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Kartenlegen

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Kartomantie?

Kartenlegen ist heute so populär wie lange nicht mehr: Webportale und Zeitschriften beschäftigen sich ausschließlich mit diesem Thema, ganze Beschäftigungszweige entstanden aufgrund dessen in den vergangenen Jahren. Es scheint, als suchten die Menschen Halt mithilfe der Karten, die ihre Zukunft prophezeien. Aber was hat es eigentlich auf sich mit dem Kartenlegen?

Das Kartenlegen ist auch unter der Bezeichnung Kartomantie bekannt und zählt zur Wahrsagerei. Ehemalige Spielkarten sind es, die heute in vielfältigen Variationen zur Zukunftsdeutung genutzt werden. Dabei bedient sich der Kartenleger, auch Deuter genannt, je nach Frage unterschiedlicher Kartendecks und Legearten. Die so entstehenden Kartenmuster sollen Aufschluss über Vergangenes und Gegenwärtiges, Unterbewusstes und Zukünftiges, Ängste und Förderndes geben.

Viele Menschen geben sich, einmal mit dem Kartenlegen in Berührung gekommen, nicht mehr damit zufrieden, lediglich die Rolle des Fragestellers einzunehmen. Stattdessen möchten Sie selbst das Geheimnis der Karten entschlüsseln und erfahren, was die Zukunft für sie bereit hält. Nicht Wenige beschäftigen sich daher nicht nur mit den unterschiedlichen Decks und Legearten, sondern auch mit Möglichkeiten der Weiterbildung. Auf diesem Weg möchten wir Sie mit diesem eBook ein wenig begleiten: Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Kartendecks und bekannten Legearten und entdecken Sie, welche Möglichkeiten des Kartenlegens und Erlernen der Kartomantie sich Ihnen bieten. Wir wünschen Ihnen dabei viel Vergnügen.

Kartenlegen Ursprung

Das Kartenlegen hat mittlerweile nicht nur in Deutschland große Popularität erlangt. Aber woher kommt es eigentlich, wem verdanken wir es? So geheimnisumwoben wie einige Webseiten, aber auch Kartenleger es gern hätten, ist der Ursprung des Kartenlegens gar nicht, wenngleich nicht zu 100 Prozent klar ist, wo das erste Deck zum Kartenlegen verwendet wurde.

Ägypten, China, Griechenland – das Ursprungsland

Um die Herkunft des Tarot ranken sich einige Legenden: So behaupteten einige Quellen lange Zeit, es handele sich dabei um ein Kartenspiel aus Ägypten, was wohl eher der allgemeinen Ägypten-Faszination im 18. Jahrhundert geschuldet war. Andere Quellen verweisen auf den legendären Templer-Orden oder auf griechische Mysterienkulte ebenso wie auf asiatische Länder wie Indien und China oder die jüdische Kabbala.

Tatsächlich geht man heute davon aus, dass das Kartenlegen aus Asien, mit großer Wahrscheinlichkeit aus China stammt, wo man seine Ursprünge im 7. Jahrhundert vermutet. Dort kamen mit der Erfindung des Holztafeldrucks auch Spielkarten auf, die schnell Verbreitung fanden. Die Spielkarten wurden später als Wahrsagekarten benutzt, fanden aber auch weiterhin als Spielkarten Verwendung.

Kartenlegen in Europa

Nach Europa kamen die Karten auf verschiedenen Wegen. Die wohl bekanntesten Verbreiter des Kartenlegens stammten aus dem fahrenden Volk, Schausteller ebenso wie Sinti und Roma. Noch heute gibt es Zigeunerkarten oder besondere Legemuster, die man (angeblich) von Zigeunern übernommen hat. Weitere Verbreitung fand das Kartenlegen aber auch über die zahlreichen Händler und Seefahrer: Vor allem jene, die den asiatischen Raum bereisten, brachten immer wieder Geschichten, Philosophien und eben auch „wundersame Dinge“ mit. Man nimmt an, dass erste europäische Kartendecks deshalb auch in den damals bedeutendsten Hafenstädten wie etwa Venedig entstanden. Noch heute kennt man das Visconti Sforza Tarot, das als ältestes Tarotdeck der Welt gilt.

Karten legen

Karten legen ©iStockphoto/Zummolo

Die weitere Verbreitung des Kartenlegens ist Geschichte: Das fahrende Volk verbreitete die Karten in Europa genauso wie Händler. Im 14. Jahrhundert begegnete man dem Kartenlegen argwöhnisch, es dauerte nicht lange, bis es von der Kirche als Teufelswerk verboten wurde. Dem Verbot folgte das langsame Vergessen, erst ab dem 18. Jahrhundert gelangte es im Zuge okkultistischer Bewegungen, vorrangig in Frankreich und Großbritannien, zu neuer Popularität, die bis heute anhält.
Wussten Sie schon?

Der deutsche Künstler Albrecht Dürer entwickelte eine eigene Tarotkarten-Variante, nachdem er in Florenz auf Holzschnitt-Druckstöcke für Kartenspiele gestoßen war.

Kartenlegen und Esoterik

Heutzutage wird Kartenlegen gern im Kontext der Esoterik betrachtet: Kartenleger selbst, aber auch Bücher oder Webseiten zum Thema geben sich häufig gern mystisch und geheimnisvoll. Aber was ist dran am Geheimnis Kartenlegen? Gibt es überhaupt ein Geheimnis?

Geheimnisvoll haben die Karten beim Kartenlegen schon immer auf ungläubig Staunende Fragesteller gewirkt: Die damals sehr edlen, wertvollen Karten mit Verzierungen aus Gold regten mit ihren opulenten, symbolträchtigen Bildern die Fantasie der Betrachter an. Wer sie deuten konnte, der musste über Wunderkräfte verfügen. Aber auch die Kartenleger selbst taten und tun alles dafür, eine geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen, sei es mittels Verkleidung oder mittels Räucherwerk, dunklen Räumen usw. Der Effekt: Kartenleger galten bald als Hellseher, als Wunder, was ihrem geschäftlichen Erfolg natürlich keinen Abbruch tat.

Tatsächlich hatte das Kartenlegen erst sehr spät überhaupt Berührung mit der Esoterik: Im 18. Jahrhundert kamen überall in Europa, aber auch in den USA, Bewegungen auf, die sich mit Esoterik, Spiritismus und später auch Okkultismus beschäftigten.

Wussten Sie schon?

Aus dieser Zeit stammt beispielsweise auch die Idee des Mediums, das sich mit Geistern von Verstorbenen in Verbindung setzt. Der Okkultismus des 19. Jahrhunderts, der schon bald mit dem Kartenlegen verbunden werden sollte, verstand sich ursprünglich eigentlich als Gegenbewegung zur vorherrschenden Wissenschaftsgläubigkeit und war weit weg vom Satanismus, wo Viele ihn heute sehen. Wichtige Okkultisten wie Waite oder Crowley, beide Mitglied der britischen Geheimgesellschaft Hermetic Order of the Golden Dawn, entwarfen eigene Kartendecks, die auch heute noch in regem Gebrauch sind. Nicht zuletzt dieser Umstand ist es wohl, der das Kartenlegen auch heute noch für viele Menschen zu einem Mysterium macht, einem Teil der Geheimwissenschaften, die die Esoterik umfasst.

Kartendecks

Viele Menschen verbinden mit dem Kartenlegen häufig die Tarotkarten, zumal die Begriffe Tarot und Kartenlegen häufig synonym verwendet werden. Wer sich aber etwas intensiver mit dem Kartenlegen beschäftigt oder sich die Karten selbst einmal legen lässt stellt schnell fest, dass es noch weit mehr Kartendecks als weithin angenommen gibt. Angesichts dutzender Versionen der unterschiedlichsten Decks herrscht so auch schnell Verunsicherung und Verwirrung: Wozu benötigt man überhaupt alle diese Decks – und wer verwendet wann welches?

Keine Sorge, kein Kartenleger verwendet alle Decks. Stattdessen entscheiden sich Deuter im Laufe ihrer Beschäftigung mit dem Kartenlegen meist intuitiv für ein oder einige wenige Decks, mit denen sie dann vorrangig arbeiten. Nur auf diese Weise ist es auch möglich, die Bedeutung jeder einzelnen Karte des Decks kennenzulernen und die Karten effektiv zum Kartenlegen einzusetzen.

Der Einsatz eines Kartendecks richtet sich zuweilen auch nach der Frage, die gestellt wird: Hat der Fragende eine sehr konkrete Frage zu einem Thema, das ihn beschäftigt, wählt der Deuter ein zur Frage passendes Deck und eine passende Legeart aus. Im Falle einer sehr konkreten Frage ist beispielsweise das Rider-Waite-Tarot in Verbindung mit dem keltischen Kreuz oder dem Entscheidungsspiel gut geeignet. Erkundigt sich der Fragesteller dagegen eher nach der allgemeinen Entwicklung für einen bestimmten Zeitraum, bieten sich beispielsweise eher die Skat- oder Lenormandkarten an.
Damit Sie einen groben Überblick über die gängigsten Decks gewinnen können, haben wir für Sie in den folgenden Abschnitten die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Kartendecks zusammengetragen.

