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Die Brautentführung – Hochzeitsspiele

Dieses Spiel stammt aus dem Mittelalter und gehört zu den traditionellen Spielen auf Hochzeiten. Die Brautentführung symbolisiert, dass man sich von den Eltern trennt und ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Eine durchdachte, gründliche Planung des Spiels ist Vorraussetzung, um spätere Fehler zu vermeiden. Der beste Zeitpunkt für dieses Spiel ist nach dem Abendessen. Wichtig ist dabei, dass die Trauzeugen von der Entführung nicht vorher in Kenntnis gesetzt werden. Das Entführen der Braut sollte vor den Gästen bemerkbar machen. Wenn der Bräutigam es bedauerlicherweise nicht mitbekommt, wäre es angebracht ihm einige Hinweise in zeitlichen Abständen zukommen zu lassen.

Einige Freunde des Paares, am besten Junggesellen, entführen die Braut von Kneipe zu Kneipe und hinterlassen dem Bräutigam die Zeche. Die Trauzeugen müssen sich mit an der Suche beteiligen. In den Gaststätten sollte es der Braut nicht zu langweilig werden, sonst ist die Stimmung schnell dahin. Mit witziger Programmeinlage, beispielsweise Trinkspielen oder lustigen Liedern, kann man sich die Zeit ein wenig verkürzen. Dennoch ist zu beachten, dass pro Kneipe ein maximaler Aufenthalt von 10-15min. ausreicht, sonst wird es den wartendenden Gästen zu langweilig.

Wenn der Bräutigam schließlich seine liebe Frau zusammen mit den Entführern gefunden hat, bekommt er sie nicht sofort zurück, sondern muss sie erst noch freikaufen. Diese Auslöse können die unterschiedlichsten Dinge sein, wie ein selbst gesungenes Lied oder Verpflichtungen für einen gewissen Zeitraum im Haushalt übernehmen. Doch auch die hinterbliebene Zeche muss ausgelöst werden.
Schön ist es, die ganze Brautentführung mit einer Videokamera aufzunehmen, um sich später noch darüber amüsieren zu können.

Die Brautentführung

Die Brautentführung ©iStockphoto/Izabela Habur

Wichtig bei diesem Spiel ist auch, dass es in der Zeit der Entführung auf der Hochzeitsfeier nicht zu langweilig wird. Die Länge des Spiels sollte in einem angemessenen Rahmen stattfinden. Denn was ist eine Hochzeitsfeier ohne Braut und Bräutigam?

Auf der Rückkehr zur Feier können die Entführer und die Braut dem Liebsten noch eine Aufgabe erteilen. Auch hier sind wiedermals keine Grenzen gesetzt, nur sollte man den Bräutigam nicht zum Gespött der Leute machen.
Hier einige Ideen:

Hängt dem Gatten doch einfach Blechdosen an die Schuhe, die er sich dann bei passender Musik abtanzen muss, oder…

…gebt dem Bräutigam ein Bobby Car als fahrbaren Untersatz und setzt ihm eine Bommelmütze auf den Kopf. Nun fährt er die ganze Strecke mit dem kleinen Auto wieder zurück.
Hierbei ist zu beachten, wie weit die Entfernung vom Fundort bis zur Hochzeitsfeier liegt. Bei zu weiter Strecke kann die Bobby-Tour auch gerne mit einem Fussmarsch halbiert werden.

Hat der Ehemann entlich seine Aufgaben erledigt, darf die Braut ihn erlösen und einen Kuss geben.
Aber warum immer nur die Braut entführen? Auch die Männer sollten mal Ihre Chance bekommen.

Entertainment für die Hochzeitsgesellschaft und Geld für das Brautpaar

Eine Hochzeit ist eines der schönsten Erlebnisse, die zwei Menschen in ihrem Leben erfahren. Doch manchmal ist die nach der Zeremonie stattfindende Feier ein Ereignis, das eher einem normalen Zusammentreffen von teils Fremden gleich kommt, als die erfolgte Vermählung standesgerecht zu feiern.

So genannte Hochzeitsspiele können dem zu einer „normalen Feier“ verkommenden Hochzeitsfest etwas entgegensetzen. Bevor man jedoch, mehr oder weniger unvorbereitet, ein solches Spiel in der Feier einplant, sollte man bereits vor dem großen Tag einen möglichst extrovertierten und mit einer guten Formulierungsgabe gesegneten Gäste bitten, als Spielleiter zu fungieren. Weiters ist es von Vorteil, wenn dieser ein Mikrofon zur Verfügung hat, da damit, ungeachtet der Besucherzahl, jeder Gast den Spielleiter klar und deutlich verstehen wird.

