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Muttermale (Leberflecke) – Erotisch, aber manchmal bedenklich

Nicht immer steht ein Leberfleck á la Cindy Crawford für Sinnlichkeit und Schönheit. In manchen Fällen bringen diese Veränderungen der Haut ernste gesundheitliche Probleme mit sich. Dann nämlich, wenn ein grundsätzlich ungefährliches Muttermal entartet und sich zu einem bösartigem Muttermal (Melanom) entwickelt. Doch wie entsteht ein Leberfleck, welche verschiedenen Arten treten auf und welche Gefahrenzeichen gilt es zu beachten?

Wie entsteht ein Muttermal/Leberfleck?

Muttermale können bereits von Geburt an vorhanden sein oder aber sich erst später entwickeln. Bei „später erworbenen“ Leberflecken spielen die Erbanlage bzw. die Sonnenbestrahlung der Haut eine bedeutende Rolle bei der Entstehung. Leberflecke sind gutartige Ansammlungen und Fehlbildungen der pigmentbildenden Zellen der Haut. Diese Zellen kommen überall in der Haut vor, selbst in den Schleimhäuten. Sie geben den Farbstoff Melanin an die Hornzellen der Haut ab und sorgen somit für das Braunwerden dieser.

Muttermale besitzen ein meist sehr unterschiedliches Aussehen und können am ganzen Körper auftreten. Sie sind entweder flach oder bilden ein kleines Knötchen, die Oberfläche kann glatt oder rau sein. In der Regel ist ein Muttermal einfärbig, wobei die Farbpalette alle Töne von braun bis schwarz umfasst – in manchen Fällen sogar blau oder rot. Es verursacht keinerlei Beschwerden.

Welche Arten von Muttermalen treten auf?

Das angeborene Muttermal ist schon bei der Geburt vorhanden bzw. tritt im ersten Lebensjahr auf. Dieses ist in Größe, Form und Aussehen sehr verschieden, in manchen Fällen stark behaart. Eine genaue Beobachtung ist hier von Bedeutung, da sich angeborene Muttermale etwas häufiger zu Melanomen entwickeln können als normale Leberflecke. Beim gewöhnlichen Muttermal handelt es sich um einen weniger als fünf Millimeter großen, einfärbig begrenzten Fleck. Vor allem Menschen mit sehr heller Hautfarbe haben meist mehrere dieser Muttermale.

Muttermal

Muttermal @iStockphoto/RusN

Das erhabene Muttermal ist ein kleines Knötchen, welches ebenfalls einfärbig ist und eine gefurchte Oberfläche besitzt. Diese Form ist auch meist von Haarwuchs betroffen. Werden diese Härchen als störend empfunden, sollten sie abgeschnitten und nicht ausgerissen werden, da ansonsten eine Entzündung des Muttermals die Folge sein kann. Das ungewöhnliche Muttermal ist von einem Melanom meist schwer zu unterscheiden. Es ist größer als fünf Millimeter, flach oder erhaben bzw. hat verschiedene Farben. Für Personen mit solchen Muttermalen empfehlen sich regelmäßige Untersuchungen beim Dermatologen. Das blaue Muttermal ist durch die blau-graue Farbe besonders auffällig, es kann flach oder erhaben sein.

Welche Gefahrenzeichen gilt es zu beachten?

Auf jeden Fall sollten Sie ärztlichen Rat einholen falls Muttermale die Farbe bzw. Form verändern, zu bluten oder zu jucken beginnen. Leberflecke, die größer als sieben Millimeter im Durchschnitt sind, mehrere Farben und einen unregelmäßigen Rand aufweisen, gehören ebenfalls kontrolliert. Das Wachsen neuer, unregelmäßiger Muttermale bis zum 40. Lebensjahr ist völlig normal. Achten Sie darauf, ob diese gleichmäßig gefärbt und regelmäßig begrenzt sind. Auch bei Veränderungen der Haut unter den Nägeln, an den Handflächen oder Fußsohlen empfiehlt sich der Gang zur Kontrolluntersuchung.