Tarotkarten

Geht es ums Kartenlegen, fällt sehr schnell die Bezeichnung Tarot, häufig werden Tarot und Kartenlegen auch synonym verwendet. Die Ursache dafür liegt wohl darin, dass Tarotkarten zu den am meisten verwendeten Kartendecks beim Kartenlegen zählen. Tarot bezeichnet also nicht das Kartenlegen an sich, sondern ein in der Regel 78-teiliges Kartendeck.
Tarotkarten haben den gleichen Ursprung wie Tarockkarten, Spielkarten also, die sich ab dem 15. Jahrhundert von Italien aus in Europa verbreiteten. Bevor die Karten zum Kartenlegen, also zum Wahrsagen, benutzt wurden, waren sie lediglich beliebte Spielkarten. Noch heute deutet eine Besonderheit im deutschen Sprachraum darauf hin: Als Tarock bezeichnet man in einigen Teilen Deutschlands das Kartenspiel, als Tarot das Kartenlegen.

Ein Deck Tarotkarten besteht meist aus 78 Karten, allerdings gibt es in Bezug auf die Kartenzahl einige kleine Unterschiede zwischen verschiedenen Tarotkarten-Decks. Was gerade Unerfahrene am Kartenlegen, speziell am Tarot, häufig verwirrt ist die Tatsache, dass es nicht nur ein Deck, sondern scheinbar unendlich viele Decks gibt. Da stellt sich schnell die Frage, welches Deck wofür geeignet ist und warum es überhaupt so viele Decks gibt. Die Antwort darauf ist ganze einfach: Da die Karten ursprünglich zum Spielen entworfen wurden, gab es natürlich auch die unterschiedlichsten Designs, die bis heute erhalten blieben. Im Laufe der Zeit kamen immer neue Designs hinzu und so haben wir heute die Wahl zwischen Rider-Waite und Crowley-Thoth, Tarot de Marseille, Engelstarot, Baumtarot, Universal Tarot und vielen anderen mehr. Zu den bekanntesten Decks zählen das Rider-Waite, der Crowley-Thoth und das Marseille-Tarot.

Wussten Sie schon?

Skat-, Lenormand- und Kipperkarten findet man zwar auch häufig in Zusammenhang mit Tarot, sie zählen aber nicht zu den Tarotkarten.

Rider-Waite-Tarot

Das Rider-Waite-Tarot stammt aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Seine Existenz verdankt es dem Okkultisten und Golden-Dawn-Mitglied Arthur Edward Waite, der die Karten zusammen mit der Künstlerin Pamela Colman Smith entwarf. Rider hieß der damalige Verleger Waites, daher der Name.
Das Rider-Waite-Tarot wird vor allem von Anfängern sehr gern genutzt. Grund dafür ist sicherlich, dass neben den Hofkarten auch die Zahlenkarten illustriert sind, was es vor allem Anfängern bedeutend erleichtert, die Karten zu nutzen.

Crowley-Thoth-Tarot

Aleister Crowley, einer der bekanntesten Okkultisten, war es, der in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts das Crowley-Toth-Tarot kreierte. Zusammen mit der Künstlerin Lady Frieda Harris entstand so ein ästhetisch sehr ansprechendes Tarotdeck, das aber auch eine Vielzahl okkultistischer Symbole enthält. Inspiriert sind viele der Darstellungen von ägyptischen Motiven, die Crowley auf seiner Reise nach Ägypten für sich entdeckte.

Thoth bezieht sich auf die Veröffentlichung „Das Buch Thoth“, das Crowley 1944 veröffentlichte. Die Darstellungen des Crowley-Thoth-Tarots erschienen zunächst in dieser Veröffentlichung, erst später war auch das heute so bekannte Kartendeck erhältlich.

Tarot de Marseille

Der Name dieses Decks verrät es bereits: Das Tarot de Marseille stammt aus Südfrankreich. Es ist eines der ältesten und beliebtesten Tarotdecks. Seine Besonderheit liegt darin, dass es fast originalgetrau alte Holzschnitte abbildet. Verwendung finden dabei lediglich die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau. Sie sind daher zwar nicht ganz so fantasievoll wie etwa das Crowley-Thoth-Tarot, wirken aber sehr ursprünglich, was wohl ihre bis heute andauernde große Beliebtheit begründet.

Wussten Sie schon?

Mit einem Nachfolger des Tarot de Marseille spielt man auch heute noch in Teilen der Schweiz.

Große Arkana

Vielleicht haben Sie es schon einmal selbst erlebt oder Sie haben es von anderen gehört: Wenn in einer Legung ungewöhnlich häufig oder ungewöhnlich viele Karten der großen Arkana liegen, hat das Problem oder die gestellte Frage große Bedeutung für den Fragenden. Aber was ist die große Arkana eigentlich?
22 Geheimnisse

Wörtlich genommen kann man unter der Arkana ein Geheimnis verstehen: Das Wort leitet sich vom Plural des lateinischen Begriffs arcanum (Geheimnis) ab. Die Arkana besteht aus 22 Karten, die man auch „die 22 Trumpfkarten“ nennt. Je nach verwendetem Tarot sind die Karten durchnummeriert. Die erste der Karten ist in der Regel der Narr, der häufig die Ziffer null trägt. Es folgen Karten wie die Herrscherin, Die Liebenden, Die Gerechtigkeit, Der Tod, Der Turm, Der Stern und schließlich die letzte Karte, Die Welt.

Wussten Sie schon?

Die Herrscherin steht für Fülle und Fruchtbarkeit, im wahrsten Sinne des Wortes, sie symbolisiert auch Schwangerschaften. Wenn Sie sich über diese Karte im Spread freuen, sollten Sie trotzdem genauer hinsehen: Je nach Stelle, an der sie liegt, kann sie auch einfach bedeuten, dass Sie sich mit diesem Thema Schwangerschaft beschäftigen oder dass Sie mit einer Idee „schwanger gehen“.

In den wenigstens Fällen bedeuten die Karten aber das, was man mit ihrem Namen assoziieren würde. Alle Karten der großen Arkana sind in jedem Deck mit zahlreichen Symbolen und Bedeutungen verbunden. So sind die Liebenden beispielsweise keinesfalls immer ein Zeichen für Liebe, vielmehr thematisiert diese Karte Versuchung und Wahl. Der Tod, häufig eine Karte, die Schrecken auslöst, ist dagegen eigentlich eine positive Karte: Sie kann für das Ende eines alten Lebens, also für einen Neubeginn, stehen, was ja nicht unbedingt immer eine negative Entwicklung sein muss.

Wussten Sie schon?

Als günstigste Karte des Tarots gilt häufig die Stärke oder Kraft. Die Karte hat nie eine negative Aussage und beeinflusst den ganzen Spread positiv.
Bedeutung der großen Arkana

Der großen Arkana maßen so gut wie alle „Erfinder“ eines Decks stets große Bedeutung bei und tatsächlich nutzt man bei besonders wichtigen, dringenden Fragen bei einigen Legemustern lediglich diese 22 Karten. In philosophisch-psychologisch orientierten Abhandlungen zum Tarot findet man häufig die Erklärung, dass diese 22 Karten 22 verschiedene Bewusstseinsstufen symbolisieren, die schließlich zur Erfüllung des Menschen führen. Bekannt ist dieser Transformationsprozess auch unter der Bezeichnung „Die Reise des Helden“.

Kleine Arkana

Zu Beginn der Verbreitung der Tarotkarten legte man erstaunlich wenig Wert auf die Karten der kleinen Arkana. In Abhandlungen über Tarotkarten fanden sich Seiten über Seiten über die große Arkana, die kleine Arkana wurde eher am Rande erwähnt.

Die 56 Karten der kleinen Arkana gelten auch heute noch als weniger wichtig als die Trümpfe der großen Arkana. Sie umfassen vier Serien bzw. Farben á 14 Karten, die man in Zahlen- und Hofkarten unterscheidet. Deuten lassen sich die Karten der kleinen Arkana anhand ihrer Farbe, aber auch anhand ihres Bildes und ihrer numerologischen Bedeutung.
Die vier Farben

Im Tarot unterscheidet man je nach Tarotdeck die Farben

– Münzen bzw. Pentakel oder Scheiben
– Schwerter bzw. Messer oder Dolche
– Stäbe bzw. Stöcke oder Äste und
– Kelche bzw. Schalen oder Kessel

Jeder Farbe werden bestimmte Eigenschaften zugeordnet. So stehen die Kelche beispielsweise für Wasser, die Seele, Kreativität und Beziehungen. Die Serie der Stäbe dagegen symbolisiert eher Feuer, Wachstum und Erneuerung, sie steht für den Themenbereich Beruf und Karriere. Schwerter entsprechen der Farbe Pik in anderen Kartendecks und symbolisieren neben dem Element Luft auch den Intellekt und die Vernunft. Die Münz-Serie ist dem Element Erde zugeordnet und trifft Aussagen über alle finanziellen Themen.

Wussten Sie schon?

Die neun der Stäbe gilt als die stärkste Karte der kleinen Arkana. Auch wenn die Darstellung etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine sehr positive Karte, die einen großen Triumph nach einer letzten Herausforderung symbolisiert.

Zahlenkarten

Die vierzig Zahlenkarten können auf unterschiedliche Weise interpretiert werden: Entweder aufgrund ihrer Farbe in Verbindung mit ihrer Zahl oder aufgrund der Darstellung auf der Karte. Natürlich ist es auch möglich, die kabbalistische Bedeutung der Zahlen zur Deutung heranzuziehen – schließlich wurden viele der Kartendecks unter Einbeziehung der Kabbala entwickelt. Entsprechend dieses Ansatzes würde für die einzelnen Zahlenwerte gelten:

1= Krone, der Geist offenbart sich, eine Idee entsteht
2= Weisheit, erste Gespräche oder Schritte
3= Verstehen, Einigung über Grundlegendes
4= Liebe, erstes Verdichten, erste Verwirklichung
5= Strenge, erste Schwierigkeiten, Erkennen der Stärke
6= Essenz, Ende der Planung, Grundsteinlegung
7= Sieg, Kreativität, unvermeidliches aber schöpferisches Chaos
8= Glanz, Logik, Verstand und Gerechtigkeit bringen ein Vorhaben voran
9= Fundament, gedankliche Vollendung
10= Königreich, die finale Verwirklichung

Wussten Sie schon?

