbesitzer – wer kennt mehr Tricks?

Viele Gartenliebhaber wissen ein Lied über die zwar niedlichen aber dennoch störenden kleinen Vandalen zu singen, die regelmäßig die erhofften Ergebnisse stundenlanger, harter Gartenarbeit zunichte machen. Die Rede ist hier von den Wühlmäusen, deren großer Appetit nicht einmal vor den Wurzeln der teuersten und schönsten Pflanzen, die wir in unseren Gärten hegen und pflegen, Halt macht.

Dabei gehen die kleinen Wühler äußerst raffiniert vor: Sie leben fast ausschließlich unter der Erde und lassen sich somit nicht auf frischer Tat ertappen. Hinzu kommt, dass die kleinen Erdhaufen, welche auf ihre Rechnung gehen, weniger auffällig sind als die von Maulwürfen. Zumeist merkt der begeisterte Gartenfan somit erst spät, dass all seine Bemühungen um ein Blumenparadies im wahrsten Sinne des Wortes untergraben werden. Dann ist die Wut über die kleinen Nager allerdings groß und es wird fieberhaft nach Mittel gesucht, den Kampf mit den raffinierten Wühlern für sich zu entscheiden.

Ausweichen und Abhalten anstatt direkter Konfrontation

Wer es zunächst auf die friedliche Art und Weise probieren will, kann versuchen Pflanzen in seinen Garten zu integrieren, welche die kleinen Mäuse nicht besonders schätzen. So sind Narzissen, Hyazinthen, Holunder und Pfingstrosen weniger appetitlich für die Wühlmäuse als viele andere Blumen. Hinzu kommt, dass man auf bestimmte Pflanzen zurückgreifen kann, die aufgrund ihres Geruches abschreckend auf die feinen Nasen der Nager wirken. Dieses können zum Beispiel Kaiserkrone, Steinklee, Wühlmauswolfsmilch, Knoblauch und auch Zwiebeln sein. Bei den beiden letzteren Optionen hat der Gärtner zudem den Vorteil, dass er von einer solchen Gartenbepflanzung zur Erntezeit auch selbst profitieren kann. Ein Erfolg bei dieser Taktik kann zwar nicht unbedingt garantiert werden, aber vielleicht sind die Wühlmäuse, die in Ihrem Garten Quartier bezogen haben, von der sensibleren Sorte und wählen sich lieber einen anderen Garten aus, in dem es für ihr Empfinden weniger unangenehm riecht.

Wühlmaus

Wühlmaus @iStockphoto/Paul Broadbent

Schutz für Wurzeln

Das A und O bei einer erfolgreichen Taktik im Kampf gegen die hungrigen Mäuse ist, den Nager wo es nur geht Grenzen zu setzen. Möchten Sie also neue Blumen pflanzen, greifen Sie immer auf Wurzelkörbe zurück. So geschützt haben Ihre Pflanzen bessere Chancen, von den kleinen Zähnen der Wühlmäuse verschont zu bleiben.

Niederfrequenz-Schallgeräte

Garten-Center präsentieren ihren Kunden regelmäßig neue High-Tech-Geräte, die dem Nagerproblem ein Ende setzen sollen, ohne dass es gleich zu Mord und Totschlag kommen muss. Niederfrequenz-Schallgeräte werden in diesem Zusammenhang in letzter Zeit vermehrt angeboten. Diese Geräte sorgen für Vibrationen im Erdreich, welche die Mäuse in die Flucht schlagen sollen. Das Problem ist nur, dass die abgesonderten Vibrationen in der Regel zu schwach sind, um zu tatsächlichen Erfolgen zu führen. Die Wühlmäuse nehmen die leichte Irritation billigend in Kauf und lassen sich die Wurzeln Ihrer Pflanzen einfach weiter schmecken.

Andere die Arbeit machen lassen

Auch Wühlmäuse haben natürliche Feinde – etwa Greifvögel und Wiesel. Wenn Sie in einer ländlichen Gegend wohnen, können Sie ihren Garten mit Vogelsitzstangen und Steinhaufen so herrichten, dass sich diese Helfer bei ihnen wohlfühlen. Zudem hilft es, wenn in ihrem Garten mal öfter etwas los ist: Laut spielende und trampelnde Kinder sind für Wühlmausohren die Hölle.
Abstand nehmen sollten Sie allerdings von jedweder Art von Gift. Dieses gefährdet nicht nur andere – zum Teil unter Artenschutz stehende – Tiere, sondern auch den Menschen. Im schlimmsten Fall kommen lediglich Fallen in Frage.

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