Ein immer beliebteres Spiel, welches gleichzeitig als Hochzeitsbrauch in vielen Kulturen Tradition ist, ist die sogenannte Brautschuhversteigerung. Hierbei gibt es verschiedene Spielformen, die im Folgenden vorstellt werden – Welche Form die Passende für die jeweilige Hochzeitsgesellschaft ist, muss selbst entschieden werden.

Ungeachtet der verschiedenen Spielformen sollte der Spielleiter gleich am Anfang des Spiels, das üblicherweise kurz nach Mitternacht gestartet wird, einen Assistenten aus der Gästemenge bestimmen, der ihn beim Einsammeln der Gebote, beispielsweise mit einem Hut, Tablett, oder einer Schüssel, tatkräftig unterstützt. Dann geht es an das eigentliche Hochzeitsspiel:

Die amerikanische Variante:

Die Schuhe der Braut werden der Menge zum Verkauf angeboten, wobei der Rufpreis, wie auch die Gebotsschritte, beliebig gestaltet werden können. Liegt der Rufpreis – bei einem minimalen Gebotsschritt von 1 Euro – beispielsweise ebenfalls bei 1 Euro, wird dieser erste Betrag durch den Assistenten vom jeweiligen Bieter eingesammelt. Gleichzeitig steigt der Preis der Brautschuhe auf mindestens 2 Euro – nach oben ist jedoch alles offen. Der nächste Bieter hat nur die Differenz zwischen dem vorhergegangenen und dem angebotenen Betrag in den Sammelbehälter einzuzahlen. Sollte also ein Gast für die bis dato 10 Euro eingebrachten Brautschuhe 30 Euro bieten, zahlt er nur die Differenz – i.e. 20 Euro.
Je nach Anzahl der Gäste kann es hierbei, abgesehen von dem Guten Gewissen der Gäste, auch etwas zum Auktionsbeitrag beigetragen zu haben (und wenn es nur ein Euro war), zu einem relativ hohen Ersteigerungsbetrag kommen, der schnell dreistellige Beträge ausmacht.
Der Spielleiter sollte etwas Feingefühl mitbringen und – um peinliche Momente zu vermeiden – das Spiel im richtigen Moment mit dem, bei Auktionen üblichen „Zum Ersten, zum Zweiten, Zum Dritten“, beenden. Im besten Fall halten in diesem Moment gerade der Brautvater oder der Trauzeuge das höchste Gebot, was einen Verbleib der, für viele Frauen mit sentimentalem Wert belegten Schuhe bei der Braut sicher stellt.

Sollten sich in der Hochzeitsgesellschaft eine Vielzahl an gutbetuchten Gästen aufhalten, empfiehlt sich eine andere Form dieses Spiels. Bei der „klassischen Versteigerung“ zahlt der Gewinner den vollen Betrag für die Schuhe. Um die lieb gewonnenen Treter jedoch nicht wirklich abgeben zu müssen, kann die Braut schnell und unbemerkt das Schuhwerk wechseln – womöglich auf eine preiswertere Alternative, die dem Hochzeitsschuh im Aussehen ähnelt.
Der Vorteil dieser Auktionsform ist, dass sowohl die Spannung, als auch die Aufmerksamkeit der gesamten Gästeschaft äußerst hoch ist, da sich schließlich jemand das Paar Schuhe um einen vermutlich stolzen Betrag ersteigern wird. Der Spielleiter sollte jedoch auch hier etwas Feingefühl mitbringen, um die bei dieser Spielform oft entstehenden (und manchmal durch Alkohol noch weiter verstärken) erhitzten Gemüte mit einem guten Spruch zu beruhigen.

Generell sollte das Spiel nicht länger als 10 bis maximal 15 Minuten dauern. Um dies sicherzustellen, kann ein Wecker auf die gewünschte Zeit eingestellt werden – Wenn der Alarm losgeht, ist die Auktion beendet. Wird der Wecker noch zusätzlich mit einem Tuch überdeckt, ist nicht nur für Nervenkitzel, sondern auch für schnell in die Höhe schnellende Angebote gesorgt.

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