Zu den Zahlenkarten zählt auch das As, dem die Ziffer eins zugeordnet wird. Das As steht immer für eine Chance oder ein Potenzial, das es zu nutzen gilt.
Hofkarten

Zu den Hofkarten zählen im Rider-Waite-Tarot die Werte Bube, Ritter, König und Königin. Im Crowley-Thoth-Tarot entsprechen sie den Werten Prinzessin, Prinz, Ritter und Königin, im Tarot der Ursprünge handelt es sich um die Werte Ort, Wissende/r, Sprecher und Gabe. Die Hofkarten, vor allem König und Königin bzw. Ritter und Königin, symbolisieren häufig tatsächliche Personen im Umfeld des Fragenden. Die Farbe gibt Aufschluss darüber, um wen es sich genau handelt. Der Ritter bzw. der Prinz symbolisiert Stimmungen, der Bube bzw. die Prinzessin verweist auf Chancen von außen.

Skatkarten

Das Kartenlegen mit den weit verbreiteten Skatkarten, auch heute noch beliebte Spielkarten, war in der Bevölkerung schon immer weit verbreitet und wird auch heute noch meist innerhalb der Familie weitergegeben. Welches Skatdeck dazu verwendet wird, ist dabei irrelevant. Wichtig ist lediglich: Man nutzt zum Kartenlegen die Werte sieben bis zehn, Bube, Dame, König und As, insgesamt also 32 Karten.

Verwendung der Skatkarten

Beim Kartenlegen mit Skatkarten legt man in der Regel ein großes Deck, also alle Karten gleichzeitig, aus. Meist liegen nach gründlichem Mischen und Abheben sechs Karten in fünf Reihen neben- bzw. untereinander. Die letzten beiden Karten kommen rechts unten, unter der letzten Reihe, zum Liegen Prinzipiell gilt: Alles was links der Personenkarte – je nach Geschlecht des Fragenden ist das Herz König oder Herz Dame – liegt, beleuchtet die Vergangenheit; alles was rechts der Personenkarte liegt, beleuchtet die Zukunft. Ergeben sich aus dieser Legung Unklarheiten, nutzt man gern auch ergänzende Legetechniken mit anderen Kartendecks, etwas mit Tarotkarten.

Wussten Sie schon?

Traditionell hebt man die Karten beim Kartenlegen mit der linken Hand ab. Die linke Hand galt früher als Hand des Teufels und des Bewusstseins, heute repräsentiert sie eher das Unterbewusstsein.

Wie auch den Farben beim Tarot werden den Farben der Skatkarten besondere Eigenschaften nachgesagt. Im Einzelnen assoziiert man Folgendes:
Karo-Karten
symbolisieren finanzielle Angelegenheiten und zeigen Chancen und Risiken, die damit verbunden sind, auf.
Herz-Karten
symbolisieren alle Herzens- und Liebesangelegenheiten, sie stehen für Emotionen und die Psyche.
Pik-Karten
sind die Karten mit der negativsten Bedeutung: Hier finden sich Aussagen zu Gesundheit und Schwierigkeiten, Ärger jeder Art und negativen Stimmungen. In Zusammenhang mit anderen Karten kann diese negative Grundbedeutung einer einzelnen Karte aber auch plötzlich in eine positive umschlagen.
Kreuz-Karten
symbolisieren Familie und Reisen, Schutz und Glück.

Wussten Sie schon?

Beim Kartenlegen mit Skatkarten gibt es nur wenige Zeitkarten, nämlich Pik 7, Pik 8, Pik 10, Herz 8 und Herz As.
Generell kann man sagen: Fallen in einem Bereich viele schwarze Karten – also Pik- und Kreuz-Karten – zusammen, ist mit Ärger und/oder Trauer zu rechnen. Eine Ansammlung roter Karten dagegen spricht für viel Freude und Glück in diesem Bereich.

Lenormandkarten

Neben den Tarotkarten zählen die Lenormandkarten wohl zu den bekanntesten und beliebtesten unter den Wahrsagekarten. Kein Wunder: Die Wahrsagerin, nach der diese Karten benannt wurden, brachte es zu Lebzeiten zu beachtlicher Bekanntheit als Kartenlegerin und beriet Persönlichkeiten wie Robespierre, die französische Kaiserin Joséphine oder den russischen Zaren Alexander I.
Die heute am meisten verwendeten Lenormandkarten umfassen 36 Karten und sind auch als das kleine Deck bekannt. Das kaum verbreitete große Deck mit seinen 54 Karten ist wohl eine Weiterentwicklung der Karten von Etteila, die besagte Madame Lenormand zu Lebzeiten verwendete.

Wussten Sie schon?

Ursprünglich soll das Lenormanddeck 60 Karten umfasst haben. Die zusätzlichen Karten, die heute als verschollen gelten, sollen mit Abbildungen von Sternzeichen, Sternenkonstellationen usw. versehen gewesen sein.

Die Lenormandkarten sind wie auch die Kipperkarten durchnummeriert, relativ schlicht und gut verständlich bebildert, verfügen darüber hinaus aber auch noch über eine Abbildung der Skatkarten.

Verwendung der Lenormandkarten

Mehr als zehn Varianten der Lenormandkarten sind mittlerweile im Fachhandel, aber auch in Buchhandlungen erhältlich. Das wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Deck ist das der Blauen Eule, erkennbar an der aufgedruckten blauen Eule auf den Kartenrückseiten. Lenormandkarten werden in der Regel in einem großen Spread, der sogenannten Tafel ausgelegt, nachdem sie gründlich gemischt wurden. Meist liegen acht Karten in vier Reihen neben- bzw. untereinander, die letzten vier Karten bilden die letzte Reihe.

In bezug auf die Deutung orientiert man sich zunächst meist an der Personenkarte: Für weibliche Fragesteller ist dies die Karte „Eine Frau“, für männliche Fragesteller die Karte „Ein Mann“. Zur besseren Orientierung deutet man zunächst die Karten, die an die Personenkarte angrenzen – sie sind es auch, die momentan den größten Einfluss auf die Person und ihre Situation ausüben. Danach deutet man den ganzen Spread in Bezug auf die Personenkarte. Dabei geht man sowohl reihenweise als auch diagonal vor. Diese Art der Deutung ist sehr komplex und gibt Aufschluss über die aktuelle und zukünftige Lebenssituation des Fragestellers und seiner Umgebung. Für die Deutung sollte ausreichend Zeit eingeplant werden: Angesicht der vielen Karten und unterschiedlichen Bedeutungsebenen kann eine Deutung leicht drei bis vier Stunden dauern.

Kipperkarten

Anders als Tarotkarten treffen die Kipperkarten weniger Aussagen über das Innere, die Psyche eines Menschen und seine Beweggründe, sondern sie stellen eher Menschen in ihrer aktuellen Lebenssituation mit allen Personen und Ereignissen, die sie umgeben, dar. Ein Deck besteht aus 36 Karten, die durchnummeriert und mit Personen oder Abbildungen von Ereignissen bebildert sind. Charakteristisch für die Kipperkarten sind die vielen Personenkarten, die entweder tatsächliche Personen im Umfeld des Fragenden oder mit ihnen assoziierte Eigenschaften darstellen. Da die Abbildungen relativ schlicht und einfach sind und im Gegensatz zu den Tarotkarten nicht so überladen wirken, eignen sich Kipperkarten auch gut für Anfänger.

Ursprung der Kipperkarten

Der genaue Ursprung der Karten ist nicht bekannt, man nimmt jedoch an, dass dieses Kartendeck nach Susanne Kipper benannt wurde, die sie um 1873 in Bayern entworfen haben soll. Für diese Theorie spricht beispielsweise, dass auf den Karten auch die Alpen oder die typischen Zwiebeltürmchen der bayrischen Kirchen abgebildet sind.
Im Jahr 1890 erschienen die Kipperkarten nachweislich zum ersten Mal beim Münchner Schreibwarenhändler und Verleger Matthias Seidlein. Die ersten drei Auflagen blieben in ihrer ursprünglichen Gestaltung erhalten und weisen starke Parallelen zu den ebenfalls weit verbreiteten Zigeunerkarten auf.

Ab 1920 übernahm F.X. Schmid den Vertrieb der Karten. Hier kam es zu einem bis heute sichtbaren Fehler: Bei der Übernahme der Bilder wurden die die Abbildungen bis auf eine Ausnahme seitenverkehrt gedruckt. Kurioser Weise werden seit dem Jahr 2000 Karten mit den ursprünglichen Abbildungen vertrieben, Kartenleger verwenden aber lieber das seitenverkehrte Deck. Die letzte Neugestaltung erlebten die Kipperkarten im Jahr 2006: Seitdem existiert auch die Variante Mystisches Kippers.

Verwendung der Kipperkarten

Kipperkarten werden in der Regel immer vollständig ausgelegt: Nach dem gründlichen Mischen und (eventuellen) Abheben legt man jeweils neun Karten in vier Reihen aufgedeckt neben- bzw. untereinander.

