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Zahnersatz in der gesetzlichen Krankenkasse

Nach einer Zahnextraktion – ob nun durch den Zahnarzt oder aufgrund eines Unfalls – muss ein Zahnersatz her. Je nach Form der Prothetik können dafür einige hundert Euro, schnell aber auch ein paar tausend Euro anfallen. Für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Zahnersatz seit 2005 ein besonders heikles Thema. Denn zum Januar 2005 ist in der gesetzlichen Krankenversicherung ein befundorientiertes Zuschuss-System eingeführt worden. Was bedeutet das für den einzelnen Patienten?

Grundsätzlich übernehmen Krankenkassen einen Zuschuss zum Zahnersatz in Höhe von 50 Prozent. Dieser Satz bezieht sich aber nicht auf die tatsächlich anfallenden Kosten für den Zahnersatz, sondern nur auf den jeweiligen Befund und die medizinisch notwendige Behandlung. In der Praxis bedeutet das, dass für eine Brücke im Bereich der Backenzähne die Krankenkasse nur für den Zahnersatz ohne Verblendung aufkommt – und zwar zur Hälfte. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Patient eine Verblendung wünscht. Kostet der Zahnersatz ohne Verblendung 500 Euro, schießt die Krankenkasse 250 Euro zu. Durch die Verblendung würden sich die Kosten auf 675 Euro erhöhen. Trotzdem bleibt es beim den 250 Euro Kassenleistung. Der Patient müsste in unserem Beispiel 425 Euro aus eigener Tasche finanzieren.

Einen höheren befundbezogenen Zuschuss von 20 bzw. 30 Prozent (bezogen auf den Zuschuss i. H. v. 50 Prozent) erhalten Betroffene dann, wenn sie über das sogenannte Bonusheft einen regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt nachweisen können. Vor der eigentlichen Behandlung wird anhand eines Heil- und Kostenplans der Zahnprothetik-Einsatz geprüft und beurteilt.

Zahnersatz in der gesetzlichen Krankenkasse

Zahnersatz in der gesetzlichen Krankenkasse @iStockphoto/Andreas Rodriguez

Übrigens: Gesetzlich Versicherte müssen nicht zwingend auf dem Großteil der Kosten sitzenbleiben. Wer über eine private Zahnzusatzversicherung verfügt, kann von dieser ebenfalls einen Teil der Kosten übernehmen lassen.

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