Wie auch beim Tarot muss man bei den Kipperkarten zwischen der offensichtlichen und einer übertragenen Bedeutung unterscheiden. Natürlich sind die aufgedruckten Aussagen auf den Kipperkarten zunächst einmal unmissverständlich: Die Karte „Guter Ausgang in der Liebe“ etwa ist zunächst einmal sehr klar und eindeutig. Aber es gibt auch noch die übertragene Bedeutung, die viele Kartenleger intuitiv in die Karten interpretieren. Die Karte „Ein Todesfall“ beispielsweise deutet eher weniger auf einen Todesfall, sondern eher auf das Ende einer Sache oder einer Entwicklung, möglicherweise auch nur auf eine schlechte Stimmung oder Motivation hin.

Legearten

Wer die Karten – ganz egal welchen Decks – etwas näher betrachtet, ist häufig fasziniert von den detailreichen Darstellungen, die so unendlich viele Anspielungen auf die Werke großer Mystiker enthalten. Aber allein die Karten zu betrachten, hilft wenig weiter und ist in etwas zu vergleichen mit dem Alphabet: Die Buchstaben zu bewundern und zu erkennen ist eine Sache, sie zu einem sinnvollen Wort zu verbinden und damit lesen zu können eine ganz andere. Um also den Sinn hinter den Karten wirklich verstehen zu können, sind Regeln notwendig, die ebenfalls gelernt werden müssen: Die Legearten.

Klassische oder eigene Legearten?

Bei den Legearten unterscheidet man zwischen klassischen und den eigenen Legearten. Die klassischen Legearten bilden die Basis: Mit keltischem Kreuz oder Beziehungsspiel, Entscheidungsspiel oder dem Zauberspruch der Zigeuner lassen sich die typischen Fragen gut und schnell erörtern. Welche Legeart bzw. welche Abwandlung davon Anwendung findet, entscheidet sich durch die Frage, die entweder ganz konkret oder eher allgemein fragend gestellt werden kann. Die Karten geben Auskunft über die Gedanken- und Gefühlswelt der Person, für die das Blatt gelegt wird und helfen, das Für und Wider verschiedener Entwicklungen oder Positionen abzuwägen.
Eigene Legearten entwickelt jeder Kartenleger mit der Zeit automatisch. Seine Fähigkeit dazu wächst mit seiner Übung. In den folgenden erfahren Sie Grundlegendes über die wichtigsten bzw. auf häufigsten verwendeten Legearten und ihre Verwendung – damit Sie „Ihrem“ Kartenleger beim nächsten Mal noch genauer auf die Finger schauen können.

Klassische Legearten

Wer beginnt, sich ein wenig mit dem Kartenlegen auseinander zu setzen, stößt schnell auf die Tarotkarten und das keltische Kreuz. Fasziniert betrachtet man die fantasievollen, aussagekräftigen Darstellungen, die Anordnung der einzelnen Karten und fragt sich, wie um alles in der Welt diese zehn Karten etwas über die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aussagen können.

Was sind klassische Legearten?

Unter den klassischen Legearten versteht man im Allgemeinen Legearten, die zum Teil bereits seit einigen Jahrhunderten praktiziert und von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Zu ihnen zählen beispielsweise das schon angesprochene keltische Kreuz mit zahlreichen Erweiterungen, aber zum Beispiel auch die verschiedenen Spreads bzw. Tafeln oder der Zauberspruch der Zigeuner. Sie alle sind keine Erfindung der jüngsten Esoterik- und Magie-Welle, sondern bereits seit vielen Jahren bekannt.

Warum klassische Legearten?

Natürlich stellt sich jedem Anfänger relativ schnell die Frage: Warum eigentlich die klassischen Legearten lernen? Warum kann ich nicht gleich eigene Legearten entwickeln? Die Antwort darauf ist simpel: Wie auch beim Zeichnen, Fotografieren, beim Komponieren oder im Handwerk müssen Sie zunächst die Grundlagen, die Klassiker also, erlernen, damit Sie auf dieser Grundlage aufbauend eigene Techniken entwickeln können. Die klassischen Legearten vermitteln viel Wissen über die verschiedenen Bedeutungsebenen der Karten, ihr Zusammenspiel in einem Spread und somit viel Wissen über die eigentliche Bedeutung und Anwendung der Karten. Einmal erlernt kann dieses Wissen dann natürlich auf ganz individuelle Weise angewendet werden.

Das keltische Kreuz

Das keltische Kreuz ist die wohl bekannteste Art Karten zu legen und findet vorrangig bei Tarotkarten Anwendung. Diese Legeart findet unter Anfängern wie Fortgeschrittenen ihre Anhänger. Man verwendet das keltische Kreuz immer dann, wenn man eine Antwort auf eine konkrete Frage sucht, wenn also nicht nur lediglich eine Tendenz oder spätere Entwicklung in Erfahrung gebracht werden will.
Um das keltische Kreuz auszulegen verwendet man das gesamte Deck, also sowohl die kleine wie auch die große Arkana. Zunächst einmal werden die Karten gemischt, wobei jeder Kartenleger seine eigene Mischmethode hat. Das Deck auffächern, in Stapel aufteilen, aus dem Stapel Karten ziehen, alles ist möglich.

Wussten Sie schon?

Einige Kartenleger arbeiten mit einem Signifikator, also einer Karte, die den Fragenden symbolisieren soll. Diese Karte liegt beim Mischen offen auf dem Tisch und hilft bei der Konzentration auf den Fragenden bzw. auf die Frage.

Nach dem Mischen zieht der Fragende zehn Karten, die meist gleich aufgedeckt abgelegt werden. Die erste Karte legt man aufrecht hin, die zweite quer darüber – kein Wunder, die zweite Karte sagt ja auch aus, was den Fragenden bzw. die Frage kreuzt, welche (positiven oder negativen) Einflüsse also wirken. Die nächsten vier Karten werden um diese beiden Karten herum gelegt. Die unterste karte sagt etwas über das unterbewusste oder die grundlegende Situation aus, kann aber auch auf Einflüsse jüngeren Datums hinweisen. Die Karte ganz links sagt etwas über frühere Einflüsse, die Karte ganz oben symbolisiert ein mögliches Ziel oder ein mögliches Ergebnis. Die Karte ganz rechts verrät etwas über die Ereignisse der nahen Zukunft.
Die restlichen vier Karten legt man nun rechts neben die bereits aufgelegten Karten von unten nach oben. Die unterste Karte sagt etwas über den Fragenden, aber auch über mögliche Ängste aus, die Karte darüber symbolisiert das persönliche Umfeld des Fragenden. Karte Nummer neun, die darüber liegt, weist auf Hoffnungen und Ängste in Verbindung mit der Frage hin. Die letzte Karte schließlich zeigt das Endergebnis an.

Spread

Der Spread eignet sich vorrangig für erfahrenere Kartenleger, da diese Art der Kartenlegung eine relativ intuitive ist. Er findet mit den verschiedensten Kartendecks Anwendung und ist in unterschiedlichen Varianten anzutreffen. Den 21-Karten-Spread oder den 42-Karten-Spread legt man vorrangig im Tarot. Bei Lenormand- oder Kipperkarten legt man zuweilen auch das gesamte Deck aus, bei den Lenormand-Karten spricht man in diesem Zusammenhang auch von der großen Tafel.

Wussten Sie schon?

Eine Legeart wird ebenso als Spread bezeichnet wie die Karten, die tatsächlich auf dem Tisch liegen.

Spreads sind eine sehr traditionelle Art des Kartenlegens, die allerdings erfordern, dass man den Umgang mit den Karten gewohnt ist und ihre Bedeutung – auch in Zusammenhang mit anderen Karten – gut kennt.

21-Karten-Spread

Nach dem gründlichen Mischen fächert man hier in der Regel die Karten auf, aus denen der Fragende 21 Karten zieht. Diese 21 Karten werden nun von links nach rechts in sieben Positionen ausgelegt. Je drei Karten liegen untereinander. Die drei Karten auf Position eins geben Auskunft über zukünftige Ereignisse, die in der nahen Zukunft geschehen werden. Position zwei wird in der Regel gemeinsam mit Position eins gedeutet und gibt weitere Hinweise auf die schon bald eintreffenden Ereignisse. Auf Position drei finden sich Einflüsse des Umfelds auf den Fragenden und andersherum.
Aus den Karten auf Position vier lässt sich bereits ableiten, ob sich der (eventuell vorhandene) Wunsch des Fragenden erfüllt. Position fünf beleuchtet, was sich möglicherweise unerwartet ereignet, Position sechs weist darauf hin, was sich möglicherweise trotz Erwartung nicht ereignen könnte. Die siebte und letzte Position schließlich gibt Auskunft darüber, was in jedem Fall geschehen wird.

42-Karten-Spread

Bei diesem Spread wählt der Fragende 42 Karten aus dem aufgefächerten Deck. Je nach Vorliebe des Deuters werden diese Karten nochmal gemischt oder nach einem bestimmten muster mehrmals hintereinander ausgelegt, bis schließlich jeweils sieben Karten auf sechs Positionen liegen. Den Positionen sind keine besonderen Bedeutungen zugeordnet, es liegt also nun am Kartenleger, die Bedeutungen der Karten sinnvoll zu verknüpfen.
In dieser Hinsicht sind der 42-Karten-Spread und der Spread aus allen Karten eines Decks identisch: Als Orientierungspunkt dient in der Regel ein Signifikator. Bei Männern ist dies ein König, bei Frauen eine Königin. Der Signifikator wird vor dem Auslegen bestimmt.

Die Karten um den Signifikator werden nun zunächst in Bezug auf diese Karte gedeutet. Danach deutet man von links nach rechts, von oben nach unten. Die Deutung fängt also links oben an und endet rechts unten. Meist gilt: Je weiter eine Karte weg vom Signifikator liegt, desto weniger Einfluss hat sie. Desweiteren sagt man häufig: Alle Karten links neben der Position des Signifikators symbolisieren die Vergangenheit, alle Karten rechts davon die Zukunft.

Zauberspruch der Zigeuner

Mit einem Zauberspruch hat der Zauberspruch der Zigeuner reichlich wenig zu schaffen: Dieses relativ einfache Legemuster ist nicht mystischer als jedes andere.

Wussten Sie schon?

Zigeuner sollen es angeblich gewesen sein, die das Tarot in Europa verbreiteten. Noch heute legen viele Zigeuner Karten nach eigenen Legemustern und blicken auf diese Weise in ihre eigene Zukunft oder die eines Fragenden.

Der Zauberspruch der Zigeuner wird immer dann verwendet, wenn keine bestimmte Frage gestellt wird, sondern man einfach erfahren möchte, was die Zukunft bringt, welcher Trend sich momentan abzeichnet. Die Aufgabe dieser Legeart ist es also, die Gegenwart zu verdeutlichen und die Zukunft grob zu skizzieren. Beim Zauberspruch der Zigeuner werden die Karten zunächst gründlich gemischt und zweimal abgehoben, so dass drei Stapel Karten entstehen. Der Fragende wählt einen Stapel aus, der nun verdeckt aufgefächert wird. Aus diesen Karten wiederum wählt der Fragende sieben Karten, die wie folgt abgelegt werden:
Nach dem Ablegen deckt man die Karten der Reihe nach auf. Die erste Karte symbolisiert dabei das Ich, also die aktuelle Situation oder Stimmung. Karte Nummer zwei sagt aus, was Dich deckt, also wie man auf Andere wirkt. Die dritte Karte sagt aus, was Dich schreckt, was hinter der Wirkung steht also und bewusst oder unbewusst verborgen wird.
Die vierte Karte deckt auf, was Dich treibt, also was der Fragende erstrebt, die fünfte sagt aus, was Dir bleibt, also wie es dem Fragenden geht und was erreicht werden kann. Die Aussage der sechsten Karte dürfte klar sein, sie symbolisiert, was Dir die Zukunft bringt. Danach folgt noch eine letzte Karte: Sie sagt etwas darüber aus, was Dich zu Boden zwingt, was also das Ereignis oder die Entwicklung in der Zukunft für den Fragenden bedeutet.

Der einfache Dreier

Der einfache Dreier ist eines der wohl einfachsten Legemuster, das selbst Anfänger schnell legen können – was aber nicht bedeutet, dass es auch einfach zu deuten ist. Zwar kommen lediglich drei Karten zum Einsatz, aber genau das ist auch das Problem dabei: Geben diese drei Karten keine eindeutige Aussage ab, ist eine Deutung schwierig.
Den einfachen Dreier, übrigens auch eine Methode, die angeblich von den Zigeunern stammen und schon sehr alt sein soll, nutzt man immer dann, wenn eine spezifische Frage beantwortet werden soll. Dazu werden die Karten zunächst gut gemischt und meist verdeckt aufgefächert. Daraus zieht der Fragende drei Karten, die nebeneinander ausgelegt werden.
Die erste Karte symbolisiert die Vergangenheit, die zweite die Gegenwart, die dritte die Zukunft. Tauchen hier Karten auf, die schwierig in Einklang zu bringen sind, ist die Antwort unklar oder entspricht die Gegenwarts-Karte nicht der Wahrheit, kann der Spread noch erweitert werden: Dann wiederholt man die Ziehung noch zwei Mal, so dass nun neun Karten ausliegen sollten. Sind dann immer noch Widersprüche erkennbar oder wird keine Lösung aufgezeigt, sollte nicht mit der Deutung fortgefahren werden – in diesem Fall soll die Antwort einfach noch nicht kundgetan und es muss zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ausgelegt werden.

Zeitlegung

Zeitlegungen zählen zu den wohl bekanntesten und beliebtesten Legearten. Sie werden gern genutzt, um schnell einen Trend für einen bestimmten Zeitraum absehen zu können – egal ob es sich dabei um einen Tag, eine Woche, um einen Monat oder ein Jahr handelt. Grundlegend unterscheidet man dabei eine einzige Zeitkarte von einem Zeit-Spread.

Einzelne Zeitkarten

Einzelne Zeitkarten findet man auch in vielen Zeitschriften und auf Webseiten. Dabei handelt e sich immer um eine einzige Karte, die eine Aussage über die Qualität einer Zeit treffen soll. Zeitkarten werden häufig für einen Tag oder eine Woche gezogen, meist in Verbindung mit einem Sternzeichen. Anders ausgedrückt: Für jedes Sternzeichen wird eine Zeitkarte angegeben, die nun auf einen bestimmten Tag, eine Woche usw. zutreffen soll. Dass das bei allem guten Glauben nicht immer stimmen kann, sollte jedem Leser klar sein. Maximal wenn eine Zeitkarte persönlich für einen Fragenden gezogen wird, kann sie tatsächlich für ihn bestimmt sein. Diese Karte wird in der Regel vom Fragenden aus dem Deck gezogen und daraufhin gedeutet.

Zeitspread

Im Gegensatz zur einfachen Zeitkarte ist ein Zeitspread schon etwas umfangreicher. Diese Legung wird gern am Ende oder Anfang eines Jahres vorgenommen, häufig auch gleich für ein ganzes Jahr. Kein Wunder also, dass man auch gern von einer Jahreslegung oder einem Jahreskreis spricht.
Für den Jahreskreis werden die Karten zunächst gut gemischt und dann von oben abgenommen. Für die Legung stellen Sie sich am besten das Ziffernblatt einer Uhr vor: Die erste Karte wird aufgedeckt auf die Position neun des Ziffernblattes gelegt, die zweite auf die Position zehn, die dritte auf Position elf usw. Ist der Kreis mit zwölf Karten vollendet, legt man die dreizehnte Karte in die Mitte des Spreads.
Die Deutung beginnt mit der dreizehnten Karte: Sie zeigt das Hauptthema des kommenden Jahres an. Danach suchen Sie sich die Anfangsposition im ausliegenden Kreis: Die erste Karte auf Position neun wird dabei dem Januar zugeordnet, die zweite auf Position zehn dem Dezember usw. Sie sehen: Ausgelegt wird im Uhrzeigersinn, gedeutet wird gegen den Uhrzeigersinn. Suchen Sie sich also als nächstes den Monat, in dem Sie sich gerade befinden, dort beginnt auch die Deutung. Haben wir beispielsweise Dezember, beginnt die Deutung auf Position zehn entgegen dem Uhrzeigersinn, jede Karte symbolisiert einen Monat. Wichtig: Vergessen Sie bei der Deutung nicht die freizehnte Karte in der Mitte des Kreises, sie beeinflusst auch jede der anderen ausliegenden Karten.

Eigene Legearten

Zu Beginn einer Beschäftigung mit den Karten – egal für welches Deck Sie sich entschieden haben – werden Sie sicherlich nach geeigneten Legearten suchen, mit denen Sie dem Geheimnis der Karten auf die Schliche kommen können. Und die Auswahl ist groß: Wer ein Buch zum Thema Kartenlegen aufschlägt oder einige Zeit im Internet surft, wird schnell fündig, Anleitungen gibt es en masse. Schnell findet man auch heraus, welche Legeart mit welchem Kartendeck am besten funktioniert. Mit der Zeit aber reichen die „Standard-Legungen“ vielen Kartenlegern nicht mehr aus, sie entdecken neue Legemuster oder Ergänzungen zu den ihnen bekannten Arten.

Und so wundert es nicht, dass viele Kartenleger, die sich ernsthaft und über einen längeren Zeitraum mit ihren Karten beschäftigen, ab einem bestimmten Punkt beginnen, eigene Legearten zu entwickeln, die ihnen helfen, schneller und möglicherweise besser Antworten auf bestimmte Fragen zu finden. Dabei kann sich eine neue Legeart sowohl aus einer bereits bekannten entwickeln als auch intuitiv selbst entwickelt werden. Der Kartenleger bestimmt dabei selbst, wie die Karten wann und wo gezogen und abgelegt werden. In seinem Ermessen liegt es auch, ob die Karten mit ihrer althergebrachten Bedeutung gelesen werden oder ob es eine Rolle spielt, ob eine Karte auf dem Kopf steht.

Übrigens: Jeder Kartenleger findet in der Regel auch schnell „seine“ Art, die Karten zu mischen und zu ziehen bzw. ziehen zu lassen. Insofern ist das Kartenlegen ab einem gewissen Grad der Beschäftigung damit eine sehr individuelle Vorgehensweise, die auch gar nicht standardisiert sein kann und soll – schließlich benötigt jeder seine eigenen, individuellen Hilfsmittel, um Zugang zur Bedeutung seiner Karten und dem Unterbewusstsein der Fragenden zu erhalten.

Selbst Karten legen

Häufig fängt das Kartenlegen spielerisch an: Als Kind oder Jugendlicher interessiert man sich in der Regel einerseits für Spiele jeder Art, andererseits aber auch für alles, was geheimnisvoll oder mystisch und magisch ist. In diesem Alter stoßen die meisten Menschen zum ersten Mal auf das Kartenlegen: Manche erlernen es vielleicht von einem Familienmitglied oder einem Freund bzw. einer Freundin, andere lesen darüber oder entdecken bei ganz normalen Kartenspielen, dass die Karten mehr als nur Zeitvertreib sein können. Bald nun stellt sich die Frage: Kann jeder das Kartenlegen lernen? Und wenn ja, auf welche Weise?

Kann jeder Karten legen lernen?

Die erste Frage kann prinzipiell zunächst mit ja beantwortet werden: Die Regeln für das Kartenlegen sind zunächst einmal von Jedem erlernbar, für grundlegende Techniken bzw. für den „Hausgebrauch“ ist keine besondere Begabung notwendig. Etwas anders sieht es schon aus, wenn aus dem Kartenlegen ein Beruf werden soll: Wer fremden Menschen die Karten legen möchte, benötigt Einfühlungsvermögen, etwas psychologisches Geschick und neben einer guten Intuition auch ein großes Stück Verantwortungsbewusstsein. Schließlich wenden sich vorrangig die Menschen an Kartenleger, die sich in einer tatsächlichen oder gefühlten Notlage befinden, die zumindest für die Ratsuchenden bedrohliche Ausmaße annehmen kann.
Zum Kartenlegen gehört neben den Decks und Legearten auch das Wissen um den richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit Karten und Klienten, das man wie alles im Leben erst erlernen muss. Nur wer verantwortungsvoll mit seinem Wissen umgeht, kann auch ein guter Kartenleger werden, das sollte jedem Interessierten klar sein. Worauf es grundlegend beim Kartenlegen ankommt, erfahren Sie in den nun folgenden Abschnitten.

Umgang mit den Karten

Die Karten sind das Werkzeug eines jeden Deuters und so ist es notwendig, dass jeder Kartenleger zunächst einmal den richtigen Umgang mit seinen Karten erlernt.
Wie jedes Werkzeug oder Hilfsmittel müssen auch die Karten sorgsam aufbewahrt werden. Statt die Karten also achtlos im Raum verstreut liegen oder verschmutzen zu lassen, sollten sie stets an einem für sie bestimmten Ort aufbewahrt werden. Viele Deuter bewahren ihre Karten auch nicht in der Originalverpackung auf, sondern verwahren sie in einem schwarzen Tuch aus Seide oder Samt. Diese Angewohnheit hat eine konkrete Ursache: Kartenleger, die so mit ihren Karten umgehen, möchten vermeiden, dass ihre Karten bestimmten Energien ausgesetzt sind. Der schwarze Stoff wirkt einer verbreiteten Ansicht nach neutralisierend, weder positive noch negative Energien haben somit Einfluss auf die Karten. Wichtig ist dies, da sonst die Aussage der Karten bei der nächsten Legung verfälscht werden könnte.

Wussten Sie schon?

Bei einigen Kartenlegern haben die Karten Vermerke oder sind mit kleinen Zettelchen beklebt. Keine Sorge, das ist kein Trick, der die Legung beeinflusst. Diese Vermerke oder Hinweise helfen lediglich bei der Deutung. Wundern Sie sich auch nicht, wenn der Deuter seine Karten nicht aus der Hand gibt und lieber selbst mischt. Der Grund dafür liegt darin dass viele Kartenleger der Annahme sind, ihre Karten hätten ihre Aura angenommen. Wenn nun jemand Anderes die Karten berührt oder sie mischt, würden andere Energien auf die Karten wirken, was ihre Aussagekraft verändern könnte.

Sie sehen also: Viele Kartenleger verbinden das Kartenlegen fast automatisch auch mit Energien und ihrem Einfluss auf den Menschen. Respektieren Sie daher am besten die geäußerten Bitten „Ihres“ Kartenlegers, seien Sie aber skeptisch, wenn er sich vornehmlich über Energien und weniger über die Karten und ihre Aussage äußert.

Vorbereitungen und Mischen

Viele Menschen assoziieren mit dem Kartenlegen eine alte Frau, die bei Kerzenschein in einem kleinen Zimmer oder einem Zelt sitzt und mit höchster Konzentration unverständliche Worte murmelnd die Zukunft vorhersagt. Nun, diese Vorstellung entspricht in den meisten Fällen keineswegs der Realität. Heutige Kartenleger sind Menschen wie Du und ich, sie leben in ganz normalen Häusern oder Wohnungen, wo sie ihre Klienten empfangen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie „Ihren“ Kartenleger besuchen und er sie in einem modernen Wohnzimmer oder einem ganz normalen Arbeitszimmer begrüßt. Auch das Abbrennen von Räucherwerk, besondere Lichteffekte oder das Beschwören von Geistern im Vorfeld der Legung gehört keineswegs zum Standard.

Kartenlegen abseits von Hokuspokus

Worauf Sie sich stattdessen einstellen sollten: Wichtig ist, dass sowohl Kartenleger als auch Fragender ausreichend Zeit mitbringen und sich konzentrieren können. Beide sollten also nicht in Hektik oder Zeitnot sein – Entspannung und Besinnung darauf, was man erfahren möchte, sind stattdessen angesagt. Hilfreich kann da schon eine angenehme Musik im Hintergrund oder ein Kaffee oder Tee zur Begrüßung sein.

Vor allem für Kartenleger ist es wichtig, über ausreichend Zeit zwischen zwei Klienten oder Legungen zu verfügen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Nimmt er die Probleme und Fragen des letzten Klienten mit in die nächste Beratung, kann seine Beratung bzw. seine Prognose für den nächsten Klienten nicht stimmig sein.
Karten richtig mischen
Zur richtigen Vorbereitung gehört natürlich auch das gründliche Mischen der Karten. Jeder Kartenleger hält es dabei wie er es selbst für richtig hält: Die einen geben ihre Karten zum Mischen nicht aus der Hand, die anderen bitten ihre Klienten, selbst die Karten so lange zu mischen bis sie das Gefühl haben, es sei genug.

Wussten Sie schon?

Eine Karte, die beim Mischen aus dem Deck fällt, sollten Sie nicht unbeachtet wieder zurückstecken: Meist gibt sie bereits einen ersten Hinweis auf das Problem oder die Lösung.
Beim Mischen sitzen Kartenleger und Fragender meist zusammen an einem Tisch und konzentrieren sich dabei auf den Fragenden. Wichtig ist, dass sich sowohl der Kartendeuter als auch der Fragende „erden“, dass sie dabei also Beine und Hände bzw. Arme nicht kreuzen und beide Füße auf den Boden stellen. Die meisten Kartenleger raten davon ab, beim Mischen an ein bestimmtes Problem zu denken: Das intensive Denken daran könnte die Aussage der Karten insofern verfälschen, dass im Spread nur noch die Wünsche oder Ängste des Fragenden zu sehen sind. Stattdessen versuchen es die meisten damit: Versuchen Sie beim Mischen, sich innerlich den Klienten vorzustellen. Wenn der Fragende selbst mischt, versucht er, sich sich selbst vorzustellen. Die Intuition des Fragenden entscheidet in der Regel, wann das Mischen beendet ist. Im Anschluss an das Mischen folgt eventuell noch ein Abheben der Karten durch den Fragenden und die Legung.

Wahl des Decks und der Legeart

Welches Kartendeck und welche Legeart ein Kartenleger verwendet, liegt immer in seinem eigenen Ermessen. Viele Kartenleger entscheiden sich intuitiv für ein Kartendeck, das ihnen besonders gut gefällt, das sie ästhetisch anspricht oder mit dem sie aus Erfahrung die sichersten Prognosen stellen können. Andere Deuter besitzen verschiedene Decks, die sie zu unterschiedlichen Zwecken nutzen. So kommt es gar nicht selten vor, dass Tarotkarten eher zur Klärung eines bestimmten Problems verwendet werden, Lenormandkarten dafür eher, um generelle Entwicklungen und allgemeine Tendenzen abschätzen zu können.

Wussten Sie schon?

Manche nach eigenen Angaben hellsichtige Kartenleger arbeiten mit zwei Kartendecks gleichzeitig: Während sie eines davon mischen, mischt der Fragende das zweite. Auf diese Weise will der Kartenleger sichergehen, dass seine Intuition bzw. seine Hellsichtigkeit das Ergebnis, also die Legung nicht beeinflusst.

Die passende Legeart

Natürlich gibt es einige Klassiker unter den Legearten, die die meisten Kartenleger auch beherrschen und anwenden. Zu ihnen gehören beispielsweise das keltische Kreuz, die verschiedenen Arten des Spreads oder der Zauberspruch der Zigeuner, die auch in diesem eBook kurz vorgestellt werden. Daneben entwickeln fast alle Kartenleger mit der Zeit ihre eigenen Legearten, die sie meist auf Nachfrage auch kurz erklären.

Natürlich richtet sich die Anwendung der verschiedenen Legearten auch nach der Fragestellung: Ein großer Spread gibt Auskunft über allgemeine Tendenzen und Entwicklungen, ein kleiner geht mehr auf ein bestimmtes Problem und seine Lösungsmöglichkeiten ein. Ebenfalls eine Möglichkeit beim Tarot: Je nach Fragestellung wird nur die große oder die kleine Arkana bzw. die unterschiedlichen Farben der kleinen Arkana verwendet. Bei sehr wichtigen, brennenden Fragen nimmt man beispielsweise gern nur die große Arkana. Geht es in einer bestimmten Frage um finanzielle Angelegenheiten, kann man auch nur einen kleinen Spread mit den Karten der Münz-Serie legen, bei emotionalen Fragen verwendet man die Kelch-Serie, die Stäbe kommen vor allem bei Fragen zu Beruf und Karriere zum Einsatz und die Schwerter-Serie verwendet man in Entscheidungsfragen und in bezug auf rationales Handeln.

Deutung

Die Karten zu deuten gestaltet sich in der Regel schwieriger, als es auf den ersten Blick den Anschein zu haben scheint. Jede Karte verfügt über verschiedene Bedeutungen, die je nach Fragestellung und Legeart zutage treten. Zudem steht keine Karte nur für sich, sieht man einmal von Zeitlegungen mit einer Karte ab. Stattdessen steht eine Karte im Spread stets im Zusammenhang mit den Karten, die sie umgibt und ist somit auch nur in Zusammenhang mit diesen Karten zu deuten. Auf diese Weise ergeben sich Zusammenhänge auf verschiedenen Ebenen. Ein Beispiel: Wird ein großer Spread ausgelegt, um eine allgemeine Tendenz á la wie wird das nächste Jahr zu erfahren, können die Karten sowohl in Richtung Partnerschaft, Familie und Gesundheit, aber auch in Bezug auf Finanzen und Karriere gedeutet werden. Da eine Karte nie nur eine Bedeutung hat und in Bezug auf diese unterschiedlichen Themenstellungen aus durchaus unterschiedliche Aussagen treffen kann, gestaltet sich die Deutung dementsprechend umfangreich oder schwierig.

Zu Beginn verwenden Kartenleger gern das eine oder andere Lehrbuch oder Arbeitsbuch, aus dem sie die traditionellen Bedeutungen der Karten erfahren. Verbreitet ist es auch, die Karten zu markieren oder mit Notizen zu versehen, falls der Deuter damit einen ganz bestimmten Umstand verbindet. Mit etwas mehr Übung und Erfahrung wird dieser Wissensschatz durch eigene Erfahrungen und Erkenntnisse erweitert, so dass jeder erfahrene Kartenleger schließlich über einen reichen Fundus an Deutungswissen über die Karten verfügt, der weit über das hinaus geht, was gängige Arbeitsbücher vermittelt.

Eine andere, ebenfalls häufig anzutreffende Deutungsmethode ist eine sehr intuitive: Der Kartenleger beschäftigt sich dabei weniger mit der traditionellen Bedeutung der Karten, sondern lässt sich von den Darstellungen inspirieren und versucht intuitiv, die Karten im Spread zu einer stimmigen Geschichte zu verbinden. Ob Sie diesem Vorgehen trauen und sich auf eine so entstandene Aussage verlassen möchten, entscheiden Sie selbst.

Karten legen lassen

Irgendwann siegt die Neugier über die Skepsis: Vor allem in Zeiten der Unsicherheit, der Selbstfindung oder der Verzweiflung tendieren viele Menschen dazu, sich die Karten legen zu lassen. Die Erklärung dafür ist relativ einfach: Immer dann, wenn uns Unsicherheit ergreift, möchten wir uns instinktiv an etwas klammern, das Sicherheit verspricht – und was brächte mehr Sicherheit als ein Blick in die Zukunft?

Genau hier sollte man aber vielleicht ein „aber“ einfügen: Das Kartenlegen kann zwar auch helfen, zukünftige Entwicklungen gewissermaßen vorherzusehen, letztlich ist es aber in erster Linie ein Hilfsmittel, um den Ist-Zustand einer Person, eines Projektes oder eines Unternehmens herauszufinden und davon zukünftige Entwicklungen abzuleiten. Verändert sich etwas am Ist-Zustand, beispielsweise aufgrund einer Erkenntnis beim Kartenlegen, verändern sich natürlich auch die Zukunftsaussichten.

Wussten Sie schon?

Die Zeiten, in denen Karten legen eine „Frauenbeschäftigung“ war, sind längst vorbei. Mittlerweile finden auch viele Männer den Weg zum Kartenleger ihrer Wahl und es gibt auch durchaus fähige männliche Kartenleger und Lebensberater, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Um sich die Karten legen zu lassen, müssen Sie keinesfalls immer einen Deuter besuchen. Dank der modernen Kommunikationsmittel ist es auch möglich, sich die Karten telefonisch oder online legen zu lassen. Alle diese Varianten stellen wir Ihnen in den folgenden Abschnitten vor. Für welche Sie sich letztlich jedoch entscheiden, bleibt allein Ihre Wahl.

Kartenlegen bei einem Kartenleger

Für die meisten Menschen beginnt der Kontakt mit dem Kartenlegen mit der Neugier darauf, was wohl beim Kartenlegen passiert und was Karten wirklich aussagen können. So ist es auch kein Wunder, dass viele Interessierte bzw. Neugierige, die aber noch über keine praktischen Erfahrungen mit den Karten verfügen, einen Kartenleger oder eine Kartenlegerin aufsuchen. Den richtigen Kartenleger zu finden gestaltet sich dabei gar nicht so einfach: Natürlich könnte man – vor allem im Sommer – auf einen der vielen Mittelalter-Märkte gehen und sich dort nach einem Kartenleger umsehen. Allerdings weiß man in diesem Fall weder etwas über den Kartenleger selbst noch über seine bisherigen Erfolge bzw. Treffer-Raten. Anders ausgedrückt: Es gehört eine gehörige Portion Glück dazu, auf diese Weise wirklich an einen halbwegs seriösen Kartenleger zu gelangen, der sich wirklich mit den Karten auskennt.

Eine andere Möglichkeit ist die Mund-zu-Mund-Propaganda: Wenn Sie von Freunden, Bekannten oder Verwandten einen bestimmten Kartenleger empfohlen bekommen, im besten Fall von unterschiedlichen Seiten, spricht nichts dagegen, zumindest einmal einen Termin zu vereinbaren. Ein „normaler“ Kartenleger wird sich mit Ihnen entweder in seinen oder in Ihren Räumen treffen und genügend Zeit mitbringen – nichts ist so störend wie Zeitdruck bei einer Legung, gerade wenn es die erste ist. Sie sollten vor und während dieser Legung einige Dinge beherzigen: Natürlich müssen Sie sich ein kleines Stückchen öffnen, um dem Kartenleger seine Arbeit etwas zu erleichtern. Viele Karten verfügen über verschiedene Bedeutungsebenen, die sich je nach verwendeter Legeart noch einmal vervielfachen können. Um die richtige Deutung zu finden, benötigt der Kartenleger also einige grundlegende Informationen. Wundern Sie sich insofern nicht, wenn Ihnen während der Legung einige Zwischenfragen gestellt werden.
Andererseits gilt: Bleiben Sie auch skeptisch. Wenn Ihnen der Kartenleger nicht sympathisch ist, wenn Ihre innere Stimme sagt, was Sie tun ist falsch oder wenn Sie das Gefühl haben, der Kartenleger versteht nichts von seinem Handwerk, dann sind Sie besser beraten, die Sitzung (freundlich) abzubrechen.

Kartenlegen am Telefon

Kartenlegen am Telefon – wer ist nicht schon einmal über diverse Werbeeinblendungen, -banner und Werbung in Zeitschriften gestolpert. Aber kann das wirklich funktionieren? Und mit wem redet man dabei eigentlich genau?

Angebote selbständiger Kartenleger

Die wenigsten Angebote für das Kartenlegen am Telefon stammen von selbständigen Kartenlegern. Sie empfangen ihre Kundschaft meist in ihren eigenen Räumen, einige von ihnen bieten aber auch an, die Karten am Telefon zu legen. Häufig überweist man diesen Kartenlegern, die man meist schon einmal persönlich kennengelernt hat, im Voraus einen zuvor vereinbarten Betrag und schickt ihnen ein aktuelles Foto von sich zu, auf das sie sich während des Legens konzentrieren können.
Zum vereinbarten Zeitpunkt ruft man „seinen“ Kartenleger an. In der Regel handelt es sich dabei um eine reguläre deutsche Festnetznummer, so dass keine versteckten Kosten befürchtet werden müssen.
Das Kartenlegen selbst erfolgt wie auch bei einem direkten Besuch: Mit dem Telefon am Ohr mischt der Kartenleger die Karten, der Fragende bestimmt die Mischzeit und der Kartenleger zieht die Karten stellvertretend für den Fragenden. Die Deutung erfolgt gleich im Anschluss.

Tipp:

Notieren Sie sich die wichtigsten Aussagen während des Telefonats, damit Sie auch später noch wissen, was genau gesagt wurde.

Angebote kommerzieller Portale

Den größten Teil der Angebote für das Kartenlegen am Telefon machen kommerzielle Portale aus. Nach eigenen Angaben findet man bei ihnen ausgebildete Experten, die sich neben dem Kartenlegen häufig auch mit Astrologie, Psychologie, Reiki, Runen, Pendeln und dergleichen beschäftigen und häufig eine ganzheitliche Beratung anbieten. In der Regel durchsucht man eine entsprechende Webseite oder ein Magazin mit Kartenleger-Profilen, bis man den Kartenleger seiner Wahl gefunden zu haben glaubt. Die Nummer, die man wählt, ist eine Service-Rufnummer, hier heißt es Obacht geben: Schnell verstecken sich hier Zusatzkosten, die die Telefonrechnung belasten. Ruft man zum ersten Mal bei einer solchen Hotline an, ist das erste Gespräch häufig entweder gratis oder es lockt ein Gutschein, der die erste Beratung kostengünstiger macht.

Wichtig bei einer solchen Beratung: Notieren Sie auch hier, was man Ihnen mitteilt, damit Sie sich später an wichtige Aussagen gut erinnern können.

Wie seriös ist Kartenlegen am Telefon?

Natürlich stellt sich bei derartigen kommerziellen Angeboten häufig auch die Frage nach der Seriosität. Hier können Ihnen nur Ihr Gefühl und Ihre Beobachtung weiterhelfen: Wenn Sie das Gefühl haben, der Kartenleger spricht Ihnen nach dem Mund oder versucht, Sie in der Leitung zu halten, beenden Sie das Gespräch schnellstmöglich, sonst entstehen Ihnen nur unnötige (und hohe!) Telefonkosten. Häufig ist es so, dass sich am anderen Ende nicht unbedingt wirklich Kartenleger befinden, stattdessen rufen Sie in einem Callcenter an. Die Menschen am anderen Ende sind psychologisch und rhetorisch geschult und haben Anweisung, Sie einerseits so lange wie möglich in der Leitung zu halten und Sie andererseits dazu zu bewegen, erneut anzurufen oder eine andere angebotene Dienstleistung, etwa Kraftübertragungsrituale auf Distanz oder eine Email-Beratung, in Anspruch zu nehmen. Seien Sie auch nicht erstaunt, wenn Sie einen Kartenleger nach mehreren Monaten erneut anrufen und er kann sich sofort an Sie erinnern und legt Ihnen womöglich ein ganz ähnliches Blatt wie bereits zuvor. Geschieht dies, können Sie davon ausgehen, dass „Ihr Kartenleger“ lediglich eine Datenbank mit den Ergebnissen der letzten „Legung“ aufgerufen hat. Kurz gesagt: Mit dem eigentlichen Kartenlegen haben diese Angebote in den meisten Fällen leider überhaupt nichts zu tun.

Kartenlegen online

Ähnlich wie auch beim Kartenlegen per Telefon finden sich auf zahlreichen Webseiten Angebote für das Kartenlegen online, wobei darunter meist eine Beratung in einem Live-Chat oder eine Email-Beratung verstanden wird. Kartenlegen online bieten sowohl einzeln auftretende Kartenleger als auch Beratungsportale an. Auch hier zeigen sich zuweilen durchaus große Unterschiede.

Angebote selbständiger Kartenleger

Lassen sich einige seriöse Kartenleger noch auf das Kartenlegen per Telefon ein, verzichten die meisten von ihnen jedoch meist auf das Kartenlegen in Live-Chats oder per Email. Über die Gründe dafür ließe sich viel spekulieren: Vielleicht benötigen Sie das direkte Kundenfeedback während einer Beratung, um wirklich treffende Aussagen machen zu können? Möglicherweise verfügen sie auch nicht über die notwendigen zeitlichen und/oder finanziellen Ressourcen, um einen Chat zu betreiben.
Findet man doch einmal einen Kartenleger, der online Beratungen durchführt, läuft die Beratung meist ähnlich wie eine Telefonberatung ab: Zunächst kontaktiert man den Kartenleger, vereinbart den Preis und möglicherweise noch einen Termin für den Chat und los geht’s. Sieht man sich einige Angebote für das online-Kartenlegen aber einmal genauer an fällt häufig auf, dass viele der Kartenleger, die ein solches Angebot unterbreiten, per Link auf ihrer Webseite auf ein Portal verweisen, mit dem sie zumindest kooperieren. Hier ist Vorsicht geboten: Allzu schnell verstecken sich hier zusätzliche Kosten, die nicht immer gleich ersichtlich sind.

Angebote kommerzieller Portale

Der überwiegende Anteil am Kartenlegen online wird von kommerziellen Portalen angeboten. Hier hat man häufig die Wahl, ob man mit einem Berater in Echtzeit chatten oder lieber eine Emailberatung in Anspruch nehmen möchte. Um dies zu tun, muss man sich zuvor im Portal mit einem Benutzernamen und Passwort einloggen. Beides erhält man, wenn man sich zum ersten Mal dort anmeldet. Eine Anmeldung wird übrigens auch dann nötig, wenn man lediglich eine telefonische Beratung wünscht. Bei der Anmeldung ist in der Regel auch eine gültige Kontonummer anzugeben.
Loggt man sich also für eine online-Beratung mit Kartenlegen ein bzw. nimmt man eine Beratung per Email in Anspruch, werden die Kosten direkt vom angegebenen Konto eingezogen. Vorsicht ist hier geboten: Informieren Sie sich in jedem Fall im Vorfeld, welche Kosten auf Sie zukommen! Wird ein pauschaler Preis genannt? Wird die Zeit im Chat minutenweise abgerechnet?

Wie seriös ist Kartenlegen online?

Möglicherweise gibt es seriöse Kartenleger, die das Kartenlegen online in Kooperation mit einem Portal betreiben – sehr wahrscheinlich ist dies allerdings nicht. Wenn Sie genau überlegen, werden Sie feststellen: Sie haben bei dieser Form des Kartenlegens in keiner Weise persönlichen Kontakt zu „Ihrem Kartenleger“, in der Regel schildern Sie ihm aber entweder in einem Chat oder per Email kurz Ihre persönliche Situation. Sie können zu keinem Zeitpunkt nachvollziehen, ob überhaupt Karten gemischt und ausgelegt werden. Stattdessen könnte am anderen Ende auch ein psychologisch und/oder rhetorisch geschulter Mitarbeiter eines Unternehmens sitzen, der Ihnen aufgrund Ihrer Schilderung Ratschläge gibt. Fazit: Wenn möglich halten Sie von dieser Form des Kartenlegens Abstand. Sie hilft in der Regel nur einem: Dem „Kartenleger“ bzw. dem Unternehmen, das mit Zielvorgaben und Erfolgsprovisionen dahinter steht.

Kartenlegen lernen

Viele Menschen, die sich zunächst einmal aus Neugier mit dem Kartenlegen beschäftigen oder sich einmal die Karten haben legen lassen verspüren irgendwann einmal den Wunsch, das Kartenlegen selbst zu erlernen. Was bei einem Kartenleger aber meist so leicht und selbstverständlich aussieht, ist gar nicht so einfach: Viele Jahre Übung sind notwendig, um wirklich sicher im Umgang mit den Karten und ihrer Deutung zu werden. Dennoch: Auch hier beginnt die Reise mit dem ersten Schritt. Und der besteht in der Regel darin, sich ein Kartendeck zuzulegen und sich intensiv damit zu beschäftigen.

Wussten Sie schon?

Abergläubische Kartenleger kaufen sich nie selbst ein Kartendeck, sondern lassen es sich von wohlgesonnenen Menschen schenken. Wenn Sie Ihr erstes eigenes Kartendeck betrachten, schauen Sie sich jede Karte einzeln an. Was können Sie darin entdecken? Was erzählt Ihnen die Karte? Versuchen Sie am besten erst einmal intuitiv zu erfassen, was die Karte (für Sie) bedeutet.

Das richtige Lehrbuch finden

Im nächsten Schritt helfen Ihnen Lehrbücher weiter, die zahlreich im Buchhandel erhältlich sind. Kein Kartendeck, zu dem es nicht mindestens eine kleine Abhandlung gibt. Häufig werden Kartendecks – sieht man einmal von herkömmlichen Skatkarten ab – auch mit dazugehörigen Leitfäden verkauft. Im Idealfall lesen Sie gleich mehrere Bücher, die Aufschluss über Ihre Karten geben, getreu dem wissenschaftlichen Motto: Vertraue niemals nur einer Quelle. Versuchen Sie, so viel wie möglich über Ihr Kartendeck und seine Bedeutungen zu erfahren. Als guter Schüler sollten Sie aber auch nicht vergessen zu hinterfragen: Stimmt das, was ich da lese, mit meinem Eindruck von den Karten überein? Widersprechen sich Bedeutungen in verschiedenen Büchern? In diesem Fall sollten Sie Ihrer Intuition bei Legen und Deuten vertrauen, Ihre eigene Deutung werden Sie sich sowieso mit der Zeit aneignen.

Kartenlegen lernen im Seminar

Natürlich ist es auch jederzeit möglich, ein Seminar zu belegen, um das Kartenlegen zu erlernen. Angesichts der vielen verschiedenen Angebote stellt sich aber schnell die Frage: Welches ist nun eigentlich das richtige? Die Antwort darauf können Sie sich nur selbst geben. Überlegen Sie bei Ihrer Suche, was Sie von einem Seminar erwarten, was Sie danach können möchten und was Sie bereit sind, dafür zu zahlen. Bei genauerem Hinsehen geben viele Kartenleger „mal eben nebenbei“ Seminare zum Thema Kartenlegen. Gefragt nach ihrer Qualifikation verweisen viele lediglich auf ihre jahrelange Tätigkeit als Kartenleger, die sie natürlich in den seltensten Fällen belegen können. Hier heißt es also: Achtung, passen Sie auf Blender und falsche Versprechen auf. Auch ein am Ende des Seminars ausgegebenes Zertifikat ist keine Garantie für ein gutes Seminar. Erhalten Sie das Zertifikat ohne eine Prüfung, einfach für die Teilnahme? Was ist dieses Zertifikat dann wert?
Ein gutes Seminar muss gut für Sie sein: Wenn die Lehrinhalte verständlich dargestellt und zuvor dargelegt werden, wenn der Lehrer erklären kann, woher er sein Wissen bezogen hat, wenn die Chemie stimmt und der Preis vertretbar ist, dann kann ein solches Seminar Sie mit Sicherheit auf dem Weg zum Kartenleger voranbringen.

Kartenlegen lernen im Familienkreis

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit waren es vor allem die Mütter und Großmütter, die wussten, wie man Karten legt und deutet. Dieses Wissen wurde von Generation zu Generation weitergetragen und durfte häufig auch nur innerhalb der Familie weitergegeben werden. Wer das Glück hat, noch eine Oma oder eine Mutter zu haben, die Karten legen und deuten kann, sollte sich vertrauensvoll an sie wenden, bevor große Ausgaben für Lehrbücher oder Seminare bestritten werden. Häufig erlernt man das Kartenlegen auf diese Weise relativ spielerisch und leicht – und gewinnt so vielleicht sogar einen ganz neuen Zugang zur eigenen Geschichte und Familie.

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